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Rückverlagerung ausländischer Produktion ins Inland

Konzeptioneller Hintergrund und Praxisbeispiel

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Management

Year

2020

Abstract

Hausarbeit: Grundkenntnisse der Standortverlagerung 2.1 Formen und Merkmale der Standortverlagerung Definition der Standortverlagerung Nach Schulte (2002) sind Standortverlagerungen die drei Standortwahlentscheidungen eines Unternehmens, bestehend aus zwei aufeinanderfolgenden Standortwechseln. Zunächst beschloss das Unternehmen, die Produktion aus seinem Ursprungsland ins Ausland zu verlagern und nun auch im Ausland zu produzieren. Aufgrund der negativen Auswirkungen bestimmter Faktoren revidierte das Unternehmen seine Auslandsentscheidung und verlegte einen Teil oder das gesamte Unternehmen an den Standort zurück. Daher kann der Umzug nur in Zusammenhang mit dem vorherigen Umzug ins Ausland stehen. Daher ist ein Umzug ein Prozess, der sich über einen langen Zeitraum erstreckt. In der englischen Literatur wird Relocation oft als "Reho-Ring" oder "Backshoring" bezeichnet. Hierzu gibt es in der wissenschaftlichen Literatur mehrere Definitionen; beispielsweise bezeichnen Kinkel & Maloca (2009) 4Backshoring als Rezentralisierung der (Teile-)Produktion von den eigenen Auslandsstandorten in die inländischen Produktionsstätten des Unternehmens. Arlbjørn und Mikkelsen (2014) 5 beschreiben die Rückkehr an Land als eine Verlagerung, die das Gegenteil der Auslagerung der Produktion ist, aber dies bedeutet nicht, dass die Verlagerung zu einer Rückkehr in das Ursprungsland führt. Ellram (2013) 6 beschreibt Reflow lediglich als „Verlagerung der ausgelagerten Produktion zurück in das Land, in dem sich die Muttergesellschaft befindet“. Kinkel (2014) 7 unterscheidet auch kurzfristige und langfristige Umzüge. Obwohl er kurzfristige Umzüge mit einer Fehleinschätzung von Kostenvorteilen verbindet, ist eine langfristige Umsiedlung für ihn ein Zeichen für langfristige Veränderungen der Standortvorteile. Gray (2013) 8 definiert Reflow als die Verlagerung der eigenen Produktion und den Übergang von ausländischen Zulieferern zu inländischen Zulieferern und teilt den Reflow in vier verschiedene „Return-Modi“ ein, unter die er verschiedene Verlagerungsaktivitäten und Klassifikationen kategorisiert. Es gibt viele andere Definitionen und Aufschlüsselungen in der Literatur, aber eine vollständige Liste würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Die bereits aufgeführte Definition ist eine gute Grundlage, denn die relevante Definition dieser Arbeit ist eine Kombination, die von A. Schulte (2002), S. Kinkel & S. Maloca (2009) und Ellram (2013) beschrieben wird. Dies liegt daran, dass diese Unternehmen erwägen, einen Teil oder alle ihrer ursprünglich ausgelagerten Produkte unabhängig von der Dauer wieder in das Heimatland der Muttergesellschaft zu verlagern. 2.2 Einordnung nach eklektischer Theorie Es gibt viele Theorien für die internationale Expansion von Unternehmen, aber eine spezifische Verlagerungstheorie gibt es derzeit noch nicht. Sie lassen sich daher durch bekannte Theorien zur Gründung und Entwicklung multinationaler Konzerne wie die Internalisierungstheorie oder die Transaktionstheorie erklären. Eine andere verwandte Theorie ist das eklektische Paradigma der internationalen Produktion, das 1976 von John H. Dunning vorgeschlagen wurde. Der Zweck des sogenannten OLI-Paradigmas besteht darin, „einen Gesamtrahmen vorzuschlagen, durch den die Bedeutung von Faktoren, die den Beginn der Auslandsproduktion und das Wachstum eines Unternehmens beeinflussen, identifiziert und bewertet werden kann.“ 10 Die eklektische Theorie von Dunnings eignet sich besonders für klassifizierung von standortverlagerungen aufgrund des oben genannten Die anderen erwähnten Direktinvestitionstheorien sind alle in sein Konzept integriert, so dass die internationalen Produkte als Ganzes zusammengefasst werden können. Die Theorie des OLI-Frameworks besteht aus drei Säulen: 1. Eigentumsvorteil (O) Eigentumsvorteil ist beispielsweise Marke, Patent oder Wissen, das einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber lokalen Konkurrenten verschafft. Standortvorteil (L) Standortvorteil bedeutet, dass das Unternehmen im Ausland einen größeren Wettbewerbsvorteil hat als im Inland. Internalisierter Vorteil = Internalisierter Vorteil bedeutet, dass ein Unternehmen seinen eigenen Wettbewerbsvorteil nutzt, um seine Position im Ausland zu nutzen, anstatt zu exportieren. Wenn ein Unternehmen diese drei Vorteile aufzählt, dann handelt es sich um eine Kompromisstheorie, die sich darauf vorbereitet, Direktinvestitionen im Zielland zu tätigen. Eine falsche Einschätzung des Wettbewerbsvorteils durch das Unternehmen führt zu Problemen für das Unternehmen. 11 Laut Dunning sind Desinvestition und Verlagerung Teil von „dynamischen Neubewertungs-, Verlagerungs- und Restrukturierungsaktivitäten, möglicherweise aufgrund des Fehlens eines der 3 OLI-bestimmenden Faktoren“. der Auslagerungsentscheidungen auf einer falschen Einschätzung der Migrationsentscheidung beruht. Die Studie „Umzug und Industrie 4.0“ (2017) nennt drei Beispiele. Read Less