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Die Effekte der Verhaltensökonomie und ihre Nutzbarkeit für das Marketing

Written by L. Prinzhorn

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Marketing & Sales

Year

2014

Abstract

Bachelorarbeit: Verhaltensökonomie 2.1 Homo oeconomicus-Modell Wie bereits in der Einleitung erwähnt, modifiziert die Verhaltensökonomie die Grundannahmen des Homo oeconomicus-Modells (lateinischer Wirtschaftsmensch). Nach diesem Wirtschaftsmodell handeln Menschen nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung und streben bei jeder Handlung nach der Maximierung ihres persönlichen Nutzens. 4 Viele ökonomische Annahmen, Prognosen und Empfehlungen basieren auf dieser rationalen Theorie. 5 Ökonomen glauben daran. Alle Aktionen lassen sich auf diesen Grundgedanken zurückführen. Viele Verhaltensweisen, die zunächst nicht den Nutzen zu maximieren schienen, werden daher als Zwangsverhalten interpretiert oder diese Verhaltensweisen stehen zumindest indirekt in Zusammenhang mit dem Prinzip der Nutzenmaximierung, beispielsweise wenn das Produkt von einem Freund, der Verkäufer ist, gekauft wird, auch wenn die Das gleiche Produkt ist in einem anderen Geschäft billiger, daher ist dieses Verhalten rational, da es die Beziehung zum Verkäufer nicht gefährdet und lange Zeit profitabel sein kann. 6 Der Wirtschaftspsychologe Professor Georg Felser beschrieb einige Schwächen im Prinzip des maximalen Nutzens. Einerseits wurde das Projekt nicht nach seiner Eignung bewertet. Andererseits stellt sich die Frage, ob die Erwartungen eines Akteurs an die Folgen seines Handelns vernünftig sind, und es gibt nur wenige Wege für Handlungen mehrerer Personen. Die Theorie des maximalen Nutzens ist nur in begrenztem Umfang realisierbar. In den meisten Fällen erweitert sich das Modell angesichts solcher Herausforderungen, um Gerechtigkeit zu unterstützen. Die Hypothese des Wirtschaftsmenschen lässt sich mit Hilfe von Fakten und Evidenz überzeugen und wurde von vielen Psychologen, Neurowissenschaftlern und Ökonomen kritisiert, im Gegenteil, relativ neue Theorien der Verhaltensökonomie gewinnen zunehmend an Unterstützung. 2.2 Ursprung und Wesen der Verhaltensökonomie Die Verhaltensökonomie ist noch sehr jung und es gibt keine allgemeine Begriffsdefinition und detaillierte historische Aufzeichnungen. Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entscheidungsforschung begann 1969. Ihr im September 1974 auf Science erschienener Artikel „Urteil unter Unsicherheit: Heuristiken und Verzerrungen“ hat viel Aufmerksamkeit erregt, insbesondere als die allgemeine Sichtweise der Sozialwissenschaftler in den 1970er Jahren von den Psychologen in diesem Artikel in Frage gestellt wurde. Die Annahme ist, dass Menschen klar denken und sich rational verhalten. Fünf Jahre später gewinnt der von KAHNEMAN und TVERSKY herausgegebene Artikel „Prospect Theory: Decision Analysis under Risk“ an Bedeutung und ist aus der Verhaltensökonomie nicht mehr wegzudenken. Sozialwissenschaften. Die in diesem Artikel beschriebene neue Erwartungstheorie beschreibt, wie man eine Entscheidung trifft, wenn die Wahrscheinlichkeit und das Risiko der Entscheidung unbekannt sind. Im Gegensatz zur Erwartungsnutzentheorie der Ökonomen ist bei dieser Theorie die Wahrnehmung des Problems entscheidend (siehe Kapitel 2.3). Kahneman erhielt 2002 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Arbeit in Urteils- und Entscheidungsfindung. Gleichzeitig gewann die experimentelle Wirtschaftsforschung von Vernon L. Smith den Nobelpreis. Mit diesen Anerkennungen ist die Akzeptanz wirtschaftswissenschaftlicher Forschung auf Basis psychologischer Perspektiven gestiegen. Die Zahl der Veröffentlichungen von Psychologen und Wirtschaftspsychologen auf diesem Gebiet nimmt weltweit stetig zu. Im Gegensatz zum ökonomischen Menschenmodell ist der Menschenbegriff in der Verhaltensökonomie von begrenzter Rationalität (also Irrationalität) geprägt. Nicht alle Entscheidungen können die beste Entscheidung sein, denn in Wirklichkeit haben Individuen begrenzte kognitive Fähigkeiten. Normalerweise hilft es, deshalb verwenden Menschen psychologische Techniken, um mehr oder weniger präzise Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus sind die Vorlieben und Verhaltensweisen der Menschen nicht statisch. Zudem werden Menschen im Entscheidungsprozess meist unbewusst von verschiedenen Einflüssen beeinflusst. 12 Diese Effekte werden in Kapitel 5 vorgestellt. Die Verhaltensökonomie setzt sich aus verschiedenen Aspekten der Psychologie und Ökonomie zusammen. Von besonderer Bedeutung sind die Gebiete der Kognitions- und Sozialpsychologie sowie der experimentellen Ökonomie. Die Verhaltensökonomie zeigt die Funktionen des menschlichen Denkens auf und hilft, die Schwächen und Vorteile des instinktiven Denkens zu verstehen. Die Verhaltensökonomie untersucht das tatsächliche Verhalten von Menschen und die daraus resultierenden Konsequenzen. 2.3 Neue Erwartungstheorie Wie in Kapitel 2.2 erwähnt, stellt die neue Erwartungstheorie von Kahneman und Tversky einen wichtigen Bestandteil der Verhaltensökonomie dar. Sie stellt eine kritische Bewertung oder alternative Theorie der Erwartungsnutzentheorie dar. Sie drückt die Besonderheiten der menschlichen Bewertung aus. Die Theorie basiert auf Axiomen. Read Less