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Kollektive Unternehmensführung als Einflussfaktor auf Commitment, untersucht unter Betrachtung der Principal-Agent- und der Anreiz-Beitragstheorie

Anhand des Beispiels der Handelsvertreter des Kollektivunternehmens Premium

Written by Constanze Scheunemann

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Leadership

Year

2009

Abstract

Bachelorarbeit: Kollektive Unternehmensprämie "Es gibt keine eindeutige und objektive Beschreibung einer Organisation. Eine Organisation ist immer nur eine Organisation im Kopf eines Individuums" (Ammon, 2006, S. 1). Als ich auf der Jahresversammlung im Juli 2009 zum ersten Mal einen engeren Kontakt mit Mitgliedern des Seniorenkollektivs hatte, gab es ein bekanntes Credo: "Wir wollen die Welt zu einem besseren Ort machen!". Sie sind alle Spinner, Leute, die Obamas sein wollen, Suppenkatzen, Coke-Dealer – viele von ihnen sind Vollzeitstudenten – wollen die Menschheit mit Getränken retten? Ich glaube, um mit aktuellen Wirtschaftstheorien „alternative“ Unternehmen wie Premium zu klären und zu verstehen, bedarf es eines Aktes des intellektuellen Gleichgewichts. Um dies zu erleichtern, beschloss ich, die Denkweise der Organisation an dieser Stelle vorherzusagen. Ich hoffe, dass dadurch für den Leser Informationen gesammelt werden, die es ihm ermöglichen, den Zusammenhang zu verstehen. 2.1 Herkunft und Unternehmenskonzept Premium oder Premium Cola hieß ursprünglich Premium oder Premium Cola, bevor sie im Oktober 2008 zu Premium Beer kam. Sie begann als soziale Bewegung und kann als „Organisation der von wirtschaftlichen Ungleichgewichten Betroffenen“ bezeichnet werden (Johnsdorf, 1998), als "politischer Träger neuer Aktion" (Buchardt, 1997). Genauer gesagt lässt sich das Kollektiv auf die Protestbewegung seiner Entstehung zurückführen. Afi-Cola-Fans bemerkten 1999 eine Geschmacksveränderung „ihrer“ Cola. Diese Änderung geht einher mit dem Erwerb der Rechte an der Marke afri-colas durch die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Für die Begeisterung der Verbraucher gibt es ihrer Meinung nach vor allem drei Gründe: Die besondere Zusammensetzung des Originalprodukts hat sich verändert, darunter der ultrahohe Koffeingehalt von 25mg/100ml. Die Füllgröße wird von einer (typischen) 0,2l-Flasche auf eine handelsübliche 0,7l-Mineralwasserflasche umgerechnet. Halten Sie diese Informationen dem Endbenutzer vor. Die "Hochrangige Interessenvertretung" wurde gegründet, ihr Protest gegen die Mineralbrunnen AG brachte jedoch keine Änderung. In dieser Zeit erhielt die Interessenvertretung eine Einladung von einem ehemaligen afrikanischen Coke-Abfüller: Er könne Coke nach alter Rezeptur herstellen. Dann begann das, was zunächst den Bedürfnissen der Gruppenmitglieder entsprach, weitere Interessenten anzuziehen. Schließlich ist der Umsatz seit der Firmengründung im Dezember 2001 stetig gestiegen, mit Kunden in rund 70 Städten, darunter Österreich und die Schweiz. Heute ist Premium als Einzelunternehmen von Uwe Lübbermann eingetragen. Er versteht sich nicht als Generaldirektor, der den Auftrag erteilt hat, sondern als gesetzlicher Vertreter der Organisation. 2.2 Aufstellung der Unternehmensstruktur Nach der Gründung von Qualitätsgenossenschaften wurde eine Bottom-up-Struktur gebildet. Dies ist eine in Deutschland nicht übliche Unternehmensstruktur, obwohl die Wirtschaftsorganisation der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst eine starke Bottom-up-Entwicklung erlebte. Arbeitnehmer haben (zum Beispiel) stärkere Rechte in Form von Betriebsverfassungsgesetzen, Arbeitsausschüssen usw. erhalten (vgl. Benthin und Brinkmann, 2008). Letztlich spielt die heutige Handlungskette bei der Findung und Umsetzung von Entscheidungen, Maßnahmen, Strategien etc. nach dem Top-Down-Prinzip in den meisten Geschäftsabläufen eine Rolle. Seniorenmitglieder verstehen sich als Kollektiv. Definitionsgemäß wird das Kollektiv als soziale Struktur von Menschen beschrieben, und seine Vereinigung kann auf verschiedenen Aspekten wie Rasse, Klasse oder Firmenzugehörigkeit beruhen (vgl. Dülfer, 1995). In der sogenannten alternativen Ökonomie bezeichnet das Kollektiv ein Projekt ohne Hierarchie oder ein selbstverwaltetes Unternehmen. Nähere Definitionen dieser Begriffe finden sich in Punkt 3.1 kollektive Unternehmensführung. Die Grundstruktur von Premium wird kurz wie folgt erläutert: Rechtsform: Einzelunternehmen mit eingetragener Marke auf Uwe Lübbermann. Die Mitglieder verstehen sich jedenfalls als Kollektiv. Firmensitz/Standort: existiert nicht. Vertrag: existiert nicht in Schriftform. Es gilt der „Hamburger Vertrag“, das heißt der Vertrag wird per Handschlag und auf gegenseitigem Vertrauen geschlossen. Eigenkapital: Anfangs 2.000 Mark verliehen. Heute sind 11.000 Euro auf dem Sparkonto nachhaltiger Banken. 0,01 Euro pro Flasche reservieren. Umsatz: 2006 gab es 36 Städte, 2007 waren es 53 und mittlerweile gibt es rund 70 Städte, die hochwertige Cola und/oder Bier verkaufen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 320.000 Flaschen verkauft. Für 2009 wurde diese Marke im Juli erreicht. Kosten: Der „Forward-Slope“-Preis von Cola für Getränkeabfüller setzt sich vollständig aus Rohstoffen und Verpackung, Gehaltskosten für leitende Angestellte, Abfüllerkosten sowie Reserven und Umweltbelastungsausgleich zusammen. Diese einfache Kalkulation (siehe Kalkulation 2008 im Anhang) ist möglich, da keine Händlerrabatte, Marketingmaßnahmen und Standortkosten (Firmenwagen, Büromiete) anfallen. Der Grundgedanke dahinter ist laut Lübbermann: „Wenn wir bei Premium nach einem Geschäftsjahr Gewinn machen, dann verlieren wir eigentlich zu viel von jemandem in der Kette. Das kann man als Unternehmer sagen, wenn ich Geld verdiene, Ich werde einen schrecklichen Job machen." Read Less