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Nachhaltige Geschäftsmodelle

Eine explorative, qualitativ empirische Untersuchung

Written by V. Schmitt

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Supply Chain & Logistics

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Die Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Vom Menschen verursachte Umweltprobleme und soziale Unzufriedenheit weltweit haben die Dringlichkeit des Wandels mit sich gebracht (Jolink & Niesten, 2015, S. 386). Die steigende Nachfrage der Gesellschaft nach nachhaltigen Produkten hat auch den Handlungsdruck auf Unternehmen erhöht (The Nielsen Company, 2015, S. 16). Hier kommen nachhaltige Geschäftsmodelle ins Spiel: Unternehmen müssen Anpassungen an ihren Produkten und Dienstleistungen vornehmen (Jolink & Niesten, 2015, S. 386), damit diese Anpassungen für das gesamte Geschäft gelten und einzelne Bereiche überschreiten (vgl. Boons, 2009) . Zitiert nach Boons et al., 2013, S. 2). Die Forschung in diesem Bereich ist überwiegend jung und noch nicht vollständig erforscht (Boons & Lüdeke-Freund, 2013, S. 17). In der Literatur gibt es bereits wichtige Erkenntnisse zu den Eigenschaften nachhaltiger Geschäftsmodelle, ein umfassendes und detailliertes Verständnis der gleichen Inhalte ist jedoch noch nicht erreicht. 1.2 Ziel und Aufbau der Dissertation Diese Dissertation widmet sich der Erforschung nachhaltiger Geschäftsmodelle junger Unternehmen, die im Bereich der nachhaltigen Entwicklung tätig sind, mittels telefonischer Befragungen. Ziel ist es, ihre Geschäftsmodelle bis ins kleinste Detail zu verstehen, miteinander zu vergleichen und daraus mögliche theoretische Schlüsse zu ziehen, die bereits in gleicher oder ähnlicher Form vorliegen. Zunächst definiert und schlägt die Terminologie des nachhaltigen Geschäftsmodells den konzeptionellen Rahmen der aktuellen Arbeit vor. Anschließend wurden die grundlegenden Methoden erläutert und die Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie die teilnehmenden Unternehmen vorgestellt. Das vorletzte Kapitel befasst sich mit den Ergebnissen der Umfrage und wird im letzten Kapitel diskutiert. 2.1 Begriffsdefinitionen In diesem Kapitel wird die Definition des nachhaltigen Geschäftsmodells (SBM-Sustainable Business Model) erläutert, die der Arbeit dieses Artikels zugrunde liegt. Am Anfang stehen zwei Perspektiven, Nachhaltigkeit und Geschäftsmodell. Die Definition von nachhaltiger Entwicklung durch die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED) aus dem Jahr 1987 bildet eine wichtige Grundlage für alle Interpretationen des Begriffs Nachhaltigkeit. 3.1 Vorstellung der teilnehmenden Unternehmen Da es sich bei dieser Bachelorarbeit um ein Teilprojekt eines bestehenden Forschungsprojektes handelt, wurden 17 Unternehmen für die Befragung identifiziert, die zunächst telefonisch Kontakt aufgenommen und um Folgeinterviews gebeten haben. Schlägt der Versuch einer telefonischen Kontaktaufnahme fehl, senden wir eine Anfrage per E-Mail. Sieben Unternehmen erklärten sich zu einem Interview bereit und ein weiteres geeignetes Unternehmen kam durch privaten Kontakt hinzu. Damit wurden insgesamt acht Zusagen erfüllt und damit eine ausreichende Zahl von teilnehmenden Unternehmen sichergestellt. Bei den Befragten handelt es sich grundsätzlich um junge Unternehmen, die durch ihre Produkte oder Dienstleistungen einen ökologischen und/oder sozialen Mehrwert erbringen und daher nachhaltige Geschäftsmodelle gemäß den gegebenen Definitionen (siehe Kapitel 2.1-Begriffsdefinitionen) nutzen. Business (B2B) und Business-to-Consumer (B2C). Bis auf PREMIUM und LEIHBAR wurden alle Gesellschaften nach 2010 gegründet. Tabelle A-1 im Anhang skizziert die spezifischen Tätigkeitsbereiche der befragten Unternehmen. 3.2 Untersuchungsmethode Alle Interviews wurden mit Ausnahme von Akal Food telefonisch durchgeführt. Da diese in Gießen ist, wurde das Gespräch persönlich geführt und telefonisch aufgezeichnet. Alle anderen Umfragen wurden über Skype auf einem Laptop durchgeführt und mit dem MP3-Skype-Aufzeichnungsprogramm aufgezeichnet. Vor Beginn jedes Interviews wurde das Einverständnis des Interviewpartners eingeholt, das Gespräch aufzuzeichnen. Die Interviewzeit ist auf 30 bis 45 Minuten festgelegt. Wird diese Zeit überschritten, um den Prozess des Interviewpartners nicht zu unterbrechen und sicherzustellen, dass der Interviewpartner alle relevanten Informationen liefern kann, wird das Interview wie gewohnt fortgesetzt. Ein Interviewleitfaden (siehe Abbildung A-1 im Anhang) wurde erstellt und in jeder Befragung konsequent verwendet. Dieser wurde den Teilnehmern vorab per E-Mail zugesandt. Die leitlinienorientierte Erhebungsmethode wurde zum einen gewählt, weil sie die Gesprächsthemen auf die Interessensgebiete der Forschenden einschränkt. Gleichzeitig hindert es den Befragten nicht daran, sein Wissen preiszugeben (Meuser & Nagel, 1991, S. 448). Der Inhalt dieses Leitfadens basiert auf den theoretischen Überlegungen in Kapitel 2 (Theoretische Grundlagen). Dazu gehören mehrere thematische Abschnitte. Read Less