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E-Recruiting aus Sicht der Bewerbenden

Eine szenariobasierte Messung der Fairnesswahrnehmung bei einem Bewerbungsprozess via E-Recruiting-System

Written by M. Nigg

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Human Resources

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Einführung in das Thema E-Recruiting und E-HRM Das Aufkommen der Informations- und Kommunikationstechnologie hat in den letzten Jahren einen erheblichen Einfluss auf die Personalarbeit gehabt (Knyphausen-Aufsess & Schweizer, 2005). Der Begriff Electronic Human Resource Management (E-HRM) umfasst alle Bereiche der Personalarbeit, die durch Internet- oder Intranet-gestützte Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt oder ersetzt werden können (Hertel & Konradt, 2004). Die zentralen Aufgaben des E-HRM gliedern sich in (1) Rekrutierung, Auswahl und Vermittlung von Mitarbeitern, (2) Integration der Mitarbeiter und standardisierte Zusammenarbeit und (3) Entwicklung und Förderung von Mitarbeitern (vgl. Hertel & Kon-radt, 2004, S. 11). Nach zu Knyphausen-Aufsess und Schweizer (2005) umfasst die elektronische Personalarbeit alle Tätigkeiten der Personalanalyse, Personalbedarfsplanung, Rekrutierung, Personalauswahl, Personaleinsatz, Personalführung, Personalbeurteilung, Personalvergütung und Personalentwicklung sowie Personalentlassungen. Im Bereich E-HRM kommen unterschiedliche Softwaresysteme zum Einsatz, aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit wird auf eine nähere Einführung verzichtet (eine vollständige Liste aktueller Softwaresysteme in der Personalarbeit finden Sie unter zu-Kyphausen-Aufsess & und Schweizer, 2005 Jahre, S. 276). Die in der Ausgangssituation beschriebenen Probleme zeigen, dass die Aufgaben des Talentmarketings und der Personalrekrutierung zunehmend in den Fokus der Unternehmen gerückt sind (Trost, 2013). Die Gestaltung und Funktion des Online-Images eines Unternehmens oder einer Organisation (z. B. einer Jobbörse) ist sehr wichtig (Hertel & Konradt, 2004). Die zentrale Herausforderung des elektronischen Recruiting-Systems besteht einerseits darin, eine Vielzahl von Bewerbern schnell und kostengünstig zu bearbeiten und gleichzeitig aus einer Vielzahl eingehender Bewerbungen geeignete Bewerber zu filtern. Zudem soll ein positives Image des Unternehmens aufgebaut und gepflegt werden (Hertel & Konradt, 2004). Die zentrale Aufgabe der Personalarbeit ist Teil des Personalmarketings, nämlich geeignete Bewerber zu finden und für das Unternehmen zu gewinnen (Konradt & Rack, 2006). Je nach Zielgruppe kann sich das Fehlen einer E-Recruiting-Website sogar negativ auf das Image des Unternehmens auswirken (Konradt & Sarges, 2003) und potenzielle Mitarbeiter von einer Bewerbung abschrecken. Kurz gesagt, Talentmarketing ist ein Konzept, das darauf abzielt, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten. 3.1 E-Recruiting: ein internetbasiertes (Vor-)Auswahlverfahren Das elektronische und internetbasierte Rekrutierungs- und Auswahlverfahren entstand aus der Entstehung des ersten Online-Stellenportals Ende der 90er Jahre und des ersten E-Recruiting-Systems unter Entwicklung (Furkel, 2015). Knoll und Preuss (2003) haben unter dem Begriff Online-Recruitment drei verschiedene Aspekte zusammengefasst: Personalmarketing, Bewerbermanagement und Bewerbervorauswahl. Wie Pommerien (2011) betonte, gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs E-Recruitment. Zum besseren Verständnis wird in dieser Arbeit auf folgende Definition von Mülder (2003, S. 84) verwiesen: „Die externe Rekrutierung über das Internet umfasst Teilschritte wie Personalmarketing, Bewerbersuche, Kontaktaufnahme und Vorauswahl, d.h als elektronisches Recruiting (e-recruiting) bezeichnet“ Die Vorteile des elektronischen Recruiting-Systems im Rekrutierungs- und Auswahlverfahren sind in Tabelle 1 aufgeführt. Neben der Verbesserung des Zeit- und Kostenfaktors, so Jochem, habe der Einsatz eines E-Recruiting-Systems den Unternehmen im Jahr 2013 weitere Vorteile gebracht. Eine gut gestaltete E-Recruiting-Website wirkt sich auch auf die Reputation und Arbeitgebermarke des Unternehmens (Jochem, 2013)) und die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität (Konradt & Rack, 2006) aus. Batinic & Appel (2009) beschrieben die Vorteile des E-Recruiting-Systems darin, dass die Personalabteilung die Datenverarbeitung eingehender Bewerbungen im Vergleich zum Empfang von E-Mail-Bewerbungen vereinfacht. Dies hat jedoch auch einen Nachteil, das heißt, es reduziert die natürlichen Unterschiede in der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen und verliert damit die relevanten Informationen über die Auswahl des Personals. Wie diese Vorteile einen nahtlosen Personalauswahlprozess durch das E-Recruiting-System nutzen, wird im Folgenden als Workflow-Management beschrieben. 3.2 Workflow-Management des E-Recruiting-Systems Der gesamte interne Personalauswahlprozess, vom Beginn der Vakanz über die Stellenfreigabe, die Steuerung des individuellen Bewerbungsprozesses bis hin zum Personalauswahltest und den Bewerbungsgesprächsunterlagen, kann von e -Anwerbung (Arbeitsprozess) Unterstützungssystem. „Workflow (Prozess) ist eine Abfolge von einzelnen, inhaltlich, zeitlich und sachlich schlüssig zusammenhängenden Arbeitsschritten, an denen mehrere Bearbeiter beteiligt sein können“ (Mülder, 2004, S. 86). Read Less