Add Thesis

Maßnahmen zur Förderung des unternehmerischen Denkens und Handelns der Mitarbeiter mit Hilfe von Change Management in Anlehnung an die HR-Strategie der VPV

Eine kritische Analyse

Written by Katharina Muth

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Human Resources

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Change Management in der Versicherungswirtschaft 3.1 Organisatorischer Wandel In der Vergangenheit reichte es aus, wenn Organisationen ihre Kernwettbewerbsfähigkeit wirksam förderten. Änderungen sind selten und werden meist mit externer Hilfe bearbeitet. Dies bedeutet jedoch, dass keine Fähigkeit zur Veränderung aufgebaut wurde. Heutzutage befinden sich die meisten Unternehmen in einem dynamischen Umfeld, und die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und diese zu kontrollieren, ist von entscheidender Bedeutung. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie sich eigenständig weiterentwickeln können. Dies wird durch Strategie, Werte und andere Faktoren geprägt. Dies wird auch als Unternehmenskultur bezeichnet. Wer Verhalten ändern will, muss die Unternehmenskultur ändern. 60 Dazu müssen wir zunächst die Faktoren verstehen, die die Unternehmenskultur beeinflussen. Die folgende Abbildung stellt verschiedene Ebenen der Unternehmenskultur dar. Wie aus der obigen Abbildung ersichtlich ist, besteht die Unternehmenskultur aus sichtbaren Artefakten und Verhaltensweisen und damit verbundenen, unsichtbaren Annahmen. Diese wirken sich auf das Verhalten der Mitarbeiter aus. Diese Faktoren bleiben oft ungelöst oder werden ignoriert. 62 Um die Unternehmenskultur zu verändern, muss ein Lernprozess durchgeführt werden. Die Mitarbeiter der Organisation müssen erkennen, dass Veränderungen notwendig sind, um ihre Einstellungen und damit ihr Verhalten zu ändern. Wenn Sie Änderungen vornehmen möchten, sind bestimmte Voraussetzungen hilfreich. Es ist wichtig, dass der Wandel vom Top-Management unterstützt wird und das Senior Management auf allen Ebenen den Wandel aktiv unterstützt. Natürlich können auch andere Unternehmen als Erfahrungsgegenstand herangezogen werden, jedoch sollte die Lösung intern speziell ausformuliert werden, da die Unternehmenskultur sehr personalisiert ist und es keine allgemeingültige Lösung gibt. Hier gilt es, Fehler nicht als grundsätzlich schlechte Dinge zu behandeln, sondern sie als Grundlage für neue Lösungen zu nutzen. 63 Grundsätzlich sind weder Einzelpersonen noch Organisationen bereit, sich zu verändern, denn Innovation ist in der Regel mit Unsicherheit verbunden. Allerdings hat die Versicherungswirtschaft eine besonders ausgeprägte Veränderungsaversion. Abbildung 6 listet sieben Faktoren auf, die belegen, dass die Versicherungsbranche Veränderungen hasst. Produkt- und Prozessfaktoren führen dazu, dass das Grundmodell der Versicherung, also die langfristig gewährte Sicherheit, zu einem relativ langen Produktlebenszyklus führt. 4. VPVins Ist-Analyse des unternehmerischen Denkens und Handelns auf Basis interner Befragungen 4.1 Befragungsverfahren und -methoden 4.2 Befragungsauswertung 4.3 Evaluierung bestehender Maßnahmen und Instrumente 5. Mit Hilfe von Experteninterviews Ziele und Handlungsempfehlungen der VPV 5.1 Manpower Resource Strategy@2020 5.2 Verfahren und Methoden von Experteninterviews Qualitative Experteninterviews können in unterschiedlichen Varianten eingesetzt werden. Beim Sammeln von Informationen über bisher weniger erforschte Bereiche werden explorative Experteninterviews verwendet. Sammeln Sie die notwendigen Daten, um die Hypothese zu formulieren. 98 Leitlinienbasierte Experteninterviews dienen dazu, „spezifische Informationen über das zu untersuchende Phänomen zu generieren, die sonst nicht verfügbar wären.“ 99 Für diese Arbeit wurden mehrere leitfadengestützte Experteninterviews ausgewählt. Ziel der Umfrage ist es, Motivation und innovative Ideen zum Thema zu gewinnen. Im Gespräch mit Experten anderer Branchen gilt ihr Unternehmen als innovativ und zukunftsorientiert. Das Phänomen ist in diesem Fall das unternehmerische Denken und Handeln des Unternehmens. In der Literatur findet sich kein besonders innovatives Förderkonzept. Daher wurden 5 Experten aus dem VPV-Netzwerk zum Experteninterview eingeladen. Die drei Personen mussten aus Zeitgründen abgesagt werden, die beiden Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Branchen (Lebensmittelindustrie und Automobilzulieferer). Aufgrund der räumlichen Distanz werden alle Gespräche telefonisch geführt. 5.3 Experteninterviewauswertung Für Herrn Lohmann, den geschäftsführenden Gesellschafter der allsafe JUNGFALK GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer, 180 Mitarbeiter), bedeutet unternehmerisches Denken und Handeln, dass er frei nach eigenen Vorstellungen handeln kann.​​​ Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass er für die Folgen dieses Verhaltens Verantwortung übernehmen muss. Die Autonomie des Handelns und die Verantwortung dafür sind untrennbar miteinander verbunden. Aus Sicht von Roman handeln auch Mitarbeiter, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, zum Wohle des Unternehmens. Risikoscheue Mitarbeiter werden diese Freiheit, selbst wenn sie gegeben ist, nicht nutzen. Ein Beispiel für unternehmerisches Denken und Handeln ist aus Sicht von Herrn Lohmann die Entscheidung des Projektmanagements, das Risiko möglicher Änderungskosten einzugehen, im Gegenzug aber den Projektzeitplan einhalten zu können. Daher haben Projektleiter die Risikobereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein, die Konsequenzen zu tragen und zu bewältigen. Read Less