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Digitalisierung in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Inklusion durch Technologie?

Written by J. Wiedenhus

Paper category

Master Thesis

Subject

Sociology

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Digitalisierung-Digitalisierung-Arbeit 4.0 Von diesem Punkt an muss klar formuliert werden, warum Luhmann für das Thema Digitalisierung so relevant ist. Seine Systemtheorie ist besonders geeignet, weil sie die grafische Darstellung der Gesellschaft in Teilsystemen ermöglicht. Diese Subsysteme und ihre internen und externen Eigenschaften und Funktionen und Kommunikationen ermöglichen einen Ausblick auf die Macht des digitalen Wandels. Die Digitalisierung betrifft nahezu jeden Bereich der Gesellschaft und damit fast jedes Teilsystem. Es verändert die Funktion und bietet eine neue Kommunikationsebene. Durch das Herunterfahren des Betriebs wird die Umgebung des Systems verändert und ein neues System erstellt. Die Abhängigkeit und Unabhängigkeit zwischen den Systemen hat sich tiefgreifend verändert. Es gibt mindestens zwei konsistente Formen der digitalen Inklusion. Einerseits fördert es den gesellschaftlichen Wandel im Rahmen von Toleranz. Andererseits besteht auch die Aufgabe, die digitale Transformation voranzutreiben. Die Schaffung eines ausgewogenen digitalen Lebensumfelds beinhaltet eine neue kulturelle Technologie-Diglusion (vgl. Goebels 2017, S. 4ff). Verzerrungen innerhalb des Arbeitsweltsystems werden oft als Arbeit 4.0 bezeichnet und scheinen nur die technischen Möglichkeiten zu betreffen. Denn es geht mehr um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Die Zukunft sei ungeschrieben, „gerade in Sachen Digitalisierung fliegen wir in vielerlei Hinsicht noch ‚blind‘“ (Eilers/Rump 2017, S. 4). Wie inklusiv Veränderungen im Kontext von WfbM tatsächlich sein können, ist jedoch laut Luhmann fraglich. Denn das Trendthema Inklusion ist geprägt von der Notwendigkeit, Unternehmensstrukturen aufzulösen und stärker mitzuentscheiden (vgl. Fabisch 2017, S. 19). Hier muss sich die Kompatibilität der Teilnehmer und das Kommunikationsmedium des Systems ändern. 4.1 Gesellschaftliche und digitale Teilhabe Die Auswirkungen der Digitalisierung bedeuten die Neupositionierung sozialer Systeme. Als Teilnehmer ist es wichtig, das System als Umgebung zu stimulieren und durch Kommunikation zu beeinflussen. Daher heißt es: „Die zentrale Aufgabe der Akteure aus Wirtschaft und Politik [Anm.: im digitalen Kontext] […] ist die Sicherstellung gesellschaftlicher Teilhabe (Fabisch 2017, S. 17). Koordination im Rahmen von Systemveränderungen impliziert Ziele“ Sie muss die Teilhabe am funktionalen Arbeitssystem sicherstellen, Erwerbsarbeit und den persönlichen Lebensrhythmus der Menschen aufeinander abstimmen. Denn einen Job zu haben oder einer bezahlten Arbeit nachzugehen bedeutet heutzutage nicht nur, ein Einkommen zu erzielen. Insbesondere die Identitätsstiftung hat immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wenn sich also immer mehr Menschen fragen, warum sie arbeiten, steht Inklusivität im Sinne Luhmanns vor der Frage, wie Organisationen kreative Lösungen entwickeln können, um Teilhabe an Aufgaben jenseits der sozialen Integration zu gewährleisten (vgl. Fabisch 2017, S.17ff). Dies ist natürlich eine Manifestation der sozialen Individualisierung in der Systemumgebung. Wie bereits erwähnt, kann dies zu einem Hindernis für die Toleranz werden. Diese Systeme streben danach, eine sich entwickelnde Multi-Choice-Gesellschaft in Form von Organisationen mit extrem hohem Selbstfindungs- und Selbstverwirklichungspotenzial zu verändern und müssen entsprechend angepasst werden. Da die Vielfalt persönlicher biografischer Elemente im Leben, insbesondere im Berufsleben, zunimmt, werden Biografien zu Mehrfachbildern (vgl. Eilers / Rump 2017, S. 17). Luhmann bezeichnet sie, wie bereits erwähnt, als exklusive Persönlichkeit und bezeichnet sie als soziale Integration. Da davon auszugehen ist, dass das Interesse an dieser Persönlichkeitsform mit gesundem Menschenverstand als sozialer Integration verbunden ist, manifestiert sich Systeminklusivität als Zunahme der Normen- und Wertevielfalt, und diese Normen und Werte müssen in die Kommunikation integriert werden des Systems (siehe ebd.). Eilers/Rump führten ihn unabhängig, aber treffend als Luhmanns umfassenden Individualismus an, „denn mit dem Anteil des Individualismus in der Lebensplanung steigt auch der Bedarf an Unterstützung durch andere (vgl. ebd., S. 19)). im Kontext der Systemkommunikation auftreten.Durch die veränderten Erwartungen an Selbstverwirklichung, Spielraum, Vereinbarkeit von Leben und Arbeit, Arbeitszeiten und -orte sind neue Probleme aufgetreten (siehe ebd.) Mit Deutschland Unterzeichnet und ratifiziert die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen am 30. März 2007 (vgl. Poscher et al., 2008, S. 11) und 21. Dezember 2008 (BGBL 2008 II Nr. 35, S. 1419), Deutschland engagiert sich für Behinderte, unter anderem Zugang zu Informationen und Kommunikation, einschließlich Technologie (siehe Artikel 27 Absätze 1 und 2 und Artikel 4 Absatz 1 CRPD) Die Verpflichtungen hier stellen die Grundlage für die Teilnehmer dar. Digitalisierung ist daher nicht nur an der Meta verankert -Ebene der Systemtheorie, kann aber eigentlich als Referenzumgebung verstanden werden. Read Less