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Entwicklung einer „Health-Balanced Scorecard“ für das Setting Krankenhaus unter dem Aspekt der Integrierten Versorgung

Written by Martina Meister

Paper category

Master Thesis

Subject

Medicine

Year

2017

Abstract

Masterarbeit: Integrierte Versorgung Das Konzept der integrierten Versorgung beinhaltet die Optimierung von Schnittstellen und die damit verbundene Reduzierung der Trennung von Versorgungseinheiten. Der Verlust an Schnittstellenqualität, Information und Effektivität soll reduziert werden. (Greiling und Dudek, 2009, S. 5). In Deutschland wird die umfassende Versorgung in § 140 ad SGB V als bereichsübergreifende Leistungserbringung definiert, die im Sinne der Wirtschaftlichkeit und Gesamtleistungserbringung eine große Zahl potenzieller Teilnehmer hat (Wagner & Lenz, 2007, S. 28) . Im österreichischen Gesundheitsreformgesetz 2013 wird unter umfassender Versorgung die patientenorientierte, gemeinsame und koordinierte abteilungsübergreifende Gesundheitsversorgung einschließlich angrenzender Bereiche (akute stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, Rehabilitation, Schnittstelle zur Pflegeabteilung) verstanden, einschließlich Prozess- und Organisationsintegration (RIS, 2013, www). Das Kompetenzzentrum der Gesamtversorgung der österreichischen Sozialversicherungen (CCIV) definiert umfassende Versorgung als „patientenorientierte, kontinuierliche, abteilungs- und/oder interdisziplinäre Versorgung nach dem Konzept der standardisierten Versorgung“ (CCIV, 2016, www). Die Kernbegriffe, die in der Definition einer umfassenden Versorgung auftauchen, sind abteilungsübergreifend, gemeinsam koordiniert oder ganzheitlich. Diese Definitionen zeigen, dass in einer umfassenden Versorgung der Mensch als Ganzes betrachtet wird und jeder Beruf und jede Organisation gefordert ist, über den Tellerrand zu schauen, um Netzwerke aufzubauen und die Versorgung zu optimieren. 2.2 Krankenhaus/Krankenhaus Die Begriffe Krankenhaus und Krankenhaus werden in dieser Arbeit synonym verwendet. Das Krankenhaus- und Kuranstaltengesetz (KAKuG) regelt die Definition von Krankenhäusern. § 1 KAKuG: „Krankenhäuser (Pflege- und Pflegeheime) sind Einrichtungen, die der Feststellung und Überwachung des Gesundheitszustandes durch Begehungen, der Durchführung chirurgischer Eingriffe, der Vorbeugung, Besserung und Heilung von Krankheiten durch Behandlung und der Bereitstellung von reproduktionsmedizinischen Maßnahmen dienen oder Organe zu Transplantationszwecken bereitgestellt werden. Darüber hinaus sind Krankenhäuser auch als Einrichtungen zur medizinischen Versorgung und besonderen Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen zu betrachten. „Die in § 1 KAKuG Pflegeeinrichtungen und Pflegeheime. , Unabhängige Kliniken und Militärkrankenhäuser. 2.3 Gesundheitsförderung Unter Gesundheitsförderung werden alle Maßnahmen und Aktivitäten verstanden, die zur Steigerung von Gesundheitspotenzialen und Gesundheitsressourcen führen. 3 Das Konzept der umfassenden Gesundheit Der Begriff der umfassenden Gesundheit wird in vielen Bereichen verwendet, aber es gibt kein wissenschaftlich fundiertes Konzept der umfassenden Gesundheit. Sigmund-Freud-Privatuniversität-Die Forschung der Medizinischen Fakultät konzentriert sich auf die umfassende Gesundheit.In diesem Fall wird die umfassende Gesundheit als das Gesamtverständnis des Menschen definiert. Im Fokus dieser Forschung stehen der Mensch, seine Gesundheit, seine gesundheitlichen Risiken, das Krankheitsbild und seine medizinische Versorgung. (SFU, 2016, www). 2016 veranstaltete auch der Österreichische Gesundheitsverband eine Tagung zum Thema Umfassende Gesundheitsversorgung (SVA, 2016, www). Es wird versucht, Gesundheit ganzheitlich zu betrachten, aber aus dem Plan dieses Treffens geht hervor, dass die Themen Gesundheitsförderung und umfassende Versorgung getrennt behandelt werden. In Berlin gibt es einen Integrierten Gesundheitsplan (IGP), der gesundheitsbezogene Projekte mit dem Ziel der Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und Stärkung der Patientenrechte fördert (Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin, 2016, www). In der Steiermark gibt es fünf medizinische Zentren, die mit Krankenhäusern verbunden sind. Diese vom Gesundheitsfonds Steiermark eingerichteten Gesundheitszentren sind die zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Bürgerinnen und Bürger der Region. In Gesundheitszentren werden Informationen über Gesundheitsdienste (Ärzte, Gesundheitsdienstleister, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen) sowie Gesundheitsförderung und Prävention in der Region gebündelt und zentral für die Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt. Darüber hinaus bietet das Gesundheitszentrum Hilfestellung bei Kontakten, Terminen, Anspruchsvoraussetzungen, Formularen und Anträgen. (Gesundheitsfonds Steiermark, 2016, www). KPMG, ein ebenfalls in der Gesundheitsbranche tätiges Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz, hat ein strategisches Dokument zum Thema Integrierte Versorgung herausgegeben. In der KPMG Care Matrix gibt es sechs Arten koordinierter Pflege. Die hier genannten Beispiele zeigen, dass es um eine umfassende und gesunde Entwicklung gehen muss. In den folgenden Kapiteln erweitert der ganzheitliche Versorgungsansatz den systematischen und dokumentenbasierten Ansatz um Gesundheitsförderung und Prävention, um das Konzept der umfassenden Gesundheit zu erreichen. 3.1 Basismethoden 3.1.1 Umfassende Pflegemethoden In der umfassenden Pflege lassen sich zwei Modelle unterscheiden, ein indikationsbasiertes Modell und ein populationsbasiertes Modell. Read Less