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Multi-Channel-Retailing als Chance für die Ortskerne in kleinen und mittleren Städten

Written by T. Busch

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Architecture & Real Estate

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Die Abhängigkeit von Klein- und Mittelstädten vom Einzelhandel 2.1 Betrachtete Klein- und Mittelstädte 2.1.1 Einordnung und Zuordnung von Klein- und Mittelstädten Gemäß dem Stadtentwicklungsbericht der Bundesregierung lassen sich in der Stadtforschung drei Stadttypen unterscheiden (siehe BBSR2009, Seite 18) : • Großstädte (Regionalzentren mit mehr als 100.000 Einwohnern) • Mittelstädte (obere bis mittlere Zentrumsbewohner zwischen 20.000 und 100.000) • Kleinstädte (mittlere Zentren oder Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern) Wenn es sich bei dieser Arbeit hauptsächlich um kleine und mittlere Städte handelt, dann sind ihre kurzen Merkmale wie folgt. Der Begriff Mittelstadt ist nicht weit verbreitet und wurde in der bisherigen Stadtforschung weitgehend ignoriert (vgl. Baumgart 2011, S. 7). Angesichts der oben genannten Bevölkerungszahl in der Bachelorarbeit gibt es in Deutschland etwa 609 Städte, die als mittelgroße Städte bezeichnet werden können. Eine weitere Unterscheidung kann zwischen Groß- und Mittelstädten (50.000 bis 100.000 Einwohner) und Klein- und Mittelstädten (20.000 bis 50.000 Einwohner) (vgl. Gatzweiler et al., 2012, S. 18) und der wohnungswirtschaftlichen Wirtschaft und treibende Entwicklung und Arbeitsmärkte (vgl. Baumgart 2011, S. 18), 9 Seiten). „Kleinstädte können besondere Orte sein, Städte mit eigener Identität (siehe obere Bachelorarbeit), die ein lebendiges soziales Leben ermöglichen“ (Knox & Mayer 2009, S. 11), wobei Kleinstädte und Mittelstädte als typische Siedlungssysteme gelten Deutschland und Bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung werden sie im Zuge der Globalisierung zunehmend von einer Vielzahl von Großstädten zerstört (vgl. ebd.; Baumgart 2011, S. 9). Wie „Mittelstädte“ kann der Begriff „Kleinstädte“ weiter unterschieden werden: Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern werden als größere Städte bezeichnet, während Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern gekennzeichnet sind. Insgesamt gehören etwa 2.448 deutsche Städte zum Konzept der Kleinstädte (vgl. Gatzweiler et al., 2012, S. 18). Abbildung 1 zeigt, dass es insgesamt 3.057 einzelne Städte- oder Computergemeinschaften gibt. (ebd.) Betrachtet man den Anteil der Klein- und Mittelstädte an der Gesamtfläche Deutschlands, so zeigt sich, dass Klein- und Mittelstädte (Groß- und Mittelstädte + Klein- und Mittelstädte) und Kleinstädte + Großstädte + Klein Städte) machen 60,2 % der Gesamtfläche aus, während Großstädte mit 3,7 % der Gesamtfläche einen deutlich geringeren Anteil ausmachen. Abbildung 2 zeigt diesen Zusammenhang, der die überregionale Bedeutung kleiner und mittlerer Städte widerspiegelt. Vor allem im ländlichen Raum sind die Menschen im Umland auf die Infrastrukturversorgung dieser Städte angewiesen (vgl. BBSR2009, Seite 18). „Im Zeitalter zunehmender Globalisierung und sich beschleunigender Veränderungen der Wirtschaftsstruktur durch Innovationen gilt der ‚Stadtraum‘ als Motor für die gesamträumliche Entwicklung des gesamten Landes“ (BBSR2009S.18), aber viele kleine und mittlere Großstädte werden im Folgenden näher besprochen Aktuelle Herausforderungen (vgl. Baum-gart 2011, Seite 12). 2.1.2 Die zentrale Herausforderung der Klein- und Mittelstädte Obwohl viele kleine und mittelgroße Innenstädte (überwiegend in Randlagen) als überörtliche Anbieter fungieren und damit die Raumstruktur prägen, hält die Leerstandsquote an in vielen Ballungszentren zunehmen, umso deutlicher (vgl. Gatz-Weiler 2012, S. 18; Baumgart 2011, S. 9). Vor allem aufgrund des allgemeinen Trends (vgl. ARL2014, S. 4) geraten unterschiedliche Nutzungen in der Innenstadt kleinerer Städte zunehmend unter Druck. Um Schwächen auszugleichen, müssen diese Trends klar definiert werden. Bevölkerungsentwicklung Bis Ende der 1960er Jahre zeigte die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland, dass sich im Zuge der gezielten Urbanisierung, des sozioökonomischen und sozialen Ausgleichs, aber seit 1970 die Geschichte der Stadtentwicklung verändert hat. Als Folge der demografischen Entwicklung werden Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsrückgang immer deutlicher (vgl. Statistisches Bundesamt 2015, S. 15; Gatzweiler 2012, S. 80; Baumgart 2011, S. 10). Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bezeichnet diesen Prozess als „schrumpfende Stadt“ (vgl. Gatzweiler 2012, S. 80). Dieser Schrumpfungsprozess ist für viele kleine und mittelgroße Städte eine zentrale Herausforderung und steht im Zusammenhang mit einem größeren fiskalischen Spielraum. Die finanziellen Haushaltsschwierigkeiten fast aller deutschen Städte und Gemeinden sind vor allem auf den demografischen Wandel unabhängig von ihrer Größe zurückzuführen. Grund ist die Abhängigkeit der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben vom Alter der Bevölkerung (vgl. Gatzweiler 2012, S. 89). Die Forschung des Instituts zu den „Arbeitsmarkteffekten und finanzpolitischen Konsequenzen der Bevölkerungsalterung“ zu zukünftigen Arbeiten zeigt, dass die Ausgaben der älteren Bevölkerung nicht einkommensbedingt sind (z. B. Steuern). Read Less