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Kinder- und Jugendpsychiatrie und Soziale Arbeit

Written by N. Tretjak

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Kinder- und Jugendpsychiatrie Als Teil einer modernen, sich schnell entwickelnden Gesellschaft werden an junge Menschen sehr hohe Anforderungen gestellt. Der Prozess, in dem Kinder und Jugendliche das Erwachsenenalter erreichen und selbstständig ihren Weg in die moderne Welt finden, bietet einerseits viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Gleichzeitig steigt die Quetschgefahr. Junge Menschen sind mit langfristigen Problemen konfrontiert und haben das Recht auf Begleitung, Betreuung und Unterstützung Gesundheitssystem, Jugendhilfe, Bildung und Ausbildung sind gemeinsame und ergänzende Aufgaben für Kinder und Jugendliche. Neben diesen zahlreichen Aufgaben sind sie auch für Jugendliche mit psychischen Problemen zuständig. Soziale Arbeit ist in diese Systeme integriert und spielt in ihnen eine relevante Rolle. Denn junge Menschen haben ein Recht auf Betreuung und Beratung (vgl. Denner 2008, Seite 9.). Je nach Bundesland richtet sich die Kinder- und Jugendpsychiatrie nach Landesrecht. In Sachsen basiert die Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem SächsPsychKG, das Hilfe und Unterbringung bei psychischen Erkrankungen vorsieht. 2.1 Die rechtlichen Grundlagen der KJP-Sozialarbeit in Sachsen In diesem Kapitel werden die für die Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und ihrer stationären Patienten relevanten Gesetzestexte und Paragraphen besonders wichtig im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dies geht dem Grundgesetz vor, die Artikel 20 bis 26 sehen Gleichberechtigung vor dem Gesetz vor. Artikel 21 verbietet Diskriminierung bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen. Das Diskriminierungsverbot stellt ein Grundrecht dar und ist durchsetzbar (vgl. Dörner 2007, S. 505). Die Charta gilt für europäische Länder. Aber zunächst ist die Kenntnis des Grundgesetzes sehr wichtig. Es legt neben dem nationalen Organgesetz auch Grundrechte fest. Hier sind Menschenwürde, Freiheit und Unantastbarkeit der Gleichheit gesetzlich verankert (vgl. ebd.). Darüber hinaus ist auch die Landesgesetzgebung für Menschen mit psychischen Erkrankungen relevant. Im Bundesland Sachsen bedeutet dies SächsPsychKG. Geschlossene Unterkünfte können durch §1631b aktiviert werden. Als Grundlage wird § 1631b bevorzugt, da er weniger negative Auswirkungen auf die künftige Berufswahl junger Menschen hat (vgl. Tetzer, 2015, S. 107). § 1631b BGB befasst sich weiterhin mit Fragen der Haft und Freiheitsentziehung. Liegt nach Diagnosestellung eine behandlungsbedürftige Erkrankung im Sinne des SGB V vor, wird über ambulante, teilstationäre oder stationäre Behandlung entschieden (vgl. Denner 2008, S. 72). „Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste sind Teil des Gesundheitswesens und im Sozialgesetzbuch Fünfter (SGBV) geregelt. Sie werden von den Krankenkassen finanziert“ (ebd., S. 72). Die hypothetische Prämisse ist, dass die Unterbringungskosten für Kinder unter 18 Jahren gelten und die Versicherung in der Regel durch die Mitgliedschaft der Eltern in ihrer jeweiligen Familienversicherung abgeschlossen wird. Diese Regelung findet sich in § 10 SGB V (siehe § 10, SGB V). Da die Art des Krankenhausaufenthaltes für junge Menschen Betreuung, Unterbringung und Verpflegung erfordert, wird § 39 SGB 5 Abs. 1 in Frage gestellt. Diese gewährleistet während des Krankenhausaufenthaltes die Versorgung mit Arzneimitteln, Behandlungs- und Hilfsmitteln sowie die Unterbringung und Verpflegung während der Behandlung (vgl. § 39 SGB V, Abs. 1, S. 1544). 40 SGB V. Darüber hinaus gesellschaftliche Koordinierung von Bildungs- und Umweltmaßnahmen mit Einrichtungen der Jugend- oder Sozialhilfe (vgl. Denner 2008, S. 83). Diese Maßnahmen verhindern die soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen. Soziale Arbeit wird im Rahmen dieser gesetzlichen Vorgaben geleistet, denn Kinder und Jugendliche haben während und nach A Anspruch auf pädagogische Unterstützung und Beratung.Neben inhaltlichen Fragen stellen Gesetze und Verordnungen auch Anforderungen und Standards für Orientierung im Behandlungsprozess. Sie klären die Rechte und Pflichten beider Parteien. Eine menschenwürdige Behandlung ist den Betroffenen ein besonderes Anliegen. Das Gesetz regelt die Interessen der Behandler und das Wohl der Patienten. Letztlich schützt das Gesetz Betroffene vor Missbrauch und klärt die Rechte und Pflichten beider Parteien. Auf diese spezielle Stellenbeschreibung wird weiter unten näher eingegangen. Im Allgemeinen führen Sozialarbeiter ihr Handeln auf ethischer Grundlage durch. Dies unterscheidet sie von anderen Berufsgruppen. Der Umgang mit Politik ist oft Teil der moralischen Grundlage. Dies unterscheidet sie von professionellen Ärzten und Psychologen. Read Less