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Analyse von Motiven für Verbesserungsvorschläge

Written by Daniela Grisiger

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2015

Abstract

Bachelorarbeit: Vorschlagssystem Das Vorschlagssystem als „wirtschaftliches und humanistisches Managementinstrument“ (Thom & Piening, 2009) ist in der Literatur allgemein einheitlich definiert. Nach Bumann (1991) wird das Vorschlagswesen als Möglichkeit verstanden, Verbesserungsvorschläge zu fördern, zu bewerten, zu genehmigen und umzusetzen. Das Vorschlagswesen bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich einzeln oder gemeinsam mit Verbesserungsvorschlägen aktiv am Unternehmensgeschehen zu beteiligen. Die Grundidee basiert auf Wissen, das niemand wie alle Mitarbeiter hören, sehen und verstehen kann (Franken, 2008). Die klassischen Ziele des vorgeschlagenen Systems sind hauptsächlich wirtschaftliche Ziele, wie Kosteneinsparungen, Verbesserung der Arbeitssicherheit, Arbeitserleichterung oder Verbesserung der Qualität. Soziale Ziele werden jedoch immer wichtiger (Franken, 2008). Zu den sozialen Zielen zählen die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und die Vermittlung von Anerkennung und Wertschätzung. Es geht darum, dass der Mitarbeiter als Mensch denkt und mitgestaltet (Bumann, 1991). Das Vorschlagswesen ist ein Verbesserungsvorschlag. Dieser Verbesserungsvorschlag ist der zentrale Begriff in den letzten Bemühungen um die Einführung des Vorschlagswesens (Franken, 2008). Vorschläge im Sinne des Verbesserungsvorschlagssystems sind für Bumann (1991) alle konstruktiven Vorschläge, die Einzelpersonen oder Gruppen freiwillig mit besonderen Leistungen zur Änderung, Verbesserung oder Neuerung eines Betriebszustandes erbringen. Das heißt, Verbesserungsvorschläge stellen freiwillige Zusatzleistungen von Mitarbeitern oder Gruppen dar und können schriftlich oder mündlich eingereicht werden. Daher sind Verbesserungsvorschläge eigenständige Ideen von Mitarbeitern oder Teams für selbst identifizierte Probleme und damit verbundene Lösungen. Wird der Verbesserungsvorschlag in schriftlicher Form eingereicht, muss deutlich gemacht werden, dass der Soll-Zustand mit dem Ist-Zustand verglichen wird. Außerdem wird beschrieben, wie die Verbesserungsvorschläge umgesetzt werden. Laut Läge (2002) werden die eingereichten Empfehlungen anhand folgender formaler Standards überprüft: - Gibt es eine genaue Beschreibung, was verbessert werden kann und wie es verbessert werden kann? -Ist der Vorschlag nicht oder nur ein Teil des Arbeitsbereichs des Einreichers? -Ist der Vorschlag neu? Anschließend leiten Sie den Vorschlag an die für die Bearbeitung des Vorschlags zuständige Person zur Bewertung weiter. 3 Motivation und Vorschlagswesen Die Motivationsforschung ist eines der wichtigsten Themen der Arbeits- und Organisationswissenschaft (von Bismarck, 2000). Der Grund dafür ist, dass die Frage, warum und was menschliches Handeln antreibt, seit jeher eine der Grundfragen der Psychologie ist. Im Hinblick auf das Vorschlagswesen ist es sehr wichtig, die Frage zu beantworten, warum Mitarbeiter Vorschläge einreichen. Wenn Sie Antworten auf diese Fragen finden, können Sie auch Methoden erstellen, um Mitarbeiter zur Einreichung von Vorschlägen zu motivieren. In der Psychologie gibt es viele Definitionen von Motivation (Rheinberg, 2008). Motivation bedeutet nach Heckhausen und Heckhausen (2010) einfach das Hinarbeiten auf den Zielzustand. Nehmen Sie aktives Verhalten an, bei dem die Motivation versucht, die Richtung, Beharrlichkeit und Intensität zielorientierten Verhaltens zu erklären (Nerdinger, 2007). Die Richtung entspricht der Wahl oder Entscheidung des Ziels oder der Handlungsalternative. Einerseits zeigt sich ein hohes Maß an Beharrlichkeit darin, dass bei sich bietender neuer Gelegenheit die Aktivität trotz Unterbrechung weitergeführt wird, andererseits das Ziel trotz Ablenkung oder Störung nicht aufgibt (Brandstätter, 2013 .). ). Der Intensitätsaspekt beschreibt die Anstrengung und den Fokus, die eine Person aufbringt, um ein Ziel zu verfolgen (Kleinbeck und Kleinbeck, 2009). Bei bestimmten Aktivitäten ist es leicht, sich zu konzentrieren und bei dem zu bleiben, was Sie tun. Es kann so weit gehen, dass man alles um sich herum vergisst. Andere Tätigkeiten scheinen wieder lästig zu sein, man muss sich zwingen, nicht alles stehen und liegen lassen (Brandstätter, 2013). Motivation entsteht aus dem Zusammenspiel von Faktoren, die in Mensch und Umwelt vorhanden sind. Umwelt (Brandstätter et al., 2013; Heckhausen & Heckhausen, 2010; Kauffeld & Schermuly, 2011; Rheinberg, 2008). Rheinberg (2008) betrachtet Motivationen wie persönliche Eigenschaften, Glück, Erfahrung und Fähigkeiten als persönliche Faktoren. Zusätzlich zu den kontextuellen Faktoren des Umfelds die kontextuellen Anreizbedingungen, die das Verhalten beeinflussen, wie Kommunikationsbeziehungen, Führungsstile und Belohnungen. Diese Faktoren interagieren im Motivationsprozess, der zum aktuellen Motivationszustand führt. Der aktuelle Motivationszustand beeinflusst wiederum das Verhalten einer Person, aber es muss berücksichtigt werden, dass es eine Vielzahl anderer Faktoren gibt, die die aktuelle Motivation und das aktuelle Verhalten der Person beeinflussen. Dies können beispielsweise Erfahrungen, Erwartungen oder physiologische Prozesse sein (Heckhausen & Heckhausen, 2010). Read Less