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Hierarchiefreiheit in Unternehmen und ihre Folgen

Eine Untersuchung anhand des Beispiels Premium-Cola

Written by Mona-Alice Hey

Paper category

Term Paper

Subject

Sociology

Year

2014

Abstract

Hausarbeit: Die soziologische Forschung zur hierarchischen Freiheit ist einerseits umfassend untersucht und hat andererseits auch einen theoretischen Bezug gebildet. Es gibt Möglichkeiten, diese Entwicklung in der Organisationstheorie zu beschreiben und kritisch zu bewerten, wie Stefan Kühl in seinem Buch „Wenn Affen den Zoo regieren: Die Falle der flachen Hierarchie“ beschreibt. Dabei wird jedoch vor allem das Unternehmenskonzept der Lean Production, „Lean Production“, untersucht, bei dem die flache hierarchische Struktur nur ein Ergebnis ist. Hinzu kommt Faust/Jauch/Brünnecke/Deutschmanns empirische Forschung zur Unternehmensdezentralisierung „Die Rolle der Bürokratie und des hierarchischen Abbaus und der betrieblichen Arbeitspolitik“, die die Form der Dezentralisierung formulierte, aber die Umsetzung der hierarchischen Freiheit nicht erwähnte. Auf dieser Grundlage führte Frank Janning mit Unterstützung von Stefan Kühl eine qualitative Studie „Abschied von der Hierarchie?: Dezentralisierung des Mittelstands“ durch. Die zentrale Frage lautet, „wie wirken sich Dezentralisierungsmaßnahmen auf die Organisationsstruktur und die sozialen Beziehungen mittelständischer Unternehmen aus“. In den Recherchen von Jannig und Kühl kann nachgewiesen werden, dass sich die Organisationsstruktur des geprüften Unternehmens stark verändert hat und diese Veränderungen noch mit dem hierarchischen Paradigma vereinbar sind. Darüber hinaus schlugen die beiden unterschiedliche Organisationstheorien vor und betteten ihre Forschungsergebnisse in das dezentrale Modell von Faust / Jauch / Brünnecke / Deutschmann ein. Jasmin Leutelt hat sich auch in ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema Hierarchiefreiheit in Organisationen auseinandergesetzt und eine qualitative Forschung bei einer Unternehmensberatung in den Niederlanden durchgeführt. Vor allem aber prüft sie, ob es eine „nicht-hierarchische Form der Koordination“ gibt. Sie bekennt sich auch zu der "Kommunikationsrolle", die mit der Befreiung von der Hierarchie verbunden ist. Meine Arbeit unterscheidet sich von den beiden bestehenden Studien dadurch, dass sie von der hierarchischen Basis der Organisation ausgeht und die Herausforderungen untersucht, denen das Unternehmen unter diesem Leitsatz begegnet. Und die daraus resultierende Zuweisung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Inwieweit dies noch nicht dem Dezentralisierungsprinzip entspricht, ist in meiner Analyse geklärt. Dennoch liegt der Schwerpunkt weiterhin darauf, inwieweit das Verhalten und der hierarchische Freiheitsrahmen der Beteiligten die bestehende Organisationsstruktur in nicht-hierarchischen Unternehmen bestimmen und umgekehrt. 3. Die Wahl der Methoden und Verfahren Für diese Erhebung ist meine Entscheidung zur qualitativen Datenerhebung wichtiger. Ich habe mich für ein geführtes Interview mit einem Datenerhebungsexperten entschieden, da mein Thema „Social Action beschreiben“ (Mruck / Mey 2005: 8) zugeordnet wird, was schon in der Einleitung klar wird. Qualitative Methoden eignen sich, um "komplexe Details von Phänomenen, die quantitativ schwer darstellbar sind" aufzudecken (Strauss/Corbin 1996: 5). Meine zentrale Frage ist, wie die Organisation nicht-hierarchischer Unternehmen organisiert ist, und nicht, ob es einen Zusammenhang zwischen mindestens zwei Variablen gibt, wie in der quantitativen Forschung. Für diese Recherchearbeit möchte ich die Firma Premium-Cola recherchieren, denn meine Begegnung mit ihnen hat mich zuerst an diese Frage erinnert. Ich habe also schon eine Idee für dieses Unternehmen und habe mehr persönliches Interesse, mehr darüber zu erfahren. Zunächst muss ich mich entscheiden, welchen soziologisch interessanten Aspekt ich untersuchen möchte.Dafür bietet die besondere Form der Zusammenarbeit von Premium-Cola viele Möglichkeiten. Wenn ich bereit bin, stellt sich die Frage, wie ich detailliertere Erkenntnisse gewinnen kann, um Antworten auf meine Fragen zu geben. Gruppendiskussionen sind ausgeschlossen, da sie an unterschiedlichen Orten leben und arbeiten und es daher unmöglich ist, für mich wichtige Unternehmensaktivitäten zu sammeln. Daher erfolgt der Großteil der kollektiven Kommunikation per E-Mail, weshalb die ethnografischen Besuche keine Ergebnisse bringen und ich keine Dateien kenne, auf die ich zugreifen kann, die eine Fülle von Daten enthalten, um sie zu analysieren. Es stellt sich heraus, dass Experteninterviews sinnvoll sind, da Experten Hintergrundinformationen zu ungelösten Problemen meiner bisherigen Recherchen (z. B. Firmenwebsites) liefern können. Zudem wurde die persönliche Position des Befragten durch das Interview deutlich und bot die Möglichkeit zu interessanten Meinungsvergleichen. Interview als Form der Datenerhebung bedeutet auch die Interaktion zwischen dem Befragten und mir, die sich auf meine Rolle im Datenerhebungsprozess auswirkt.Der Kontakt mit den beiden Befragten ist sehr einfach geworden. Am Anfang wusste ich sehr gut, dass ich den Gründer von Premium-Cola interviewen wollte, einerseits weil er die umfassendsten Einblicke und Erfahrungen hat, andererseits weil ich seinen Vortrag auf dem Panel gehört habe und das weiß er redet darüber. Die Idee von Premium-Cola ist sehr offen. Er machte einen Zwischenstopp in Frankfurt für Vorstellungsgespräche, also war er sehr locker. Read Less