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Werte der Mitarbeitenden von Careerplus und der Generation Y

Written by F. Sulzer

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Psychology

Year

2015

Abstract

Bachelorarbeit: 2.1 Werte Schon seit langem beschäftigt man sich mit dem Thema Werte (Weibler, 2008). Die empirische Wertforschung in der Psychologie hat eine über hundertjährige Tradition (Uran, 1907; zitiert nach Bilsky, 2008). Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Werte vor allem im Kontext von Religion und Philosophie gesehen. Durch die Arbeiten von Rokeach, Inglehart, Schwartz und Hofstede (Klages, 2008) hat die empirische Wertforschung nach den 1970er Jahren mehr Aufmerksamkeit erlangt und sie gelten als wichtige Vertreter der psychologischen Wertforschung (Bilsky, 2008). 2.1.1 Wertdefinition Die Definition von Werten variiert von Disziplin zu Disziplin (Bilsky, 2008). Lautmann (1969) fand 1969 in einer Studie verschiedener Publikationen 180 verschiedene Definitionen des Werts 6. Auch heute gibt es keine allgemeingültige Definition dieses Begriffs (Klages, 2008). Zur Beantwortung dieser Frage wurde die Werteskala von Schwartz (1992; Schmidt, Bamberg, Davidov, Herrmann & Schwartz, 2007) verwendet, weshalb die von Schwartz verwendete Definition näher erläutert wird. Schwartz und Bilksy (1987) definierten Werte aufgrund ihres in der Psychologie gebräuchlichen Werteverständnisses wie folgt: „Werte sind (a) Konzepte oder Überzeugungen, (b) über ideale Endzustände oder Verhaltensweisen, (c) über spezifische Situationen hinaus, (D) die Auswahl oder Bewertung von Verhaltensweisen und Ereignissen leiten und (e) nach relativer Bedeutung sortieren“ (Schwartz & Bilsky, 1987, S. 551). Laut Schwartz und Bilsky (1987, zitiert nach Bilsky 2008) ist es der Wert. 2.1.2 Einstellungen Ähnlich wie Werte werden Einstellungen erworben und relativ dauerhafte Charaktere. Im Gegensatz zu Werten sind Einstellungen spezifischer und zielen auf bestimmte Situationen oder bestimmte Themen oder Objekte ab (Silberer, 1983), wie beispielsweise Kaffeepulver und Kaffeebohnen (Asendorpf, 2007). Daher bewertet die Einstellung Situation, Subjekt oder Objekt (Koch & Rosenstiel, 2007). „Daher können Menschen so viele Positionen einnehmen wie Subjekte und Objekte, aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Werten. Mehrere Einstellungen können einen gemeinsamen Wert als Hintergrund haben oder mehrere Werte können eine Haltung bilden.“ (Weibler, 2008 .) , S. 18). 2.1.3 Standard Anders als die Werte, die jeder individuell erlangt, sind Normen die Anforderungen, die die Gesellschaft an den Menschen stellt. Wenn Sie sich nicht an die Normen halten, wird die Nichteinhaltung in der Regel mit negativen sozialen Sanktionen belegt oder führt zu persönlichen Schuldgefühlen (Bilsky, 2005). Darüber hinaus beziehen sich Normen hauptsächlich auf bestimmte Situationen im sozialen Leben, sodass ihre Wirksamkeit in allen Situationen geringer ist als bei Werten (Schwartz, 1992). Generation y. Bei der Untersuchung des Generationseffekts werden Generationen normalerweise in die folgenden Kategorien eingeteilt: Baby6Boomer, Generation X und Generation Y. Angaben zu Jahreszahlen sind keine feste Grenze, da der Übergang meist fließend ist (Biemann & Weckmüller, 2013) und es keine einheitliche Definition der Zeitspanne gibt. Auch die Definitionen verschiedener Generationen sind in der Literatur unterschiedlich (Parment, 2013). „Dennoch lässt sich auch ohne genauere Definition die Übereinstimmung zwischen bestimmten Werten, Merkmalen und Attributen feststellen, die eine Generation definieren“ (Mangelsdorf, 2014, S. 10). Das Folgende ist ein kurzer Überblick über diese drei Generationen, aber auch um die Y-Generation genauer zu definieren, die in dieser Arbeit diskutiert werden soll. Babys; Babyboomer wurden zwischen 1955 und 1965 geboren. Wie der Name schon sagt, wurden sie während der Baby-Boom-Zeit geboren. Diese Generation alter Menschen wird bald in Rente gehen. „Baby6 Bommer“ wuchs während eines Wirtschaftsbooms auf (Biemann & Weckmüller, 2013). Die zwischen 1966 und 1980 Geborenen werden der Generation X zugeordnet. Die technologische Entwicklung hat zur Folge, dass die Gen X schon früh mit Computern in Berührung kam und in deren Umgang geschult wurde (Biemann & Weckmüller, 2013). Die Generation Y wurde zwischen 1981 und 2000 geboren (Parment, 2013). In dieser Zeit setzt sich der Übergang zu einer globalisierten Informationsgesellschaft fort. Die Generation Y ist mit den neuesten technologischen Entwicklungen vertraut (Biemann & Weckmüller, 2013). Sie sind mit Digitalisierung und Internet aufgewachsen (Enactus, 2014). Diese Generation wird auch das „Warum“ genannt, und diese Generation wird nach Gründen suchen (Biemann & Weckmüller, 2013) oder „Millennials“ (Allihn, 2013). Jede der oben aufgeführten Generationen ist von unterschiedlichen Ereignissen geprägt. Nach der Sozialisationshypothese werden die Grundwerte einer Person meist im Sozialisationsprozess entwickelt und spiegeln die vorherrschenden Bedingungen zwischen dem 16. und 24. Lebensjahr (Entstehungsphase) wider (Parment, 2013). Die Generation Y in den westlichen Industrieländern ist in „einer der sichersten politischen und wirtschaftlichen Epochen der Geschichte“ aufgewachsen (Allihn, 2013, S. 20). Ihre Großeltern und Eltern sind ihnen Vorbild, durch Fleiß und Ausdauer können Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität erreicht werden. Als die Y-Generation heranwuchs, blieb außer für die Arbeit fast keine Zeit für sich und ihre Familienangehörigen. Diese Prägungen haben das Arbeitsverständnis beeinflusst und das Wertesystem der Generation Y gegenüber der Generation X verändert (Allihn, 2013). Permanente Bedrohungen wie Umweltverschmutzung, Attentate und fanatischer Terrorismus sowie die Allgegenwart von Multimedia haben auch die Generation Y geprägt. Read Less