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Reifegradmodelle zur Analyse und Bewertung der Digitalisierung mittelständischer Unternehmen am Beispiel der Berufsausbildung

Written by Anonymous

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>General

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Digitalisierung des Mittelstands 2.2.1 Definition von Mittelstandsbegriffen Der aktuellen Forschung zum Mittelstand liegen unterschiedliche Mittelstandsdefinitionen zugrunde (BMWi 2018, S. 16; Deloitte 2013, S. 3; Demary et al., 2016, S. 6 Seite; Leifels / Schwartz 2017). Es gibt viele Möglichkeiten, Unternehmen nach qualitativen oder quantitativen Kriterien zu unterscheiden (Botzkowski 2018, S. 38). Der Mittelstand stellt einen besonderen Bereich der deutschen Wirtschaft dar. In diese Gruppe werden Unternehmen nach qualitativen Merkmalen eingeordnet, einschließlich der Korrespondenz zwischen Firmeneigentum und Unternehmensführung (IfM Bonno.J.). Das IfM Bonn (ohne Jahr) beschreibt auch die quantitativen Merkmale von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die üblicherweise zur Definition von mittelständischen Unternehmen verwendet werden. Der KMU-Standard bezieht sich auf die maximale Mitarbeiterzahl und den maximalen Jahresumsatz des Unternehmens (Europäische Kommission 2003, S. 39; IfM Bonn 2016). Auch hier kommen unterschiedliche Abgrenzungsmerkmale zum Einsatz. Für das IfM Bonn (2016) sind alle Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro KMU. Dagegen verwendet die EU-Kommission weniger als 250 Mitarbeiter als Aufteilungsmaßstab, die Bilanzsumme beträgt neben dem Jahresgeschäft auch bis zu 43 Millionen Euro (Europäische Kommission 2003, S. 36). Deutsches Institut der Wirtschaft Forschung in Köln ( Demary et al. 2016, 6) In diesem Beitrag können die drei Begriffe Mittelstand, Mittelstand und Klein- und Mittelbetrieb synonym verwendet werden. Die Begriffe Mittelstand und Mittelstand werden auch im KfW-Mittelstandspanel synonym verwendet (Leifels / Schwartz 2017). Als Grundlage für die Beschreibung mittelständischer Unternehmen dient die Mittelstandsdefinition des IfM Bonn (2016). Damit gehören alle Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro zum Mittelstand (IfM Bonn2016). Zudem wird davon ausgegangen, dass mittelständische Unternehmen weniger Zeit und finanzielle Ressourcen haben als Großunternehmen (Botzkowski 2018, S. 164; Deloitte 2013, S. 30; Funk/Weber, 2017, S. 18). Bezogen auf die Zahl der Beschäftigten und Unternehmen sind KMU der größte Sektor der deutschen Wirtschaft (BMAS2017; Demary et al., 2016, S. 16). Sie hat einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Förderung einer nachhaltigen Wettbewerbslandschaft und zur Beschäftigungssicherung geleistet (Botzkowski2018, S. 38). 99,6 % der Beschäftigten und 82 % der Auszubildenden stammen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (IfM Bonn 2018). Die wirtschaftliche Relevanz dieser Unternehmen lässt sich auch an den politischen Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung des Mittelstands ablesen (Botzkowski 2018, S. 38). 2.2.2 Status Quo der Digitalisierung im Mittelstand Der aktuelle Grad der digitalen Transformation deutscher Unternehmen variiert je nach Branche, Unternehmensgröße und Tätigkeitsfeld (BMAS 2017, S. 21; Demary et al. 2016, S. 19-20 ; Rump / Eilers 2017, S. 5 Seiten). Fast alle Unternehmen in Deutschland können auf das Internet zugreifen und mobile Endgeräte wie Laptops oder Smartphones nutzen (Gensicke et al., 2016, S. 25-27). Bestimmte digitale Neuentwicklungen wie Datenuhren oder Brillen werden jedoch häufiger in großen Unternehmen eingesetzt (Gensicke et al., 2016, S. 28-29). Im Vergleich zum Mittelstand haben Großunternehmen die Digitalisierung vor allem beim integrierten Einsatz digitaler IKT stärker erreicht (Ott / Leyh 2017, S. 22). Entsprechend halten sie die Digitalisierung auch für strategisch wichtiger (BMWi 2018, S. 22). Auch die Metastudie von 46 Studien zur Digitalisierung des Mittelstands im Jahr 2016 zeigt, dass sich auch der Mittelstand der Relevanz der Digitalisierung bewusst ist und sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat (Demary et al., 2016, S . 18)-19). Die Digitalisierung eines Unternehmens kann auf Wissens- oder technischer Ebene erfolgen. Zu ersteren gehören beispielsweise IT-Beratung und -Schulungen, die Erstellung digitaler Konzepte oder die Planung und Neugestaltung von Prozessen und Strukturen (Saam / Viete / Schiel2016, S. 29). Andererseits beziehen sich Technologieprojekte auf den Erwerb, die Einführung und den Einsatz neuer Technologiesysteme (Saam / Viete / Schiel 2016, Seiten 28-29). Gerade bei kleineren Unternehmen liegt der Fokus häufig eher auf Technologieprojekten als auf wissensbasierten Projekten, sodass diese Unternehmen Gefahr laufen, mit ihren Ressourceneinsatzfähigkeiten nicht mithalten zu können (Saam / Viete / Schiel 2016, S. 14). 29) Monitoringbericht Wirtschaft Digital des BMWi (2018, S. 18), dennoch sind mittelständische Unternehmen mit ihrem aktuellen digitalen Status zufriedener als Großunternehmen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Ott und Leyh (2017, S. 21) beschreiben, dass mittelständische Unternehmen oft denken, digitaler zu sein, als sie es tatsächlich sind. In Kapitel 2.1.2 gibt der Autor aus den bereits beschriebenen Gründen einen anderen Blick auf das, was unter digitaler Transformation zu verstehen ist. Zudem verfügen KMU aufgrund begrenzter finanzieller und zeitlicher Ressourcen nicht immer über den neuesten Wissensstand zur digitalen Entwicklung (Ott / Leyh2017, S. 24). Anzumerken ist, dass die Diskussionsbreite zum Thema Digitalisierung im Mittelstand nichts mit der umfangreichen Umsetzung unternehmensspezifischer Digitalprojekte zu tun hat (Deloitte2013, S. 8). Read Less