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Multikulturelle Beratung als eine Herausforderung im Integrationsbestreben unserer pluralistischen Gesellschaft

Written by Anonymous

Paper category

Master Thesis

Subject

Sociology

Year

2014

Abstract

Masterarbeit: Unsere Gesellschaft im Wandel 2.1 Das Phänomen Einwanderung im Spannungsfeld von Pluralismus und Multikulturalismus Wenn, wie oben gezeigt, Einwanderung zu einem Bereich der Sozialen Arbeit und damit zu einem Beratungsbereich geworden ist, der sich von seiner problematischen Seite zeigt, dann gibt es für diese Sozialarbeit notwendig, um die Zusammenhänge aufzuklären, denn sie beziehen sich nicht nur auf die Beratungssituation, sondern vor allem auf die Situation des Beraters. Menschen mit Migrationshintergrund erleben oft Diskriminierung, Ausgrenzung, kulturelle Entfremdung etc. Auch unsere Gesellschaft verändert sich, weil sich die Welt verändert. „Wir leben im Zeitalter der ‚Bevölkerungsmigration‘, deren Ausmaß größer ist als jede bekannte historische Migration der Vergangenheit“ (Koblbauer in Schlippe et al. 2003, 24). Mecheril glaubt, dass das Phänomen der Migration eine offensichtliche und konstitutive Bedeutung für die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse hat. Er betonte auch, dass es noch nie so viele Menschen auf der Welt gegeben habe, die aufgrund von Kriegen, ökologischen Veränderungen und anderen Bedrohungen sowie technologischen Veränderungen bereit, gezwungen und in der Lage seien, ihren Mittelpunkt ihrer Arbeit oder ihres Lebens zu verändern. Auch die soziale, soziale und persönliche Realität Deutschlands wird wesentlich durch das Phänomen der Einwanderung mitbestimmt (vgl. Mecheril in Mecheril et al. 2010, 7). Im Jahr 2009 lebten hier etwa 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, davon etwa die Hälfte Deutsche, jeder vierte Jugendliche unter 25 Jahren hat eine grenzüberschreitende Einwanderungsgeschichte. In Frankfurt am Main sind fast 40 % der Bevölkerung Einwanderer (vgl. ebd. 8). Die Prognose zeigt deutlich, dass bis 2050 der Anteil der Zuwanderer an der Zuwandererbevölkerung etwa 25 % erreichen wird (vgl. Freise 2007, 88). Allein im Jahr 2012 zogen mehr als 1 Million Menschen nach Deutschland (vgl. Der Spiegel 50 / 2013,50). Der Begriff Einwanderung ist in Bezug auf Art und Status der Einwanderung neutral. Für die Beratungspraxis ist eine Differenzierung innerhalb der Migrantengruppe notwendig, da die Methode und der Status der Zuwanderung zu unterschiedlichen Erfahrungen und Problemlagen führen und unterschiedliche Autoren unterschiedliche Differenzierungen vorgenommen haben. Ich möchte nur Pfeiffer, Schlippe / Hachimi / Jürgens und Freise erwähnen. Sie stimmen der Unterscheidung anderer zwischen Einwanderern, eingewanderten Arbeitnehmern und Flüchtlingen zu. Pfeiffer bezieht sich auch auf Einwanderer, die meiner Meinung nach in der Bundesrepublik im Gegensatz zur Türkei kaum zahlenmäßig wirken (vgl. Pfeiffer in Koch / Özek / Pfeiffer 1995, 17-22). Schlippes Unterscheidung umfasst auch nachzuziehende Ehegatten und Inhaber einer befristeten Aufenthaltserlaubnis, beispielsweise zum Zwecke des Studiums (vgl. Schlippe et al 2003, 37-43).Freise betont auch die gesellschaftliche Bedeutung von Ausländern ohne Wohnsitz Arbeit (vgl. Freise 2007, 86. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Begriff Einwanderung oft ohne Bezugnahme auf diese Unterscheidung im allgemeinen Sinne von Einwanderung verwendet wird. Tatsächlich führen Einwanderungsmuster zu unterschiedlichen Problemsituationen, weil Es gibt keinen einheitlichen Status der Zuwanderung. Beispielsweise dürfen nur deutsche Zuwanderer die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis gelten andere Regeln, und die durch die Zuwanderung verursachte Realität ist nicht zu übersehen. Sie ist von Multikulturalität geprägt. Einerseits verweist Fries auf die hohe Belastung der Einheimischen: Sie müssen den Alltag mit Menschen anderer Muttersprachen, Kulturen und Religionen lernen und sie fordern Rechte ein, andererseits müssen sie für Zuwanderer lernen, zu bleiben von den Grundregeln und der Sprache des Gastlandes, wenn sie zur Wahrnehmung ihrer Rechte das Leben wahrnehmen und in vollem Umfang teilhaben wollen, müssen sie eine Balance finden zwischen den für sie noch wichtigen Aspekten der lokalen Kultur und den Anforderungen an die sie im Hinblick auf kulturelle Anpassung, im Hinblick auf die Integration in das Rechts- und Politiksystem (vgl. Freise 2007, 9.) Nach Neubert et al. versteht sich die Bundesrepublik Deutschland als rassisch vielfältige Mehrheitsgesellschaft, in der die meisten Gemeinschaften , nämlich Deutsche, fördern den Assimilationsgedanken, sind sich aber zunehmend der Heterogenität der Gesellschaft bewusst Toleranz und Ausgrenzung (vgl. Neubert et al., 2013, 9) Allerdings werden deutsche Einwanderer (Spätaussiedler) in den meisten deutschen Gesellschaften als Ausländer betrachtet, als Ausländer betrachtet und oft negativ behandelt. In ihrer Analyse der Situation ethnischer Minderheiten , wies Rommelsbach darauf hin, dass Deutschlands offizielle Politik von Mentalität bestimmt wird. In einer isolationistischen Politik, denn die heutigen Flüchtlinge aus aller Welt sind in erster Linie ein Symbol für Armut, politische Unterdrückung, Krieg und ökologische Kriegsführung. Sie verkörpern die Kluft zwischen Wohlstand, Sicherheit und Freiheit. Read Less