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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank im Spannungsfeld von Inflation und Wachstum

Written by Anonymous

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Political Studies

Year

2008

Abstract

Bachelorarbeit: Geschichte der Europäischen Zentralbank Im Folgenden wird die historische Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere der Europäischen Zentralbank, vorgestellt und erläutert. Der erste Teil zeigt den Beginn der europäischen Zusammenarbeit und der wirtschaftlichen Integration. Anschließend werden die Entwicklungen, die zur Gründung der Europäischen Zentralbank geführt haben, genauer untersucht. Der dritte Teil befasst sich mit der Zeit von der Einführung des Euro bis heute. 2.1 Von der Gründung der EGKS zum Europäischen Währungssystem Die Zusammenarbeit und Integration der europäischen Länder begann 1951 in Paris zur Gründung des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Gründungsmitgliedstaaten sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Die Römischen Verträge wurden 1957 in Rom unterzeichnet und traten 1958 in Kraft. Einerseits ist es der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und andererseits der Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft (EAG). Dadurch wird die Integration der Mitgliedsstaaten insbesondere im wirtschaftlichen Bereich vertieft und ausgebaut. So sieht der Vertrag der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beispielsweise eine „Koordinierung der Wirtschafts- und Währungspolitik"2 vor und ist „Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Marktes". Der damalige Vorsitzende wurde zum luxemburgischen Premierminister Pierre Werner ernannt. Der Plan sieht die Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion mit schrittweiser Umsetzung im Jahr 1990 vor. 4 Der Plan wurde 1971 verabschiedet, scheiterte jedoch an zwei Gründen: Einerseits brach das Weltwährungssystem des Bretton-Woods-Systems zusammen, andererseits an den wirtschaftlichen Folgen der ersten Ölkrise. 5 Das Weltwährungssystem von Bretton Woods ist ein System fester Wechselkurse, das 1944 vereinbart wurde und zu den sogenannten zentralen Währungsstandards zählt. Die Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, ihre Währungen mit dem an Gold gekoppelten US-Dollar zu fixieren. Aber Mitte der 1960er Jahre würden die Vereinigten Staaten ihre Goldrücknahmeverpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Darüber hinaus stieg das Staatsdefizit der Vereinigten Staaten aufgrund des Vietnamkriegs an, was zu hohen Inflationsraten führte6. „Vor allem aus diesem Grund kann der US-Dollar seine Rolle als Reservewährung nicht mehr spielen. Daher haben die Vereinigten Staaten am 15. August 1971 ihre Goldrücknahmeverpflichtung formell aufgehoben.“7 Dies und die Bemühungen der europäischen Länder, die gegenseitige Währung zu gewährleisten Die stabile Entscheidung führte zum Zusammenbruch des Systems. 8" Nach dem Übergang zum freien Wechselkurs wurde daraus 1972 im internationalen Wechselkurssystem die European Exchange Rate Association (ERA), die sog. 2.2 Von der Einheitlichen Europäischen Akte zur Gründung der Europäischen Zentralbank Im Zuge der Einheitlichen Europäischen Akte von 1987 wurden bis zum 31. Dezember 1992 die bestehenden Binnenmarktverträge überarbeitet. 18 Zur Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) wurde 1988 in Hannover ein Ausschuss mit einem Expertenausschuss unter Vorsitz von Jacques Delors zur Erarbeitung von Vorschlägen eingesetzt. "19 Der daraus resultierende Delore-Plan war ähnlich dem Werner-Plan konzipiert und sah die Vollendung und Errichtung der Europäischen Zentralbank in drei Etappen vor. Er war die "Basis der Bündnisvertragsverhandlungen". Staatsoberhäupter Er und der Regierungschef beschlossen am 1. Juli 1990 die erste Phase der WWU zu starten. Mit dem 1991 vereinbarten und 1992 in Lissabon unterzeichneten Vertrag von Maastricht wurde die Europäische Union (EU) gegründet trat 1993 in Kraft und ersetzte den Vertrag über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft von 1958. 21 Er „enthält im Wesentlichen die vertraglichen Vereinbarungen der Wirtschafts- und Währungsunion und schafft damit wichtige Voraussetzungen für die einheitliche Geldpolitik des Europäischen Zentralbanksystems. "22 Im Vertrag beschloss er 1999 die Vollendung der WWU. Dazu definierte er auch die erforderlichen Konvergenzstandards. 23 So bildet beispielsweise der Vertrag von Maastricht die Grundlage der Währungsunion und sieht drei Stufen vor zum Delor-Bericht"24. "Dieser Schritt-für-Schritt-Plan zielt darauf ab, über einen längeren Zeitraum hinweg eine vorsichtige Herangehensweise an die Finanz- und Wirtschaftspolitik jedes Mitgliedslandes zu erreichen. „Disziplin zum Aufbau einer stabilen Gemeinschaft. Darüber hinaus sollten alle Hindernisse für den freien Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr beseitigt werden, um die sogenannten vier Freiheiten zu erreichen. 26 Die verbleibenden Beschränkungen des Kapitalflusses wurden aufgehoben , Zusammenarbeit und Koordinierung der Zentralbanken 27 Darüber hinaus sollten alle Währungen der Europäischen Gemeinschaft in den Wechselkursmechanismus des EWS einbezogen werden, beispielsweise wurde 1993 „der Anwendungsbereich des EWS auf plus/minus 15 % erweitert“28 erfolgte, weil der Wechselkurs vorher stark schwankte. Read Less