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Das „Premium Kollektiv“ - Ein visionäres Unternehmenskonzept

Written by Claudia Meissner

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Management

Year

2010

Abstract

Hausarbeit: Premium-Kollektiv“ a. Firmengeschichte und Hintergrund 9 „Unternehmen“ Premium soll die eigentliche Bedeutung der Vision und deren tatsächliche Umsetzung veranschaulichen und ist nach eigener Definition kein Unternehmen, sondern ein „Kollektiv“. Daher hebt es sich mit seinem Namen bewusst von traditionellen Unternehmen ab. Offizielles Gründungsdatum ist der 23. November 2001, denn es war ursprünglich die erste Flasche des einzigen Produktes der Organisation „Premium Cola“, die an diesem Tag produziert wurde. Die Chance zur Gründung der „Advanced Interest Group“ war die Entdeckung im Jahr 1999, dass die beliebte und langjährige „African Coke“ ihre Rezeptur geändert hatte und nicht mehr im Besitz des ursprünglichen Familienunternehmens war. Die Verbraucher wurden jedoch nicht über diese Entwicklungen informiert, und eine Gruppe junger Hamburger hält dies für unmoralisch und beschämend. Sie beschlossen, dieses Problem zu lösen und für Verbraucherrechte zu kämpfen. Zunächst versuchten sie, die neuen Eigentümer der Marke zu überreden, zu den alten Formeln und Konzepten zurückzukehren, wurden jedoch abgelehnt. Bald erreichte die Mitgliedschaft dieser Interessengruppe fast 800 Personen. Aber durch Zufall hatte ich die Möglichkeit, meine eigene Marke zu etablieren und die Originalrezeptur selbst herzustellen und zu verkaufen. Daher war die Entstehung der „Marke“ Premium nicht im Voraus geplant. Daher ist der Erstellungsprozess relativ langsam, manchmal begleitet von organisatorischen und finanziellen Problemen. Es gibt keine Finanzierungspläne und keine Kreditgeber. Alle Dienstleistungen werden von Privatpersonen erbracht. Zudem betreibt der Sponsor das Projekt nur in Teilzeit, um eine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, ohne auf Gewinn angewiesen zu sein. Trotz dieser Schwierigkeiten erreichte Premium Cola Ende 2004 dank gut funktionierender Kooperationen, Mundpropaganda und einiger Newsmeldungen die Selbstversorgung und die Nachfrage ist bis heute langsam aber stetig gewachsen. Im Oktober 2008 wurde die Produktpalette um Bio-Bier erweitert: Premium Pils. b) Vision Als Premium Cola in Produktion ging, war der gemeinsame Konsens, dass es eine Chance ist, ein Vorzeigeunternehmen zu werden und anderen Unternehmen zu zeigen, wie man konsequent ethisch und ökologisch wirtschaftet. Der „Schlüssel“ der Marke Premium ist nicht, Geld zu verdienen, sondern sich und der Welt etwas zu beweisen. Dadurch wich das Unternehmensmodell in fast allen Bereichen von der Norm ab. Handlungsfeld 1: Ökologie 11 Der Bereich Ökologie gliedert sich weiter in die Module Freistellung, Optimierung, Kohlendioxidkompensation, Bio/Bio-Land und Verkehr. Im Wesentlichen stellt dies Umweltschutzmaßnahmen über andere Werte. Auf der Flasche befindet sich beispielsweise nur ein Etikett statt der üblichen drei Etiketten. Das macht Platz für Informationen überflüssig, spart aber viel Papier, Kleber und Druckfarbe. Optimierung bedeutet, dass jedes verwendete Material minimalen Schaden anrichtet. Flaschen, Etiketten, Kronkorken und Kisten erfüllen höchste ökologische Standards. Indem 5 % aller Einnahmen für Umweltverbesserungen verwendet werden, werden die CO2-Emissionen des Transports so genau wie möglich berechnet und finanziell „ausgewogen“. Zum vierten Modul ist anzumerken, dass Premium Cola noch nicht die Anforderungen von Bioland erfüllt, aber in Planung ist. Premium-Bier wird von Anfang an in Bio-Qualität hergestellt. Ungeachtet der finanziellen Vorteile werden die Transportwege für hochwertige Produkte so effizient wie möglich gestaltet, sodass sie sich trotz der wertvollen finanziellen Vorteile immer noch weigern, nach Dänemark und Spanien zu vertreiben. In Deutschland bündeln wir mit Großhändlern den Fernverkehr und verteilen dann die entsprechenden Großhändler in der Region. Handlungsfeld 2: Gesellschaft 12 Das zweite Handlungsfeld heißt „Gesellschaft“ und umfasst zwölf Untermodule, wobei die unterschiedlichen Gewichtungen hier vernachlässigt werden sollen. Modul 1 beinhaltet den Grundsatz, dass alle Glieder der Qualitätskette soziale Mindeststandards erfüllen müssen, nämlich die Produktion und alle Lieferanten, Logistik- und Handelspartner sowie der Vertrieb. Senior-Kollektivisten überprüfen jeden Partner, indem sie gezielte Gespräche mit Mitarbeitern führen und das Arbeitsklima überprüfen, um zu verstehen, ob Mitarbeiter angemessen bezahlt und behandelt werden. Das zweite Modul definiert das „Hochrangige Kollektiv“ und stellt klar fest, dass alle Aktionäre – vom unabhängigen Geschäftspartner bis zum Endkunden – „[...] in allen organisatorischen und konditionellen Fragen absolut gleichberechtigt sind [.. .] . "13 Sie sind alle Teil des Kollektivs und haben auch ein Mitspracherecht bei der Verteilung von Finanzwerten. In Modul 3 wird die Anwendung der „Konsensdemokratie“ beschrieben und demonstriert. Read Less