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Vermittlung von Gesundheitskompetenz als Aufgabe professioneller Pflege

Written by Friederike Günther

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Medicine

Year

2020

Abstract

Bachelorarbeit: Health Literacy: Begriffseinordnung und Relevanz 2.1 Definition von Health Literacy Der Begriff Health Literacy leitet sich vom britischen und amerikanischen Begriff Health Literacy ab. Wörtlich übersetzt bedeutet dies Gesundheitskompetenz. Als Ergebnis der Diskussionen über Alphabetisierung in den Vereinigten Staaten bedeutet dies schriftliche Sprachkenntnisse. 15 Literarische Fähigkeiten werden als Voraussetzung für das Verständnis gesundheitsbezogener Informationen und die Fähigkeit zu angemessenem Handeln im Gesundheitssystem verstanden. 16 Der Erwerb dieser Fähigkeiten ist in vielen Fällen auch gleichbedeutend mit Therapie und Therapiecompliance. 17 Mit immer mehr Diskussionen über eine einheitliche Definition von Gesundheitskompetenz erweitert sich die Fähigkeit, Alphabetisierung zu verstehen. Obwohl das Konzept ursprünglich auf einem rein funktionalen Verständnis beruhte und gezielt auf Krankheit bzw. Krankheitsbewältigung abzielte, wird dem Konzept zunehmend die Bedeutung der täglichen Fähigkeiten, die für gesundheitsbezogene Entscheidungen und Handlungen erforderlich sind, beigemessen. 19 Bis heute ist sie ein kontinuierlicher bestimmender Diskurs. 20 Ältere Methoden der Gesundheitskompetenz sind auf Krankheit bzw. Krankheitsbewältigung ausgerichtet und betrachten die Lese- und Schreibfähigkeit der Patienten seit langem als notwendige Bedingung für den Umgang mit Bedürfnissen. Behandlung und Behandlung. 21 Erstmals wurde die Gesundheitsförderung durch die Veröffentlichung des WHO-Glossar (1998) erweitert. 22 Mit der Ausrichtung auf Gesundheitsförderung und Public Health haben sich die Perspektiven verändert. Während Gesundheitskompetenz zunächst als individueller Ansatz betrachtet wurde, entwickelt sich nun ein bevölkerungsbezogener Ansatz. Die ursprünglich medizinisch-klinische und zugleich defizitorientierte Perspektive wird durch eine ressourcenorientierte Perspektive abgelöst. Partizipation und Empowerment werden als Schlüsselbegriffe angesehen. 23 Das rein funktionale Verständnis von Gesundheitskompetenz verändert sich. 24 In diesem Fall wurde der Alphabetisierung eine breitere Bedeutung beigemessen, als nur Informationen zu lesen und Behandlungstermine zu vereinbaren. Nach dem Verständnis von Nutbeam, D. (1998) führen niedrige oder eingeschränkte Alphabetisierungsraten nicht nur zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen, sondern fördern auch eine schlechte persönliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Einzelnen. Der Autor beschreibt Gesundheitskompetenz als Voraussetzung für den Erhalt der Gesundheit. 25 Kickbusch, I. / Maag, D. (2008) 2.2 Gesundheitskompetenz im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung Die Begriffe „Prävention“ und „Gesundheitsförderung“ werden in der Literatur oft zusammen genannt, jedoch unterschiedlich verwendet. 37 Vielmehr können Präventionsstrategien und das Konzept der Gesundheitsförderung als ergänzende Interventionen eingesetzt werden, um gesundheitsbezogene Schutzfaktoren zu stärken und Risikofaktoren abzuschirmen oder zu mindern. 38 Der Begriff „Krankheitsprävention“ wird oft mit „Prävention“ abgekürzt 39, was auf das lateinische Wort „praevenire“ (erwartet) zurückgeht. 40 Prävention umfasst in diesem Sinne „alle gezielten Maßnahmen, deren Zweck es ist, Gesundheitsschäden oder Krankheiten verhindern, deren Auftreten reduzieren oder verzögern." Es ist ein weiteres 9. Jahrhundert. Hier geht es darum, die Ausbreitung von Infektionen und den Ausbruch von Krankheiten durch sanitäre Maßnahmen zu verhindern. 42 Das Präventionsverständnis weist seit den 1950er Jahren zunehmend auf Maßnahmen zur Prävention nichtübertragbarer, vor allem chronischer Krankheiten hin. Ärzte verstehen Krankheitsprävention. 44 Nach biomedizinischen Modellen gelten Krankheiten in lebenden Organismen als pathogene Faktoren. Um ihnen entgegenzuwirken, sind gezielte präventive Interventionen und Kenntnisse über die Ätiologie der Entstehung und Veränderung bestimmter Erkrankungen erforderlich. 45, 46 Da jedoch nicht alle Einflussfaktoren bzw. die Art ihrer kausalen Wechselwirkungen bekannt sind, sind präventive Maßnahmen oft unbekannt. Für spezifische Interventionen, aber in der Regel basierend auf dem Einfluss von Bedingungen oder Risikofaktoren. Gerade in komplexen Situationen mit multiplen Faktoren, wie zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen, stützen sich präventive Maßnahmen meist auf das gesamte Krankheitsspektrum. 47 Daher besteht der Hauptzweck präventiver Interventionen darin, Krankheiten zu vermeiden und das Risiko möglicher negativer Auswirkungen auf die Gesundheit zu verringern.48 Präventive Maßnahmen umfassen Verhaltens- und Beziehungsmethoden. 49 Unabhängig von der Interventionsebene lassen sich präventive Maßnahmen zeitlich in Primärprävention, Sekundärprävention und Tertiärprävention unterteilen. 50 Um die bereitgestellten Gesundheitsinformationen zu verstehen oder entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, ist eine ausreichende Gesundheitskompetenz erforderlich. Read Less