Add Thesis

Möglichkeiten und Grenzen der Erweiterung des Angebots an Altenpflegekräften in Deutschland

Eine ökonomische Analyse

Written by N. Mikeler

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Medicine

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Demografische Grundlagen in Deutschland Kern des demografischen Wandels sind drei Einflussfaktoren: Geburtenrate, Lebenserwartung und Zuwanderung. Zuletzt liegt die Geburtenrate pro Frau in Deutschland bei 1,5, was in den letzten Jahren leicht gestiegen ist. 13 Die Einwohnerzahl ist jedoch nur auf dem Stand von 2.1.14 geblieben. Im hohen Geburtenjahr 1964 wurden weltweit fast 1,4 Millionen Mädchen und Jungen geboren. In den nächsten 50 Jahren halbierte sich diese Zahl auf 737.000 im Jahr 2015. 15 Ein Grund für den Rückgang war die Verbreitung von Verhütungsmitteln, aber auch die Emanzipation der Frau und unzureichende Kinderbetreuung. Nicht zuletzt wird Kinderlosigkeit von der Gesellschaft anerkannt und ein anspruchsvoller und selbstständiger Lebensstil kann in der Regel erreicht werden. Bei der aktuellen Geburtenrate beträgt die Selbsterhaltung jeder Elterngeneration nur noch etwas mehr als zwei Drittel. Der Grund für den Bevölkerungsrückgang ist unter anderem der Rückgang der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter. 16 Der Anteil der 15- bis 49-jährigen Frauen lag 2011 bei 18,2 Millionen, 1,5 Millionen weniger als 1997. Der Grund dafür ist, dass die Babyboomer diese Gruppe verlassen haben, für sie ist die niedrige Geburtenkohorte zwischen 1984 und 1996 gestiegen. 17 Die Koordination von Familie und Beruf verhindert, dass mehr hochqualifizierte Frauen Mütter werden. Die Folge ist ein Bevölkerungsrückgang. 18 Deutschland verzeichnet seit 1972 häufig einen Überschuss an Sterbefällen, 737.000 wurden geboren und 925.000 starben am Ende des Tages. 19 Deutschland altert, einhergehend mit einem Bevölkerungsrückgang. Der Hauptgrund ist die verlängerte Lebenserwartung. Im letzten Jahrhundert hat es 30 Jahre hinzugefügt. Dies wird durch den Altersquotienten deutlich, der das Verhältnis der Bevölkerung ab 65 Jahren zur Bevölkerung im Alter von 20 bis 65 Jahren darstellt. 20 Im Jahr 2015 lag die Quote bei 34,7 und stieg damit wieder an. 21 Der Altersquotient wird kritisiert, weil er den Anstieg der Lebenserwartung und des Gesundheitszustands im Alter nicht berücksichtigt. Als Alternative wurde ein Quotient des erwarteten Alters eingeführt, der das Verhältnis der Zahl der Personen mit einer Lebenserwartung von 15 Jahren und jünger zu allen Personen über 20 mit einer Lebenserwartung von 20 Jahren und mehr darstellt. Der Anstieg des Quotienten ist geringer als der Altersquotient. Neben Geburtenrate und Lebenserwartung wirken sich Zuwanderung und Zuwanderung auch auf die demografische Zusammensetzung aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Deutschland zu einem der beliebtesten Einwanderungsländer Europas. Die Zuwanderung in den 1950er und 1960er Jahren war geprägt von Arbeitsmigration. 2.1 Demografische Trends und ihre Auswirkungen auf die Pflegebranche Der demografische Wandel beeinflusst die Pflegebranche in zweierlei Hinsicht. Die Babyboomer der 1950er und 1960er Jahre werden in den nächsten 15 Jahren den Arbeitsmarkt verlassen, während die in den 1990er Jahren Geborenen aufsteigen werden. Gleichzeitig steigt, wie Abbildung 2 zeigt, die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland; das Bundesinstitut für Bevölkerungswachstum schätzt die Zahl der Pflegebedürftigen im Jahr 2030 auf etwa 3,5 Millionen; gegenüber 2013 , diese wird um 33 % zunehmen. Der starke Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen ist vor allem auf ältere Menschen ab 80 Jahren zurückzuführen. 32 Mehr als ein Viertel der Menschen in dieser Altersgruppe verlassen sich auf 2012.33 Pflegeassistenz Es wird erwartet, dass Einrichtungen, die spezialisierte Pflege anbieten, ihren zukünftigen Arbeitskräftebedarf nicht allein durch die Rekrutierung junger Menschen decken können. Daher altert die Erwerbsbevölkerung. Jedes Drittel der Beschäftigten in der Altenpflegebranche ist über 50 Jahre alt. 342.1.1 AGE-Management-Modell Basierend auf dem Konzept der Workability von vor 20 Jahren wird das Management der zunehmend alternden Belegschaft zu einer zentralen Herausforderung für die Pflegebranche. Das in Finnland entwickelte Gesundheitserhaltungsmanagement (AGE-Management) wird im Folgenden kurz vorgestellt. Sechs Handlungsfelder bilden den Kern der AGE-Führung, deren Ausgestaltung hilft, Risiken zu reduzieren und Chancen für Veränderungen in der demografischen Struktur des Unternehmens besser zu nutzen. Daher sollte das Prinzip der Vielfalt fest im Unternehmensleitbild verankert sein. • Führung: Das Führungsverhalten bestimmt maßgeblich den Schutz und die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Arbeitgeber. Um das Ziel der gemeinsamen Gestaltung der Arbeit und des Lebens der Arbeitnehmer zu erreichen, sollte eine realistische und faire Einschätzung der Fähigkeiten älterer Arbeitnehmer erfolgen. 35 • Personalmanagement: Gerade in der Altenpflegebranche ist es wichtig, auf einen möglichst ausgewogenen Altersmix im Unternehmen zu achten. Wichtig ist auch, gute Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten und möglichst frühzeitig Nachfolger zu fragen. • Arbeitsorganisation: Bei der Gestaltung einer Arbeitsorganisation sollten die Bedürfnisse einer alternden Erwerbsbevölkerung berücksichtigt werden. Read Less