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Faktoren für den Erfolg einer jungen Marke aus Sicht eines Quereinsteigers in der Weinbranche

Written by S. Klautzer

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>General

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Österreichische Weinwirtschaft Nachfolgend ein Überblick über den österreichischen Weinbau, die österreichische Weinwirtschaftsstruktur und den österreichischen Weinhandel. 2.1 Österreichischer Traubenanbau Laut der letzten seit 2015 alle fünf Jahre durchgeführten Rebflächengrunderhebung kann festgestellt werden, dass Österreich 45.439 Hektar Rebfläche bepflanzt hat. Spitzenreiter im österreichischen Vergleich ist Niederösterreich mit rund 62 % der Rebfläche vor dem Burgenland (27 %) und der Steiermark (9,5 %). Im Vergleich zu Österreichs 581 Hektar beträgt der Anteil Wiens 1,3 %. Dies zeigt, dass andere Bundesländer einen sehr geringen Anteil am Weinbau haben. Besonders interessant ist hier jedoch, dass sich die Fläche dieser Bundesländer von 57 Hektar auf 140 Hektar vergrößert hat, also ein Plus von 69,5% gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2009. Die flächenmäßig höchsten Lagen in Niederösterreich sind das Weinviertel, das burgenländische Weinbaugebiet Neusiedlersee und das steirische Weinbaugebiet Südsteiermark (vgl. Statistisches Bundesamt 2016, Seite 9). Die folgende Abbildung verdeutlicht die Bedeutung von Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgendland. Niederösterreich, das Burgenland, die Steiermark und Wien – Ostösterreich – führen ihre Vorreiterrolle im Weinbau natürlich auf ihre klimatischen Bedingungen zurück. Wie aus Abbildung 1 ersichtlich, ist Weinbau in allen anderen Bundesländern aber durchaus möglich, jedoch nur in geringem Umfang. Gerade in Kärnten hat der Weinbau in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen (siehe Österreich Wein Marketing GmbH, 2019). Generell sind die Wachstumschancen für den österreichischen Weinbau jedoch durch das Pflanzgenehmigungssystem der EU begrenzt. In den EU-Ländern wird jedes Jahr nur 1 % der Rebfläche für Neuanpflanzungen genutzt. In Österreich wird mit einem stabilen Rebflächenanteil gerechnet, da neben Neuanpflanzungen auch die Zahl der Rebflächen zurückgeht, also Rodungen aufgrund fehlender Neupflanzungen. Die Weingesetznovelle ist seit 2016 in Kraft (vgl. Bundesministerium für Nachhaltige Entwicklung und Tourismus, 2019). Was den Anbau angeht, kann man für Österreich sagen, dass es eindeutig ein Schnapsland ist. Dies lässt sich an der bepflanzten Fläche verdeutlichen, die 30.542 Hektar umfasst. Hervorzuheben ist, dass die wichtigste Rebsorte der Grüne Veltliner ist. Im Vergleich zur letzten Rebflächenerhebung im Jahr 2009 hat sich der Anteil der Weißweinfläche leicht erhöht, während die Rotweinfläche um etwa 5 % zurückgegangen ist, wobei die wichtigste rote Rebsorte etwa 42 % der Gesamtfläche Rotwein. 2.2 Struktur der österreichischen Weinwirtschaft Neben den Erzeugern und Winzern muss die Weinwirtschaft auch andere Akteure berücksichtigen. Die Hauptmerkmale der österreichischen Weinwirtschaft sind ihre Komplexität und differenzierte Struktur. Dies lässt sich mit der Notwendigkeit erklären, die unterschiedlichen Interessen der Landwirtschaft, des Handels, der Politik und letztlich der Brauer selbst zu koordinieren (vgl. Wirtschaftskammer Österreich, 2019). Österreich hat gemäß den Vorschriften über die Niederlassungsgründung in der Weinwirtschaft (Unterausschuss-Verordnung) nationale und regionale Weinausschüsse eingerichtet. Der Nationale Weinrat besteht aus 27 Mitgliedern für eine fünfjährige Amtszeit, die Landwirtschaftskammer Österreich, die Wirtschaftskammer Österreich und das Bundesministerium für nachhaltige Entwicklung und Tourismus benennen eigene Vertreter. Dem Landesweinrat gehören auch der Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH sowie Vertreter von Niederösterreich, Steiermark, Wien und Burgenland an (siehe Wirtschaftskammer Österreich, 2019). Der Landesweinausschuss kann aus 7 bis 21 Mitgliedern bestehen, die Amtszeit beträgt ebenfalls fünf Jahre. Die Zusammensetzung der Mitglieder kann spezifische lokale Interessen vertreten. Der Landesweinrat trägt dazu bei, das Produktions- und Vermarktungswissen zu erhöhen, fördert die Zusammenarbeit mit der Österreich Wein GmbH bei Marktforschungs- und Marketingmaßnahmen, legt die Bedingungen von DAC-Anbauflächen/DAC-Weinen fest und fördert den Weintourismus (vgl. Wirtschaftskammer Österreich, 2019). Ein weiterer wichtiger Akteur der österreichischen Weinwirtschaft ist die Österreich Wein Marketing GmbH, die strategische Maßnahmen zur Förderung von Qualität und Absatz im In- und Export koordiniert. Daher ist Ihr Hauptziel die Förderung und Ausbildung. Die Bundesweinkellerinspektion ist Teil des Bundesministeriums für nachhaltige Entwicklung und Tourismus und für die Einhaltung der weinrechtlichen Vorschriften zuständig und sorgt so für qualitativ hochwertige Weine und einen fairen Wettbewerb in der Weinwirtschaft. Eine wichtige Rolle für Winzer spielen auch die AMA (Österreichischer Agrarmarkt) und das Bundesministerium für nachhaltige Entwicklung und Tourismus. Mittel für Fördermaßnahmen können Sie hier über die Online-Plattform und das E-Government-Portal „Wein-ONLINE“ beantragen, das grundlegende Informationen für Weinbauern bereitstellt. Read Less