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Strategisches Management bei einem öffentlichen Träger der Jugendhilfe unter Einbeziehung der HzE- Strategiekarte

Written by Stefan Lasch

Paper category

Master Thesis

Subject

Sociology

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Strategisches Management und strategische Planung Strategisches Management als Disziplin in der Unternehmensführung ist noch relativ jung (Bea & Haas, 2017, S. 7). Die ersten Anzeichen für die Etablierung des Konzepts des strategischen Managements in der Unternehmensführung kamen ab den frühen 1970er Jahren (Hungenberg, 2011, S. 3) Das Buch „From Strategic Planning to Strategic Management“ von Ansoff, Deckerck und Hayes erschien 1976 und 1980 Die Erstveröffentlichungen von „Journal of Strategic Management“ und „Journal of Business Strategy“ gelten als Geburtsstunde des strategischen Managements (Bea & Haas, 2017, S. 7). Strategische Planung ist der Kernbestandteil des strategischen Managements. Der Prozess der Formulierung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. In den folgenden Kapiteln wird nach Klärung der Grundbegriffe in das strategische Management eingeführt und eine theoretische Beschreibung der strategischen Planung im Rahmen des strategischen Managements gegeben. 2.1 Begriffsdefinitionen Zum besseren Verständnis des Begriffs Strategisches Management empfiehlt es sich, diesen in zwei Teile zu unterteilen: „Strategie“ bzw. „Strategie“ und „Management“, um diese zunächst getrennt zu betrachten. 2.1.1 Der Begriff strategische Strategie ist heute in fast allen Lebensbereichen weit verbreitet (zB: Umweltstrategie, Transportstrategie, Trainingsstrategie, Wachstumsstrategie, Spielstrategie, Karrierestrategie, Koordinationsstrategie, Friedensstrategie). Daher gibt es in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur fast keine einheitliche Definition des Begriffs Strategie. In Bezug auf den Ursprung des Wortes kann Strategie von den altgriechischen Begriffen "stratos" (Armee) und "agein" (Führer) abgeleitet werden und wird zusammenfassend als "Armeeführer" oder "militärische Führungskunst" bezeichnet. Strategie ist daher die Kunst, die richtigen Mittel zur Erreichung militärischer Ziele wählen zu können. Auch heute noch findet man eine enge Verbindung zwischen der ursprünglichen militärischen Bedeutung und den Begriffen der Wirtschaftssprache (zB Marktanteilseroberung, feindliche Übernahme, Marktmacht) (Staehle & Conrad, 1999, S. 601). Der Strategiebegriff gelangte in den 1920er Jahren in die Ökonomie, zunächst im Kontext der ökonomischen Spieltheorie als „ein Plan, der die richtige Wahl aller möglichen Situationen beinhaltet“ (Welge, Al-Laham und Eulerich, 2017, S. 17)). Strategie ist die Antizipation der eigenen "Aktion" gegen die (Re)Aktion des Konkurrenten (Gegners). In diesem Konzept lassen sich drei Merkmale ausmachen: 1. Das Handeln anderer berücksichtigen, 2. Aktives Planen und 3. Langfristige Planung (Staehle & Conrad, 1999, S. 603). 2.1.2 Management Die Etymologie des Begriffs Management ist nicht klar. Staehle und Conrad (1999) beschrieben drei mögliche Wurzeln des englischen Verbs „to manage“. Sie meinen, das lateinische „Manuagere“ (mit den Händen arbeiten) sei nicht sinnvoll. Bravermanns (1974) Interpretation von „Management“ kommt vom lateinischen „Manusagere“ (an der Hand führen oder Pferde in allen Gangarten üben) und erscheint ihnen aufgrund der Überwachungs- und Kontrollaufgaben des Managements sinnvoller . Die dritte häufig vorkommende Ableitung stammt von Boetticher (1963). Er glaubt, dass sich der Begriff vom lateinischen "mansionemagere" ableitet, was einen Verwalter bedeutet, der für seinen Besitzer ein Haus bestellt. Management ist in der Unternehmenspraxis wie Strategie und zugleich ein „allgemein verwendeter“ Begriff für alles und jeden, aber mehr wegen seiner Signalfähigkeit als seiner Bedeutung (Steinmann et al., 2013, S. 5) Begriffe wie Unternehmensführung und Geschäftsführung (Becker & Fallgatter, 2002; Hinterhuber, 2011; Wöhe, 2013; Hungenberg & Wulf, 2011) oder Unternehmenspolitik finden sich häufig als deutsche Übersetzungen. Das Problem dieser Übersetzungen besteht darin, dass sie aufgrund ihrer eigenen historischen Profession dem Begriff des Managements nicht gerecht werden, was unweigerlich zu einer sehr inkonsistenten Definition führt. Da englische Sprachen wie Management, Management und Manager auch in der Geschäftswelt weit verbreitet sind (insbesondere wegen der deutschen Übersetzung von James Burnhams Bestseller „Management Revolution“), werden sie von Anfang an weiter verwendet dieser Arbeit gibt es zwei Betrachtungsweisen der Managementtheorie – einerseits Führung im funktionalen Sinne (Führungsfunktionsmethode) und andererseits als Organisation im Unternehmen (Führungsrollenmethode) (Zettelmeyer, 1984, S. 19; Steinmann et al., 2013, S. 6; Becker und Fallgatter, 2002, S. 15-21). Aus funktionaler Sicht ist die Aufgabe, die das Management, egal wer es ist, zu erfüllen hat, „den Prozess der Schaffung und Nutzung der betrieblichen Leistung so zu gestalten, dass die (den) Unternehmensziele so hoch wie möglich erreicht werden“ (Wöhe und Döring, 2013, S. 47 .). ). Auch Gonschorrek und Peppels (2004, S. 15) verstanden Management als die übergeordnete Steuerungs- und Koordinationsaufgabe eines Unternehmens zur Erreichung von Organisationszielen. Die hierfür erforderlichen Managementfunktionen sind Planung, Organisation, Führung und Kontrolle (Staehle & Conrad, 1999, S. 71; Steinmann et al., 2013, S. 6-7). Im Unternehmen stehen diese Funktionen quer zu funktionalen Funktionen (Einkauf, Produktion, Vertrieb). Read Less