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Faktoren für den erfolgreichen Einsatz von Enterprise 2.0-Anwendungen in KMUs

Written by S. Fruhmann

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2011

Abstract

Masterarbeit: Web 2.0, Social Software und Enterprise 2.0 In diesem Kapitel werden die Begriffe Enterprise 2.0, Web 2.0 und Social Software eingeführt. Soziale Softwareanwendungen, die sich auf die aktuelle Arbeit beziehen (beschrieben in der untersuchten Fallstudie), nämlich Wikis, Webblogs, Weibo und soziale Netzwerkdienste, werden alle vorgestellt und in den Kontext der unternehmensinternen Anwendungen gestellt. Es stellt auch kurz andere Anwendungen wie Social Bookmarks, Social Tags und Podcasts vor, um einen umfassenderen Überblick über gängige Social-Software-Anwendungen zu geben. Diese stellen jedoch nicht die Kernaufgabe dieser Arbeit dar, da diese Werkzeuge in den untersuchten Fallstudien nicht als Anwendungen auftauchten. 2.1 Enterprise 2.0 McAfee (2006, S. 23) definierte Enterprise 2.0 im Jahr 2006 als eine Plattform, die von Unternehmen gekauft oder erstellt wurde, um die von ihren Wissensarbeitern erstellten Inhalte zu visualisieren. Richter stimmt dieser Definition nicht ganz zu, meint aber auch, dass Enterprise 2.0 nicht die Nutzung von Web 2.0-Anwendungen (wie Twitter oder Facebook) für Marketingaktivitäten bedeutet. Er ist der Ansicht, dass der Einsatz von Enterprise 2.0 und zugehöriger Social Software in einer Unternehmensumgebung die Zusammenarbeit und Wissensarbeit der Mitarbeiter unterstützen sollte (Richter, 2011, S. 2). Dies sollte auch in der aktuellen Arbeit eine gültige Definition von Enterprise 2.0 sein, da es nur um die Plattform und andere technische Aspekte der verwendeten Tools geht. McAfee (2006) hat die wichtigsten Features von Enterprise 2.0 in seinem SLATES-Konzept zusammengefasst. Dieses Akronym steht für folgende Attribute: • Suche steht für das Suchen, Auffinden und Wiederverwenden von Informationen. Effiziente Suchfunktionen sind ein wichtiger Bestandteil jedes Enterprise 2.0-Tools. • Verknüpfungen schaffen Verbindungen zwischen Informationen. Aufgrund ihrer Häufigkeit und Dichte können die von Mitarbeitern aufgebauten dynamischen Verbindungen als Indikatoren für bestimmte Themen und deren Bedeutung angesehen werden (Strnadl, 2010). • Die Autorenschaft soll sicherstellen, dass alle interessierten Parteien Zugang zu den Informationen haben und über entsprechende Schreibrechte verfügen, um kommunizieren zu können. • Tags werden verwendet, um Informationen zu klassifizieren. Seiten-Keywords ermöglichen eine sinnvolle Einordnung von Inhalten und gute Suchmöglichkeiten. • Erweiterung ist ein Modus, der das Nutzungsverhalten anzeigen kann. Die Markierung erfolgt manuell, die Erweiterung soll automatisch bestimmte Muster erkennen und Vorschläge anzeigen, zum Beispiel interessieren sich Leute, die sich für diese Seite interessieren, auch für... (Strnadl, 2010). Freie Form: Alle Mitarbeiter können ohne Formvorschriften die ihnen angemessen erscheinenden Web 2.0-Tools nutzen. Weborientiert: Die Inhalte müssen wiederverwendbar sein, d. h. auch kleine Informationseinheiten müssen adressierbar und auffindbar sein (Strnadl, 2010). • Sozial: keine oder flache Hierarchie und Transparenz. • Erscheinen: Jeder kann die verfügbaren Informationen sehen. 2.2 Web 2.0 und Social Software Der Begriff Web 2.0 tauchte im Frühjahr 2004 bei der Planung einer Konferenz zur Entwicklung des WWW auf (Koch & Richter, 2009, S. 2). 2005 hat O'Reilly es im Artikel "What is Web 2.0" (O'Reilly, 2005) genauer definiert. Die grundlegenden und typischen Attribute des Web 2.0 sind beispielsweise das Netzwerk als Plattform, die Nutzung kollektiver Weisheiten, der permanente Testzustand (das Ende des klassischen Software-Lebenszyklus), beliebige Kombinationen von Komponenten oder die gesamte Anwendung, umfassend Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit sowie Plattform- und Geräteunabhängigkeit (Back & Heidecke, 2009, S. 3). Der Begriff Social Software wird hauptsächlich für Anwendungen und Entwicklungen im Zusammenhang mit Web 2.0 verwendet (Richter, 2010, S. 29). Back und Heidecke definieren Social Software wie folgt: "Social Software Applications unterstützen als Teil eines Social-Technology-Systems die menschliche Kommunikation, Interaktion und Kollaboration. Dabei nutzen die Teilnehmer die Potenziale und Beiträge des Teilnehmernetzwerks" (Back & Heidecke, 2009, S. 4). Die Idee der Social Software bezieht sich auf ein bereits erwähntes Feature des Web 2.0, nämlich die Nutzung kollektiver Weisheit. Richter (2010, S.41) baute eine Social Software mit drei Grundfunktionen in Anlehnung an Schmidt (2006): 1. Identitäts- und Netzwerkmanagement: alle Aspekte seiner selbst im Internet darstellen und soziale Netzwerke verwalten können. Kommunikation: Direkte und indirekte Kommunikation mit Partnern im Netzwerk. Informationsmanagement: Fähigkeit, Informationen zu finden, auszuwerten und zu verwalten (online verfügbar). Zeigen Sie die Klassifizierung von Social Software-Anwendungen basierend auf den genannten Strukturelementen an. Anwendungen, die ebenfalls einen Bezug zu dieser Arbeit haben (Wikis, Webblogs, Weibo und soziale Netzwerke), werden im nächsten Abschnitt vorgestellt. .3 Social-Software-Anwendungen Social-Software-Anwendungen konzentrieren sich auf Kooperation und nicht auf die traditionelle einseitige Wissensbereitstellung über das Intranet. Sie generieren Wissen und Informationen aus sozialer Interaktion. Der Fokus liegt nicht auf dem Austausch von explizitem Wissen, sondern soll den Austausch von implizitem Wissen fördern, beispielsweise den Austausch von Ideen, Erfahrungen, Visionen und Lösungen für gemeinsame Probleme (Michelson, 2010, S.15). Read Less