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Risikomanagement in Banken

Neue Herausforderungen im Management von Zinsänderungsrisiken

Written by S. Holzmüller

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Banking & Insurance

Year

2013

Abstract

Masterarbeit 2.4 Risikomanagementprozess „Risikomanagement ist die Messung und Steuerung aller betriebswirtschaftlichen Risiken des gesamten Unternehmens.“ 13 Risikomanagement wird als Prozess verstanden, es ist kein einmaliger oder statischer Prozess, sondern als Prozess. Dynamischer Prozess. 14 Dieser Prozess umfasst: • Risikoidentifikation: Identifizieren Sie alle Risiken, die die Bank betreffen können. Zweck ist die Erfassung der aktuellen Risikolage. Die Identifizierung sollte jedoch als fortlaufender Prozess betrachtet werden, da Vollständigkeit und Aktualität für die weiteren Schritte sehr wichtig sind. Risikomessung (Bewertung, Quantifizierung): Es gilt nun die identifizierten Risiken zu bewerten bzw. zu quantifizieren. Berechnen Sie die Eintritts- und Verlustwahrscheinlichkeit. Die Methode zur Risikomessung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse der Risikobewertung. • Risikokontrolle: Grundlage der Risikokontrolle ist das Ergebnis der Risikoidentifikation und -quantifizierung. Anhand der Ergebnisse müssen Sie entscheiden, ob Sie Maßnahmen ergreifen müssen. „Risiken zu vermeiden, Risiken zu reduzieren, Risiken zu begrenzen, Risiken zu versichern oder selbst Risiken einzugehen, müssen Sie selbst entscheiden.“ 16 • Risikokontrolle Die Risikokontrolle basiert auf einem abgestimmten Risikoüberwachungssystem inklusive Soll-Ist-Vergleiche und Zeit- und Kreuz -Vergleiche Risikoberichte sind ja Die zentrale Aufgabe der Risikokontrolle. 2.5 Risikoarten Jedes Kreditinstitut hat ein Gesamtrisiko, das sogenannte Gesamtbankrisiko. Um dies kontrollieren zu können, wird es in Teilbereiche zerlegt. Auf Basis der aufsichtsrechtlichen Vorgaben hat die Bank der Aufteilung der Risiken zugestimmt. 18 Zunächst wird das Gesamtrisiko einer Bank in finanzielles Risiko und operationelles Risiko unterteilt. Das Finanzrisiko wird in Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko und Marktpreisrisiko unterteilt. Schließlich kann das Marktpreisrisiko in Aktienpreis-, Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken unterteilt werden. Die Aufteilung ist in Abbildung 2 dargestellt. 2.5.1 Das Grundgeschäft einer Kreditrisikobank umfasst die Vergabe von Krediten. Mit der Kreditgewährung geht das Institut jedoch auch das Risiko ein, dass der Kunde oder Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommen will. Auch die Zeitverschiebung des Dienstes spielt hier eine Rolle. Banken leisten bei der Vergabe oder Auszahlung von Krediten Vorauszahlungen. 19 Dies bedeutet, dass die Bank einen Teil ihrer Geschäfte abwickelt, bevor der Kunde die Gegenleistung (Zins- und Tilgungszahlung) bezahlt. Dies wird auch als Großhandelsrisiko bezeichnet. Das Kreditrisiko wird auch als Kontrahentenrisiko bezeichnet. Im Finanzbereich ist die Adresse ein Geschäftspartner oder Marktteilnehmer. Das Kreditrisiko kann somit in der Regel als Insolvenzrisiko des Schuldners (Adresse) definiert werden, was zu Forderungsausfällen führt. Der Begriff „Kreditrisiko“ wird auch häufig als Synonym für „Kreditrisiko“ verwendet. „Kreditfähigkeit beschreibt die Zahlungsfähigkeit eines Kunden oder Geschäftspartners“20. Hiermit möchten wir Ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur fristgerechten und vollständigen Zahlung der Zahlung zum Ausdruck bringen. Diese Klassifizierung wird in der Regel durch eine Kennzahl, das sogenannte Rating, repräsentiert. Es gibt zwei verschiedene Arten: externe Ratings und interne Ratings. Externe Ratings werden von „Rating-Agenturen“ erstellt. Dies sind gewinnorientierte Unternehmen, die vom Unternehmen beauftragt werden, ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen und in der Regel zu veröffentlichen. Die Bank erstellt selbst interne Ratings für ihre Geschäftspartner. In beiden Fällen wird versucht, die Zahlungsfähigkeit und die Möglichkeit der Zahlungsbereitschaft des Schuldners zu interpretieren, indem viele Informationen in leicht verständliche Symbole vereinfacht werden. In der Literatur wird Kreditrisiko weiter gefasst als Kreditrisiko definiert, da die Gefahr einer Kreditverschlechterung innerhalb der Kreditlaufzeit besteht, dies jedoch nicht zwingend zu einem vollständigen Ausfall führt. 21 Dies wird auch als Migrationsrisiko bezeichnet, das Risiko einer Verschlechterung des Ausfallrisikos während einer festgelegten zukünftigen Periode. 22 „Kreditverluste können mit einer gewissen statistischen Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden.“ 23 Diese erwarteten Verluste werden als „erwartete Verluste“ bezeichnet. Diese bekannten Verluste werden in die Kosten des Kreditgeschäfts eingerechnet, die sogenannten Standardrisikokosten, die den „erwarteten Verlust“ ausgleichen sollen. Übersteigt der tatsächliche Verlust den erwarteten Verlust, spricht man von einem zufälligen Verlust oder „unerwarteten Verlust“. Parameter zur Berechnung der erwarteten Verluste: • Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) Die Ausfallwahrscheinlichkeit beschreibt die geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers. „Die Ausfallwahrscheinlichkeit bezieht sich auf das Risiko, dass das Ausfallrisiko innerhalb eines bestimmten Zeitraums auftritt (Basel II verlangt die Ausfallwahrscheinlichkeit während eines Zeitraums von einem Jahr).“ 24 Die Datenbank basiert auf historischen Ausfällen. Verlust bei Ausfall (LGD) Dies ist die Verlustgrenze zum Zeitpunkt des Ausfalls, auch als erwarteter Verlust zum Zeitpunkt des Ausfalls bekannt. Der prozentuale Verlust wird nach Verwertung der Sicherheiten und eventuellen Rückzahlungen (zB Konkursquoten) angegeben. Read Less