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Belastungen, Beanspruchungen und Ressourcen von Krankenhausmitarbeitern bei der Pflege von kranken Kindern und Jugendlichen

Eine quantitative Untersuchung in den Kinderkliniken Mecklenburg Vorpommerns

Written by K. Döbler

Paper category

Master Thesis

Subject

Medicine

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Literaturbasierter Überblick über Stress-, Reaktions- und Reaktionsmaße des Krankenhauspersonals Wie bereits in Kapitel 1 erwähnt, lässt sich auf Basis bisheriger Studien eine Vielzahl von Stressfaktoren und Reaktionsmaßen formulieren. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über eine kurze Beschreibung der Person. 2.1 Körperliche Belastung Körperliche Belastung umfasst körperliche Belastungen wie häufiges Aufstehen, Stehen, Gehen und Bücken, sowie erhöhtes Infektions- und Allergierisiko sowie Umweltbelastungen, wie z. B. Strahlenbelastung durch Röntgengeräte. In einer Studie von Hirsch aus dem Jahr 1983 gaben 50% der Menschen an, dass ihr Körper sehr schwer ist. 15 Eine repräsentative Umfrage von IAB und BiBB aus dem Jahr 1999 ergab, dass 63,2 % der Personen, die schwere Gegenstände heben, die am häufigsten genannte Arbeitsbelastung sind müssen häufiger schwere Gegenstände heben als Bauarbeiter, also 68 % der Pflegekräfte und 54 % der Bauarbeiter. Die Angaben sind noch einmal in der Grafik 17 zusammengefasst, die aus der BIBB/BAuA-Beschäftigungserhebung stammt. Dies zeigt, dass Pflegekräfte beim Stehen (84 %) und beim Heben oder Tragen schwerer Gegenstände (59 %) besonders schmerzhaft sind. Das bestätigt auch der Pflegeberufsausbildungsbericht 2015. Hier empfinden bereits 34 % der befragten Auszubildenden das Heben und Tragen schwerer Gegenstände als schwere Belastung. 18 Die baua-Umfrage zeigte auch, dass Pflegekräfte häufig an Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden, jedoch nicht in anderen Branchen. 19 Gleiches gilt für die Erwerbstätigenerhebung 2012. Muskel-Skelett-Beschwerden wie Nacken- und Schulterschmerzen sowie Rückenbeschwerden liegen über dem Durchschnitt anderer Erwerbstätiger. Dies ist auch in der folgenden Abbildung dargestellt. Im Durchschnitt gaben 68 % der Mitarbeiter an, von solchen Beschwerden betroffen zu sein. In der Pflege stiegen 82% der Mitarbeiter um 21%. 2.2 Psychischer Stress Psychischer Stress wird in der DIN EN ISO 10075-1 definiert als „die Summe aller erkennbaren Einflüsse, die von außen kommen und die Psychologie des Menschen beeinflussen“21. Dabei hat sich gezeigt, dass dieser Effekt objektiv erfasst werden kann, die Wahrnehmung von Verarbeitung und Belastung jedoch subjektiv ist. Dies hängt vor allem von den Bewältigungsstrategien jedes Einzelnen ab, denn der gleiche objektive Einfluss kann dazu führen, dass verschiedenen Menschen sehr unterschiedliche Dinge passieren. Ein weiterer Aspekt des organisationspsychologischen Drucks ist der Informationsaustausch. Ungefähr 60 % von Braun et al. Von den befragten Pflegekräften gaben an, dass es regelmäßige Teambesprechungen gibt, und 58 % halten die Informationen der Stationsleitung für gut. 32 Pflegethermometer im Jahr 2009 zeigen, dass Pflegende die Zusammenarbeit mit Ärzten weitgehend für gut halten. 58,3% der Menschen finden die Zusammenarbeit gut. 33 Beide Studien zeigen, dass mehr als jede befragte Pflegekraft den Informationsfluss von Stationsleitern und Ärzten für gut hält. Zu diesem psychischen Belastungsbereich gehört laut Schlüter, wie bereits erwähnt, Zeit- und Personalmangel. Laut einer Studie der Universität Greifswald vom März 2011 wollen 20 bis 30 Prozent aller befragten Pflegestudierenden entweder gar nicht oder nur bis zu fünf Berufe nach Abschluss der Ausbildung. Als Hauptgrund wird die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Leben genannt. Dies zeigt, dass unter anderem das Angebot an jungem, hochqualifiziertem Pflegepersonal rückläufig ist. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen hat ein hohes Durchschnittsalter. Gleichzeitig steigt auch die Zahl kranker und älterer Patienten. Laut DIP bedeutet dies, dass zwischen 1996 und 2008 die Zahl der Fachkräfte um 14,2 % abgenommen hat, während die Zahl der behandlungsbedürftigen Patienten seit 1995 um 12,1 % zugenommen hat. Das Ergebnis ist, dass das Pflegepersonal-Patienten-Verhältnis pro Mitarbeiter 61,5 Fälle beträgt (Stand 2008). Dies hat zur Folge, dass die Arbeitsbelastung gestiegen und die Belastung des Personals immer schwerer geworden ist. 34 Laut einer Studie von Isfort/Weidner gab ein Drittel der Pflegekräfte an, dass beispielsweise Patienten nicht wie von Ärzten gefordert überwacht werden können. Aus Zeitmangel führte ein Viertel der Pflegekräfte die notwendige Mundpflege nicht durch. Emotionale Stützpunkte, die für Patienten ebenso wichtig sind, können offensichtlich nur von einem neunten Pflegepersonal geleistet werden. 35 Dies wird auch von Braun et al. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gaben die meisten Befragten an, nie Zeit gehabt zu haben, soziale und emotionale Gefühle für die Patienten zu entwickeln. Die Auszubildenden haben bereits während der Ausbildungszeit einen enormen Zeitdruck als Belastung erdulden müssen, sodass 64 % der befragten Auszubildenden angab, dass ihre Arbeitsbelastung unter Zeitdruck sehr hoch ist. 37 Ein weiterer Mitarbeiter, der den Grund für die fehlende Betreuungszeit darlegte, aber kein Dokument hatte direkte Auswirkungen auf den Patienten. Read Less