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Design Thinking als Vorgehensmodell für studentische Projekte

Written by Clara Kuntz

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2020

Abstract

Bachelorarbeit: Design-Thinking-Prozessmodell des Studentenprojekts Für das Konzept des Design-Thinking-Prozessmodells des Studentenprojekts müssen wir zunächst klären, auf welche Projekte Design Thinking anwendbar ist. Fassen Sie dann die Anforderungen zusammen, die das Prozessmodell erfüllen muss. Daher wurden für alle oben genannten linearen und agilen Vorgehensmodelle (siehe Abbildung 4.1) relevante und für studentische Projekte geeignete Aspekte entwickelt. Auf dieser Basis wurde schließlich die Darstellung und Beschreibung des Vorgehensmodells formuliert und für jede Stufe die Werkzeuge und Methoden in der Gerstbach (2017b) und derd.school (Doorley: 2008) Literatur empfohlen. 4.1 Welche Projekte eignen sich für Design Thinking Obwohl die Erfolgsquote von Innovationen hoch ist, eignet sich Design Thinking nicht für jedes Projekt. Liedtka erklärt in ihrem Ratgeber, was das Projekt erfüllen soll, um Design Thinking oder lineare Methoden anzuwenden. Design Thinking gilt für menschenzentrierte Themen, daher achten viele Menschen auf dieses Thema und beteiligen sich daran. Beispiele für menschenzentrierte Problemhintergründe sind der Tourismus-, Gesundheits- oder Einzelhandelssektor. Das Problem muss nicht genau definiert werden, und es existieren nur wenige oder keine Datenquellen. In der ersten Phase des Design Thinking können auf der Grundlage der Identifizierung neuer Daten Probleme identifiziert und genauer gelöst werden, um diese unverstandenen Probleme zu lösen. Ist das Team bereits interdisziplinär und hat Forscherdrang, ist Design Thinking die empfohlene Methode. (vgl. Liedtka, 2014: 7) Lineare Methode Projekte, die mehr auf die Funktion achten als die betreffende Person, eignen sich für die lineare Methode. Nicht viele Menschen sind in den Problemkontext eingebettet, wie etwa Industrie- oder Fabrikprodukte. Darüber hinaus sollte das Problem vollständig definiert sein und es sind keine Recherchen erforderlich. Eine Demonstration des Problems und klare Daten sind verfügbar und können im Projekt verwendet werden. In Projekten, die lineare Methoden verwenden, gibt es oft ähnliche Probleme, die bereits bearbeitet wurden. Anhand dieser lassen sich Prozesse und Arbeitsweisen lokalisieren. (vgl. Liedtka, 2014: 7) Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich um ein Design Thinking geeignetes Projekt handelt, wenn das Problem menschzentriert und der Kreislauf flexibel gestaltet werden kann. Empfehlenswert sind interdisziplinäre Teamaufstellungen, aber auch Teams derselben Disziplin können von der kreativen Arbeitsweise des Design Thinking profitieren. 4.2 Bedarfsstruktur und Ablauforganisation Das Vorgehensmodell muss zunächst die Grundelemente, Struktur- und Ablauforganisation des Projektmanagements erfüllen. Es soll helfen, die Gesamtaufgabe in mehrere Teilaufgaben oder Zeiträume zu unterteilen, um den Projektfortschritt aufzubauen (vgl. Sandhaus, 2014: 25). Es ist notwendig, sich über den Grad der Unterschiede zwischen den verschiedenen Phasen und die Beziehung zwischen ihnen klar zu werden. Vor allem muss die Relevanz der ersten Phase geklärt werden, da diese Phasen oft aus Zeitdruck übersehen werden (vgl. Holzbaur, 2014: 9). In diesen Projekten werden Projekte geplant und Ziele gesetzt. Dies ist essenziell, um die Entscheidungsfindung der Studierenden zu optimieren und zu vereinfachen (vgl. Ries 2018: 144). Sie sollen motivierend und umfangreich sein, aber nicht viel Arbeitszeit beanspruchen. Rollen Auf dieser Basis können Sie Teilaufgaben koordinieren und Rollen zuweisen (vgl. Broy, 2013: 85). Gemäß der Teamkonstellation muss jedes Teammitglied mehrere Rollen einnehmen (vgl. Holzbaur, 2014: 25). Daher muss die Rollenverteilung so angepasst werden, dass jedes Teammitglied konsequent am Projekt teilnimmt und gleichberechtigt bleibt (vgl. Holzbaur, 2014: 25). Darstellung und Beschreibung Darüber hinaus muss die Darstellung des Vorgehensmodells erweiterbar und verständlich sein, damit der Projektablaufplan f nur von den Studierenden kontrolliert werden kann (vgl. Broy, 2013: 85). Vor allem aber müssen aufgrund des iterativen Charakters von Design Thinking Möglichkeiten geboten werden, den Prozess verständlich darzustellen. Zudem muss die Beschreibung leicht verständlich formuliert sein (vgl. Sandhaus 2014: 26). Es soll eine schnelle und klare Orientierung für die Aufgaben der Phase und die Anwendung von Werkzeugen und Methoden geben. Der Detaillierungsgrad der Beschreibung muss ausgewogen sein. Eine zu kurze Beschreibung führt zu Irritationen, eine lange Beschreibung wirkt sich also negativ aus. Die Kommunikation zwischen Teammitgliedern und Vorgesetzten muss gewährleistet und transparent sein, damit ein zielgerichteter und konfliktfreier Informationsfluss möglich ist (vgl. Sandhaus 2014: 25). Aus diesem Grund müssen von Anfang an Kommunikationsregeln definiert und diskutiert werden, um mögliche Konflikte aufgrund der unterschiedlichen Methoden jedes Teammitglieds zu vermeiden (vgl. Lembcke, 2018: 141). Insbesondere die Dokumentation ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. Sie beinhaltet Darstellungen von Artefakten und Entscheidungsfindungsprozessen und ist eine notwendige Bedingung für den Umfang jedes Projekts (vgl. Holzbaur 2014: 27). Es sollte möglichst früh entschieden werden, wie und wann das Dokument gestaltet werden soll (vgl. Stickdorn 2018: 355). Read Less