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Autonomie in der Beratung

Wie frei ist der Mensch wirklich in seinem Denken und Handeln?

Written by Kristin Nowak

Paper category

Master Thesis

Subject

Psychology

Year

2017

Abstract

Masterarbeit: Autonomie 2.1 Mögliche Begriffserklärungen Wie bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, besteht eines der Ziele der Beratung darin, die Selbstermächtigung und die Fähigkeit des Klienten zu einer autonomen Lebensführung (re) zu aktivieren und zu fördern die Bedeutung von Autonomie. Ebenso über den Wert, der dieser Fähigkeit beigemessen wird. 97 Der folgende Abschnitt soll daher einen groben Überblick darüber geben, was üblicherweise unter dem Begriff Autonomie zu verstehen ist. Darüber hinaus gibt es Diskussionen über verschiedene Theorien zu diesem Thema. Darüber hinaus wurde die Frage, was der Unterschied zwischen Willensfreiheit und Handlungsfreiheit ist, gezielt diskutiert. Auf sprachlicher Ebene leitet sich das Wort Autonomie von den griechischen Wörtern autos und nomos ab, die für Selbst bzw. Gesetz stehen. Legalität von Derivaten. Autonomie kann daher als Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Selbstregulation angesehen werden. 98 Im sprachlichen Sinne setzt sich der Begriff der Selbstbestimmung aus den beiden Wörtern Selbst und Bestimmung zusammen. Das Selbst repräsentiert das Subjekt oder die Identität. Begriffsbestimmung kann als eine Person verstanden werden, die einerseits etwas erkennt oder einordnet, andererseits aber auch Macht über etwas hat oder etwas arrangieren kann. Wesen mit Selbstbestimmungsfähigkeit können sich als Wesen wahrnehmen und definieren und gleichzeitig Macht besitzen und nutzen. 99 Selbstbestimmung besteht aus zwei grundlegenden Komponenten. Einerseits muss es in der Lage sein, für sich selbst zu erkennen, was es selbst ausmacht. Dieser Untersuchungsprozess wird von den eigenen Anforderungen, Erwartungen und Wünschen beeinflusst. Dies führt zu Abweichungen zwischen Vorstellungen von Persönlichkeit und tatsächlicher Realität. Andererseits muss das Verhalten der Menschen in einem sozialen Umfeld ihrer Persönlichkeit entsprechen. Diese beiden Faktoren beeinflussen sich gegenseitig. Je besser ein Mensch sich demnach wahrnehmen kann, desto mehr kann er nach klareren Vorgaben für sich selbst handeln und Entscheidungen treffen. Selbstbestimmung kommt daher aus der Fähigkeit, das eigene Selbst wahrzunehmen und diesen Ist-Zustand entsprechend der aktuellen Situation akzeptieren zu können. 100 Andererseits stellt Selbstdisziplin die Möglichkeit dar, die ein Individuum anderen aufzwingen kann. 101 Insbesondere die Begriffe Selbstbestimmung und Autonomie werden häufig synonym verwendet. 102 Der Begriff Autonomie kann je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben. 2.2 Autonomie als moralischer Wert Aus moralischer Sicht hat der Begriff der Eigenverantwortung in Bezug auf Autonomie eine besondere Bedeutung. Daher scheint jemand autonom zu sein, er/sie weiß, dass er/sie für seine/ihre Entscheidung verantwortlich ist, denn die Motivation zum Handeln kommt aus persönlichen Überzeugungen. 116 Daher gewinnen die Menschen Autonomie, und wenn sie dazu in der Lage sind, haben sie die Verantwortung, seine Handlungen zu übernehmen. Dies bedeutet nicht, dass er geltenden gesellschaftlichen Werten und Normen folgen muss, aber dennoch nach seinen eigenen autonomen Regeln handelt, die ihm freie Verantwortung geben. Damit ist es möglich, gegen gesellschaftliche Normen vorzugehen, sofern eine ausreichende Rechtfertigung für die Verletzung von Normen vorliegt, da diese Aussagen gegen andere Anti-Sprache unterstützt werden sollten. Es kann auch erforderlich sein, die Verantwortung für die Folgen Ihres Handelns zu übernehmen. Wenn es beispielsweise jemand wagte, sein Auto an einem unzulässigen Ort zu parken und dabei erwischt wurde, musste er eine Geldstrafe zahlen. Daher wollte sie die Konsequenzen nicht direkt tragen, ging aber bewusst Risiken ein. 117 Darüber hinaus sind Menschen gefordert, sich aufgrund ihrer Entscheidungen in der Gesellschaft zu beweisen und mitzugestalten. Der französische Philosoph Sartre glaubt, dass die Menschen auch dazu bestimmt sind, frei zu sein. Das bedeutet, dass die Natur nicht entscheiden kann, was für ein Mensch er sein möchte oder wie er sich verhalten möchte. Im Gegenteil, der Mensch ist für die Entwicklung seiner Persönlichkeit und die daraus resultierenden Verhaltensweisen und Entscheidungen verantwortlich. 118 „Was er tut, zieht sein Gesicht an.“ 119 Die Persönlichkeit eines Menschen wird entsprechend durch sein Verhalten bestimmt. 120 Daher ist diese Person in seiner Person – Charakter und Verhalten sind nicht vorbestimmt. Sie gilt daher als unbestimmt. 121 Der Begriff der Gewissheit hat je nach Wahrnehmung dieses Zustands unterschiedliche Bedeutungen. Im wissenschaftlichen Sinne werden Prozesse und Objekte, die das Ergebnis früherer Ereignisse sind, als definitiv bezeichnet. Das bedeutet, dass alle Ereignisse in der Natur auf frühere Ereignisse zurückgeführt werden können. Damit sind die Voraussetzungen für den nachfolgenden Prozess und Zustandswechsel fest vorgegeben, ein Zufall ist nicht mehr möglich. Auf der psychologischen Ebene bezieht sich Determinismus auf den Status der inneren Umwelt zu bestimmten psychologischen Prozessen, wie z. B. der biologischen Natur des Menschen, und der äußeren Umgebung, wie beispielsweise der Umwelt. Read Less