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Advance Care Planning als Instrument der Versorgungssteuerung bei kognitiv eingeschränkten Patienten

Written by B. Bräckerbohm

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Medicine

Year

2019

Abstract

Bachelorarbeit: Hintergrund der autonomen Betreuung von Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung 3.1 Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung Kognitive Beeinträchtigungen können unterschiedliche Ursachen haben. Diese Arbeit beschränkt sich jedoch auf kognitive Beeinträchtigungen bei älteren und Demenzpatienten. Altern ist ein Teil des Lebens eines jeden. Eine Person wird jedoch nicht nur körperlich älter, sondern auch ihr psychischer Zustand wird beeinträchtigt. Auf diese Weise wird sich auch die kognitive Funktion älterer Menschen verändern und abnehmen. Diese müssen meist nicht nur einzeln betrachtet, sondern auch aufwendig mit anderen altersbedingten Verlusten kombiniert werden. Neben Gedächtnis und Gedächtnislücke sind auch Aufmerksamkeit, Kreativität und abstraktes Denken, Problemlösungskompetenz und kognitive Flexibilität beteiligt. Veränderungen in diesen Bereichen sind altersabhängig, treten aber nicht unbedingt auf, so dass ältere Menschen anpassungsfähig bleiben und die Kognition unverändert bleibt, wenn sie ins hohe Alter eintreten. Dies kann jedoch auch pathologisch sein. Auch für diesen Fall gibt es verschiedene Gründe. Eine häufige Ursache ist Demenz, die laut Bundesgesundheitsministerium ihre Wurzeln im Lateinischen hat. Die wörtliche Übersetzung bedeutet „weg vom Geist“ 6. Diese Übersetzung lässt einiges an Erklärungsspielraum, beschreibt aber im Grunde den eigentlichen Inhalt in einem Wort. Nach der Definition der ICD-10 besteht Demenz, im Vergleich zur physiologischen Degeneration lassen sich pathologische Hirnstörungen der kognitiven Leistungsfähigkeit nachweisen, die zu Hindernissen im täglichen Leben führen. Es wird gesagt, dass die Hauptsymptome Vergesslichkeit und Gedächtnisverlust sind. Symptome und Ursachen sind jedoch individuell und multifaktoriell. 7 Infolgedessen kann es auch zu einer abgeschwächten Kontrolle über emotionale Zustände oder zu Veränderungen im Sozialverhalten kommen. Nach ICD-10 muss das Vorliegen einer Demenz der betroffenen Person während der Sperrfrist bewusst sein, ihre Sinneswahrnehmung muss sich an ihrem persönlichen Bereich orientieren und eine Depression muss ausgeschlossen werden. Zudem müssen die Symptome in einem fortschreitenden Verlauf seit sechs Monaten vorhanden sein, jedoch ist die Leistungsfähigkeit jedes Betroffenen unterschiedlich. 9 Anhand des Curriculums kann der Schweregrad der kognitiven Beeinträchtigung bestimmt werden. Je nach Ursache der Demenz gibt es in der Fachliteratur unterschiedliche Stufen von drei bis sieben Graden. In den einfachsten und professionellsten Lehrbüchern werden drei Abschlüsse unterschieden. Der erste Grad wird als leichte Demenz bezeichnet. 3.2 Patientenautonomie 3.2.1 Definition Der Begriff Autonomie setzt sich aus den altgriechischen Bausteinen autós (Selbst) und nómos (Gesetz) zusammen, kann also als Autonomie oder als Gesetz für sich selbst verstanden werden. 12 Daraus lässt sich ableiten, dass Patientenautonomie das Gesetz meint, das der Patient sich selbst gibt, also sich selbst und seinen Körper bestimmt. Das Grundgesetz bildet die Grundlage der Patientenautonomie. Dabei sehen die ersten beiden Bestimmungen den Schutz der Menschenwürde und das Recht auf freie Selbstbestimmung vor (Art. 1 Abs. 1 GG und Art. 2 Abs. 1 GG). Anwendbar für alle in Deutschland lebenden Menschen und alle Menschen, die andere Gesetze übertreffen, ist dies die Grundlage allen Handelns. Aus den Grundrechten lässt sich ableiten, dass jeder das Recht hat, selbst, seinen Lebensweg und seinen Ruhestand zu bestimmen. 13 Das Selbstbestimmungsrecht einer Person ist uneingeschränkt, sogar höher als das Leben. Daher können die Menschen auch ihre eigene Zeit und den Prozess von Leben und Sterben bestimmen. Wenn Patienten sich daher einer Behandlung offen widersetzen, ist dies für Ärzte und Pflegepersonal bindend. Dabei entschließt sich der Patient selbst, sich von der Verantwortung für sein Leben zu lösen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Obwohl das Grundgesetz 1949 in Kraft trat, blieb die Gesellschaft bis Ende der 1970er Jahre sehr paternalistisch. Ärzte haben gerade in medizinethischer Hinsicht einen paternalistischen Stil und behandeln Patienten oft ohne Einwilligung.Die Patientenautonomie ist zum Kernbegriff der Medizinethik geworden. Sie stellt sich nicht mehr gegen medizinische Maßnahmen und ärztliche Betreuungstätigkeiten, sondern steht über allem anderen. 17 Laut Dr. Dr. Phil. Alfred Simondem, der Leiter der Gesellschaft für Medizinethik, glaubt, dass die Kontrolle der Autonomie in der Medizinethik zwei Bedeutungen haben kann. Er hält dies für ein deskriptives und normatives Konzept. Ersteres bezieht sich auf die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, was bedeutet, dass Männer ihre eigenen Entscheidungen treffen und sich nach ihren eigenen Werten und Vorlieben anpassen können. Die zweite Bedeutung von Autonomie besteht darin, sie aus normativer Sicht zu betrachten. Für Simon beginnt Patientenautonomie, wenn eine Person als fähig angesehen wird, autonom zu handeln oder zu urteilen. Beide Ansichten sind laut Simon zu respektieren, auch wenn die Selbstbestimmung eingeschränkt ist. Read Less