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Dysphorie als „Volksleiden“?

Grenzen und Möglichkeiten der Stimmungsregulation in der Sozialen Arbeit

Written by J. Parting

Paper category

Master Thesis

Subject

Sociology

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Die Situation in Deutschland Dieses Kapitel soll die Stimmungskarte Deutschlands skizzieren, um zu überprüfen, ob meine subjektiven Wahrnehmungen richtig sind. Es gibt eine Kluft zwischen der objektiven Situation in Deutschland und der subjektiven Wahrnehmung. Es gibt absolut keinen Grund für die Entwicklung der deutschen Gesellschaft, Dies wurde in der letzten Debatte vor der Bundestagswahl am 5. September 2017 noch einmal betont: „[...] Der Durchschnitt der Menschen auf der Welt ist so gut wie in Deutschland“, betonte Volker Kauder (CDU/CSU) ( Deutscher Bundestag) (Hrsg.) 2017, S. 25276) und Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles und fügt hinzu: "Die Beschäftigung boomt. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote. Durch den Mindestlohn steigen auch Niedriglöhne wieder" .“ (ebd., S. 25281). CDU-Minister Wolfgang Schäuble prognostizierte: „Wir werden jahrzehntelang stolz darauf sein, dass unser Land besser abschneidet als andere Länder und den Schwachen hilft.“ (ebd., S. 25288). Auch wenn diese Aussagen im Wahlkampf gemacht wurden, spiegeln sie zumindest einen Teil der Realität richtig wieder. Andere Zahlen bestätigen die zitierte Aussage. Ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftsleistung eines Landes ist das sogenannte „Bruttoinlandsprodukt“ (BIP), das als Summe aller Güter und Dienstleistungen definiert wird. Deutschlands BIP wächst seit vielen Jahren und belegt in den entsprechenden Rankings den vierten Platz. Ghana liegt beim BIP gleichauf mit Bremen, dem kleinsten Bundesland – die Bevölkerung ist fast 50-mal so groß wie Bremen (siehe oben Statista 2018a; oben Statista 2018b). Die Politik lässt sich gerne vom BIP-Wachstum leiten. Diese Zahl ist einfach zu berechnen, und es gibt keine subjektive Verzerrung. Zumindest in Deutschland in den letzten Jahren kann sie "beweisen", dass es den Menschen immer besser geht. Sie sind eigentlich sehr zufrieden und sollten diesbezüglich auch auf Platz vier liegen . Bei näherer Betrachtung gibt es jedoch erhebliche Einschränkungen. Materieller Wohlstand ist offensichtlich nicht die einzige zu erfüllende Bedingung und in der Regel nicht die wichtigste (vgl. Witte 2011, S. 6). Seit mehreren Jahren forscht man am sogenannten „Atlas des Glücks“, um zu verstehen, wie zufrieden die Deutschen mit ihren Lebensbedingungen sind. Deutschland belegt in Europa den neunten Platz, und innerhalb des Landes gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen (siehe Deutsche Post (Hrsg.) 2017, oben). Eine Studie von Allensbach bestätigte, dass die meisten Menschen mit ihrer materiellen Verfassung zufrieden sind. 3 Ressourcenorientierung in der Beratung Im vorigen Kapitel lag der Fokus auf den Defiziten der Deutschen. In diesem Kapitel geht es darum, Wege zu finden, damit umzugehen. 3.1 Ressourcenorientierter Ansatz Um die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die der rasante Wandel der modernen Gesellschaft mit sich bringt, erfolgreich bewältigen zu können, braucht der Mensch Ressourcen. Ressourcen sind „[...] positive persönliche, soziale und materielle Bedingungen, Gegenstände, Mittel, Eigenschaften oder Eigenschaften, die Menschen zur Bewältigung des täglichen Lebens oder spezifischer Lebensbedürfnisse und psychosozialer Entwicklungsaufgaben, zur Befriedigung psychischer und physischer Bedürfnisse und ihrer eigenen Wunsch, Lebensziele zu erreichen und zu verfolgen und letztendlich Gesundheit und Glück zu erhalten oder wiederherzustellen.“ (Schubert; Knecht 2012, S. 16). Ressourcen sind daher die "Kraftquelle", die einem Menschen zur Bewältigung der täglichen Aufgaben seines Lebens zur Verfügung steht, und er entwickelt und nutzt diese Ressourcen aus der Interaktion seiner selbst und seines sozialen und persönlichen Potenzials (vgl. Möbius 2010, S. 100 .). ). 14; Nestmann 2007, S. 727). Es gibt verschiedene Arten von Ressourcen: zum einen die bereits erwähnten materiellen Ressourcen. Dies sind Naturstoffe oder von Menschenhand geschaffene Gegenstände, Gebrauchs- und Tauschmittel (vgl. Dettmann 2017, S. 82). Auf der anderen Seite gibt es immaterielle Ressourcen. Einerseits besteht diese Situation in der menschlichen Umwelt, wie der Sozialpsychologie, dem sozialen Status und der Rechtshilfe durch Institutionen. Familien- und Freundeskreise sind auch eine der Ressourcen in der Umgebung. Andererseits liegen Ressourcen in der Person selbst, darunter physische Ressourcen wie Gesundheit und Immunsystem sowie psychische Ressourcen wie kognitive Ressourcen (Intelligenz, Fähigkeiten, Bewältigungsstile, Bildung) und emotionale Ressourcen (emotionale Stabilität, Optimismus). und Emotionalität). Intelligenz, Fähigkeit, Emotionen und Glück zu regulieren und zu verarbeiten) (vgl. Dettmann 2017, 83f.). Im Gegenteil, Ressourcenknappheit führt zu eingeschränkter Mobilität. Fehlen Ressourcen, gehen Ressourcen verloren oder ist zu befürchten, werden die Menschen auch anfälliger für physische und psychische Probleme und Hindernisse. Nach der Theorie des Ressourcenschutzes kann der Verlust von Ressourcen so gravierend sein, dass er das Überleben der betroffenen Bevölkerung gefährden kann. Zudem zeigt die Erfahrung, dass Orte mit weniger Ressourcen schneller verschwinden und Orte mit mehr Ressourcen leichter zuzunehmen sind. Read Less