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Gibt es eine Zukunft für die Grotesk?

Beantwortung der Frage anhand wissenschaftlicher Standpunkte

Written by Moritz Esch

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

History

Year

2019

Abstract

Bachelorarbeit: Renaissance und Barock möchte meine Forschungsfrage „Hat das Verrückte eine Zukunft?“ beantworten Teil einige zeitgenössische Arbeiten. Der vierte Teil schließt mit einem allgemeinen Ausblick auf Schriftarten, insbesondere Sans-Serif-Schriften, und ein weiteres mögliches alternatives Kommunikationsmedium. Im 15. Jahrhundert kam es in Europa zu grundlegenden Veränderungen. Durch bahnbrechende Innovationen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Religion und Kunst haben große unumkehrbare Veränderungen in der Gesellschaft stattgefunden. Die Reformation gab hierfür einen wichtigen Impuls. In dieser Zeit wird dem Einzelnen immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt.Die sogenannte Gutenberg-Ära begann mit der beispiellosen Entwicklung der Druckmaschinen. Der Goldschmied Johannes Gutenberg (Johannes Gutenberg) erfand 1450 den ersten beweglichen Metalltypus, der die Reproduzierbarkeit seiner Druckmaschinenbücher und anderer Informationsmedien (wie Flugblätter) grundlegend verändern wird. Dies ist ein Novum, denn vorher gaben die Menschen Informationen meist nur durch Mundpropaganda weiter und in den meisten Fällen konnten nur Mönche lesen und schreiben. Handgeschriebene Kopien von Büchern und Schriften sind nur in der Klosterbibliothek zu finden, sie sind also ein kostbares und seltenes Gut. Wegen der Reproduzierbarkeit schriftlicher Produkte sind zum ersten Mal in der Geschichte Massenmedien aufgetaucht – und die Nutzung von Massenmedien wiederum erfordert eine bessere Aufklärung der Bevölkerung. Aber auch die Typografie wird von entscheidenden Neuentwicklungen beeinflusst. Schriften (insbesondere Fraktur-Schriften) wurden speziell für den Buchdruck entwickelt und produziert – einige der heute bekannten Schriften sind davon abgeleitet. 4 McNeil, Paul: "Die visuelle Geschichte der Schriften" | London: Lawrence King Publishing Ltd. (2017) | S. 114 Weitere revolutionäre Neuerungen ereigneten sich im Barock im 17. Jahrhundert. Durch die Entdeckung und Besiedlung verschiedener Kontinente und Erfindungen in der Wissenschaft (wie Teleskope) und anderen Bereichen ist in Europa ein großer Optimismus entstanden. Gleichzeitig begann das Zeitalter der Aufklärung und verschiedene neue Themen rückten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Menschen, die sich der Autorität widersetzen (z.B. aus Kirche und Land) 2.1.2 Industrialisierung und Modernisierung Ende des 18. Jahrhunderts beschleunigten sich die Globalisierung und Industrialisierung der westlichen Länder. Erstmals in der Menschheitsgeschichte können Rohstoffe und Rohstoffe in großem Maßstab effizient produziert werden. Diese Möglichkeit der Massenproduktion kann nur durch technologischen Fortschritt und Errungenschaften im Herstellungsprozess ermöglicht werden. Der daraus resultierende Wohlstand neuer Unternehmen und Fabriken erfordert immer mehr Arbeitskräfte. Im Gegenzug hat der Zustrom von Arbeitskräften die Metropolregion exponentiell erhöht – und auch die Zahl der Verbraucher hat zugenommen. Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen hat sich verschärft. Damit Unternehmen ihre Produkte erfolgreich zum Verbraucher bringen können, müssen neue Ideen und Strategien entwickelt werden, um sich vom Wettbewerb abzuheben. So entstehen neue Werbemaßnahmen und visuelle Kommunikationsmaßnahmen. Auf Plakaten und Litfaßsäulen spielen edle Dekorationen und kontrastreiche Displayschriften eine aufmerksamkeitsstarke Rolle. Der kurze Werbeslogan soll die Aufmerksamkeit des Publikums direkt wecken und so seine Aufmerksamkeit erregen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann langsam und stetig die steile Entwicklung der Sans-Serif-Schriften. Zu dieser Zeit waren deutsche Typografen die ersten Pioniere bei der Gestaltung dieser heute sehr verbreiteten Schriftart. Die erste serifenlose Schrift ebnete den Weg für die moderne Typografie. Durch den technologischen Fortschritt der Druckmaschinen können heute fast alle Druckwerke gedruckt werden. Die dafür verwendeten Schriftarten verlassen zunehmend den Stil handgeschriebener Briefe oder kalligraphischer Werke. Tatsächlich gewann der Bauhaus-Stil nach dem Ersten Weltkrieg nicht nur in Architektur und Kunst/Design, sondern auch in der Schrift immer mehr an Bedeutung. Es zeichnet sich unter anderem durch ein nüchternes Erscheinungsbild, reduzierte Form und klare Struktur aus. Die weithin bekannten und beliebten Schriftarten Universal, Transito und Futura haben ihren Ursprung in dieser Ära – die Ära der geometrisch konstruierten Groteskenschrift scheint angekommen zu sein. Leider verhinderte der Zweite Weltkrieg die Weiterentwicklung moderner Schriften im Bereich der Sans-Serif-Schriften. Nur faire Schweizer Designer haben die Möglichkeit, weiterzudenken und den Geist und Stil des Bauhauses uneingeschränkt weiterzuentwickeln. Nach der wirtschaftlichen und industriellen Erholung in Europa nach dem Krieg brauchte der neu entstandene Weltmarkt moderne Medien. Read Less