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Entwicklung von Assistenzkonzepten an Straßenkreuzungen

Written by Jesse Ehlers

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Media Studies

Year

2014

Abstract

Bachelorarbeit: Unfallarten an Kreuzungen In Kapitel 1.1 wurde der Begriff Unfallart im Sinne statistischer Aufzeichnungen definiert. Auch die sieben Unfallarten, die unterschiedliche Konfliktauslöser unterscheiden, sind oben aufgeführt. Die Einteilung der Unfallarten ist notwendig, da es viele mögliche Konfliktsituationen gibt, die zu Verkehrsunfällen führen können. Diese Vielfalt möglicher Konfliktsituationen ist in der Versicherungswirtschaft (GDV) im sogenannten Unfallartenkatalog (UNKA) des Deutschen Gesamtverbandes festgehalten. UNKA hat 230 spezifische Unfallarten unter den sieben Unfallartenkategorien des Statistischen Bundesamtes abgebildet, um die konfliktträchtige Komplexität abzugrenzen und zu unterscheiden. Die erste Ziffer der dreistelligen Nummer gibt die Kategorie der Unfallarten von "1" bis "7" des Statistischen Bundesamtes an. Jeder konkrete Unfalltyp wird auch symbolisch dargestellt, um die jeweilige Konfliktsituation zu veranschaulichen. Abbildung 2 zeigt einen Auszug aus der UNKA als Beispiel für die Unfallart. Der Pfeil zeigt die Fahrtrichtung des Fahrzeugs an und das „W“ steht für die Seite, auf die gewartet werden muss. Dieses Beispiel zeigt, dass eine einzelne Unfallart wieder zeilenweise untergeordnet wird. Außerdem behandelt die letzte Spalte nur Unfallarten, die dem gezeigten Beispiel nicht zugeordnet werden können, oder Situationen, bei denen die Unfallsituation nicht eindeutig ist. Unklare Unfallarten werden immer mit „9“ in der letzten Ziffer des 3-stelligen Namens gekennzeichnet. UNKA wird hauptsächlich von Polizei und Versicherungen verwendet, um Unfälle besser zu definieren und für weitere Untersuchungen darzustellen (GDV, 2014). Im Folgenden wird auf häufig auftretende Konfliktsituationen insbesondere im Kreuzungsbereich eingegangen. Dazu werden die dreistelligen Unfallarten im Zusammenhang mit dieser Arbeit aufgelistet. Das Statistische Bundesamt teilt kreuzungsspezifische Konflikte in drei Unfallarten ein: Abbiegen, Abbiegen/Kreuzen und Überqueren. Wenn eine abbiegende Person mit einem sich in gleicher oder entgegengesetzter Richtung bewegenden Verkehrsteilnehmer kollidiert, handelt es sich um einen Abbiegeunfall. Dies gilt für Kreuzungen, Kreuzungen und Straßen, die zu Grundstücken oder Parkplätzen führen (Destatis, 2013, S. 16), wo nur Kreuzungen relevant sind. Bei dieser Unfallart handelt es sich nur um Konflikte zwischen Fahrzeugen und Fußgängern, die die Fahrspur überqueren. Fußgänger müssen nicht getroffen werden. Geht ein Fußgänger längs in Fahrtrichtung oder hat das Fahrzeug gewendet, kommt es zu keinen Kreuzungsunfällen (Destatis, 2013, S. 16). Solche Unfälle haben nicht nur mit dem Kreuzungsbereich zu tun, sondern auch mit dem Konflikt auf der Strecke. Da hier nur die kreuzungsbezogenen Unfallarten von Bedeutung sind, zeigt Abbildung 11 die Unfallarten mit den UNKA-Nummern 431 und 451 aus dem Kreuzungsbereich. Daran schließt sich die ursprüngliche Definition des Statistischen Bundesamtes an: „Ein Unfall entsteht durch eine Kollision zwischen einem Fahrzeug und einem Fußgänger auf der Straße, sofern der Fußgänger nicht in Längsrichtung geht und das Fahrzeug nicht abbiegt gilt, wenn der Fußgänger nicht getroffen wird. [...].“ (Aus: Destatis, 2013, S. 16) UNKA unterscheidet die Unfallarten im Zusammenhang mit Kreuzungen in den Konflikten vor und nach der Kreuzung. Es unterscheidet auch zwischen Fußgängern von rechts oder links und Konflikten mit und ohne Sehbehinderung. Die Unfallarten 431 und 451 in Abbildung 11 haben einen Konflikt vor einer Kreuzung ohne Sehbehinderung gezeigt. Abbildung 12 unten zeigt ein Beispiel für einen Konflikt nach einer Kreuzung. Die gekreuzten Pfeile stellen angehaltene oder geparkte Fahrzeuge dar und die schattierten Quadrate stellen Bäume, Zäune und andere Fahrzeuge dar. Fahrer können Fußgänger aufgrund einer Sehbehinderung nicht erkennen oder Fußgänger können sich nähernde Fahrzeuge aufgrund einer Sehbehinderung nicht sehen Tabelle 2 zeigt den Braunschweiger Rekord Die Häufigkeit bestimmter Unfallarten in 220 Unfallarten, von denen 401, 411 und 421 Unfallarten aufgrund ihrer geringen Inzidenz vernachlässigbar sind. Neben diesen und anderen oben aufgeführten Konflikten gibt es weitere Unfallarten, die nicht weiter diskutiert werden sollen, weil sie erstens selten vorkommen und zweitens das Ziel dieser Arbeit sprengen. Zusammenfassend ergeben sich häufig folgende Konflikte in den Überschneidungsbereichen, auf die sich diese Bachelorarbeit in nachfolgenden Lehrveranstaltungen konzentriert. Nur die in diesem Unterkapitel vorgestellten Unfallarten weisen auf die komplexen Situationen hin, die im Kreuzungsbereich herrschen können. Die Frage ist nun, was die genauen Ursachen und Auslöser dieser Konflikte sind. Dieses Thema wird in den folgenden Unterabschnitten behandelt. Read Less