Add Thesis

Zeitwohlstand durch Flexibilisierung von Arbeitszeiten

Eine Analyse der Zeitstrukturen im Unternehmen „Premium“

Written by G. von Jorck

Paper category

Term Paper

Subject

Sociology

Year

2017

Abstract

Hausarbeit: Grundaspekte der Zeit Für Hartmut Rosas zeitsoziologische Forschungen und seine Untersuchung der sozialen Beschleunigung in der modernen Gesellschaft ist die aktuelle Hausarbeit von besonderer Relevanz. Die Zeit kann beobachtet werden. Eine kurze Geschichte versucht zu erklären, wie es dorthin kam. Abschließend habe ich mich darauf gefreut, welche unternehmerischen Lösungen es bereits gab, um den wachsenden Wunsch nach persönlicher Zeitsouveränität zu befriedigen. Einschließlich Hausarbeit, ohne Freiwilligenarbeit und (persönliche/) Pflegearbeit 3. Dabei sollte der Fokus auf die Auswirkungen einer flexibleren bezahlten Arbeitsplatzgestaltung auf die Beschäftigten gelegt werden. 2.1 Zeitsouveränität seit der Industrialisierung In der industriellen Revolution wurde erstmals jede verfügbare Zeit in der Gesellschaft als potenzielle Arbeitszeit und damit als begrenzte Ressource angesehen. 4 Fabrikarbeiter müssen in der Regel 12-14 Stunden am Tag arbeiten. 8 Stunden gelten heute als Standard eines Arbeitstages aufgrund der Arbeiterbewegung, die in der Zeit des schnellen technologischen Fortschritts und des gesellschaftlichen Wandels im frühindustriellen Kapitalismus bessere Arbeitsbedingungen anstrebte, insbesondere die Verkürzung der Arbeitszeit. 5 Während in den 1930er Jahren noch 45 bis 50 Stunden pro Woche gearbeitet wurde, beträgt die Normalarbeitszeit heute meist nur noch 37 Stunden pro Woche, während die Zahl der Feiertage und Feiertage zunimmt. 6 Als Hauptgrund für den Anstieg sieht der Zeitforscher Jürgen P. Rinderspacher den Wunsch nach Zeitsouveränität in einer zunehmend individualisierten modernen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang hat sich das Bewusstsein der Menschen für "eigene" Zeitrechte gebildet. 7 Hartmut Rosa betonte, dass moderne Gesellschaften seit dem 18. Jahrhundert von der universellen Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben getrieben werden und davon ausgehen, dass ihre Lebensqualität mit Wachstum verbunden ist, um Entscheidungen beschleunigen und dauerhaft erhöhen zu können. 8 Um diese Wünsche realisieren zu können, braucht es viel Zeit für die persönliche Entsorgung, also für das persönliche Wohlergehen und zugleich ist Wohlstand im traditionellen Sinne Wohlstand im Sinne von Warenreichtum. "Zeit mit höchstmöglichem Glück als Ziel zu nutzen, ist Sinn und Ziel wirtschaftlichen Handelns." 2.3 Wohlstand der Zeit Wie bereits eingangs erwähnt, ist der traditionelle Wohlstandsbegriff wesentlich mit der Verfügung über materiellen Reichtum verbunden, und die Vermehrung des materiellen Reichtums zielt darauf ab, den Wohlstand der Menschen zu erhöhen. Für die Unterversorgung des Großteils der Bevölkerung im 18. Jahrhundert macht diese Sicht eindeutig Sinn. Seit den 1980er Jahren hat sich jedoch in sogenannten Wohlstandsgesellschaften ein breites Verständnis von Wohlstand etabliert. 14 Die Arbeiterbewegung und die Gewerkschaften ermöglichten eine klare Begrenzung und Standardisierung von 15 Arbeitsstunden. Der dadurch entstandene Zeitgewinn wurde zunächst hauptsächlich für die Wartung des Gesamtsystems genutzt. „Insbesondere die physische, psychische und soziale Reproduktion der Erwerbsbevölkerung erfordert eine ausreichende Erholungszeit“16 gilt als anerkannter Grund für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Zeit kann jedoch nur dann als reich bezeichnet werden, wenn über diese Notwendigkeiten hinaus die Möglichkeit zur persönlichen Freizeitgestaltung und kulturellen Teilhabe besteht. Rinderspacher ging sogar noch weiter und schlug vor, dass Zeit-Wohlstand nur dann wirklich existiert, wenn er um jeden Preis verfügbar ist, zum Beispiel trotz Stagnation oder Stagnation.17 Andere Methoden haben jedoch gezeigt, dass Zeit-Wohlstand eher strukturelle Freiheit ist, die den Zeithorizont der ihre jeweiligen Aktivitäten. . Daher ähnelt der Begriff der Zeitsouveränität, "dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Glück der Zeit, das durch den Wohlstand der Zeit erzeugt werden soll." 2.4 Zeitüberfluss durch flexible Arbeitszeiten Zeitüberschuss hat sich als ein wesentlicher subjektiver Begriff erwiesen und ist daher nicht „kollektiv planbar“. Das System kann jedoch systemförderlicher gestaltet werden, um in Form einer aktiven Gestaltung individuellem Bedarf Raum zu geben. „Das System prägt den Menschen und seine Wohlfahrtsziele und Gefühle, und der Mensch formt das System.“ Daraus leitet sich die zweite der genannten Arbeitshypothesen ab: Der persönliche Zeitüberfluss steigt durch flexible Arbeitszeiten. Es gibt bereits eine Vielzahl von Konzepten, die diese Freiheit durch Teilzeitkräfte erreichen wollen. Ein sehr extremes Beispiel ist die Vier-in-Eins-Sicht von Frigga Haug, in der alle 24 Stunden 4 Stunden bezahlte Beschäftigung, reproduktive Arbeit, lebenslanges Lernen und gesellschaftspolitische Teilhabe plus 8 Stunden Schlaf sein sollten. 20 Und doch verkürzen immer mehr Unternehmen in dieser Utopie nicht nur (nicht nur) die Arbeitszeit, sondern setzen auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit um. Flexible Arbeitszeiten bieten den geringsten Spielraum, um feste Arbeitszeiten zu erfüllen. Read Less