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Überlebensstrategien deutscher Indie-Musiklabel

Written by S. Makowiak

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2017

Abstract

Masterarbeit: Geschäftsmodell eines Plattenunternehmens „Das Geschäftsmodell stellt eine große Vereinfachung und zusammenfassende Beschreibung der damit verbundenen Aktivitäten des Unternehmens dar. Es erklärt, wie durch den Wertschöpfungsanteil des Unternehmens marktfähige Informationen, Produkte und/oder Dienstleistungen geschaffen werden Struktur Um das primäre Ziel der Generierung bzw. Sicherstellung von Wettbewerbsvorteilen zu erreichen, werden darüber hinaus auch Strategie- sowie Kunden- und Marktkomponenten berücksichtigt.“ 26 Im nächsten Abschnitt wird das Musiklabel des Geschäftsmodells des Unternehmens analysiert und hinsichtlich definierten Komponenten. 5.1 Ableitung der Wertschöpfungskette der Musikindustrie Um ein Geschäftsmodell zu entwickeln oder zu analysieren, müssen zunächst die Wertschöpfungsaktivitäten des Unternehmens beschrieben werden. Dies beinhaltet unterscheidbare Aktivitäten innerhalb des Unternehmens und gilt als Eckpfeiler gewinnbringender Produkte für den Kunden. Porters Konzept der Wertschöpfungskettenanalyse bietet ein relativ einfaches, aber erfolgreiches Instrument, um die Wertschöpfung des Unternehmens auszudrücken. Abbildung 4: Allgemeine Wertschöpfungskette von Porter28 Das Konzept wurde ursprünglich für produzierende Unternehmen entwickelt. Die Wertschöpfungskette umfasst die Hauptaktivitäten, die sich mit der eigentlichen Produktion und Auslieferung der Produkte an die Kunden befassen. Zu diesen Aktivitäten gehören der Materialeingang (Eingangslogistik), die Produkterstellung (Produktion), die Lieferlogistik, die Produktvermarktung und -distribution sowie After-Sales-Aktivitäten (Kundendienst). 5.1.2 Die Wertschöpfungskette eines Medienunternehmens Da die Porter-Wertschöpfungskette eine vereinfachte Darstellung von Wertschöpfungsaktivitäten darstellt, muss sie für jede Branche angepasst werden. Aus Sicht von Dienstleistungs- und Medienunternehmen kann die Inbound-Logistik nicht als logistische Aktivitäten verstanden werden, da die meisten Input-Elemente immaterielle Güter sind. Wenn Sie die allgemeine Wertschöpfungskette basierend auf den branchenspezifischen Attributen des Medienunternehmens ändern, wird die folgende Wertschöpfungskette erstellt. Die Wertschöpfungskette eines Medienunternehmens lässt sich in fünf wesentliche Wertschöpfungsaktivitäten unterteilen. Die erste Aktivität beschrieb die Beschaffung von Informationen und Inhalten, die für die Erstellung von Medienartikeln erforderlich sind31. Nach Erhalt der Informationen und Inhalte werden diese in Form eines Medienbeitrags weiterverarbeitet. Die zweite ist die Verpackung des Produkts. Bearbeiten Sie zuvor produzierte Medienbeiträge und wählen Sie die besten Produktkomponenten aus. Wertschöpfungskette der Musikindustrie Abbildung 6: Wertschöpfungskette der Musikindustrie Der aus der Wertschöpfungskette der Medienunternehmen abgeleitete Wertschöpfungsprozess der Musikwirtschaft gliedert sich in die Phasen Komposition, Aufnahme, Urheberrechtshandel, Tonträgerproduktion und -vertrieb. In der ersten Stufe, der Komposition, werden Musikwerke von Künstlern, Komponisten und Songwritern geschaffen. Das Musikfragment ist der Inhalt, der im zweiten Schritt der Aufnahme erstellt wird. Aus diesem Grund werden sie in einem Tonstudio aufgenommen und auf einer Master-CD abgespielt. Anbieter von Aufnahmeplanung, -steuerung und -durchführung sind in der Regel Plattenfirmen, Tonstudios, Produzenten und Aufnahmeleiter. Die dritte Ebene beschreibt die Rechtegeschäfte der Urheber von Musikwerken. Anbieter ist insoweit ein Musikverlag, dessen Leistung darin besteht, urheberrechtliche Nutzungsgebühren zu erheben. Nach Aushandlung aller Rechte der Veröffentlichung folgt im nächsten Schritt die physische Produktion des Tonträgers. Werden die Musikwerke ausschließlich online verkauft, entfällt dieser Prozessschritt. Im letzten Schritt werden die physisch hergestellten Tonträger und digitalen Musikdateien schließlich an die Empfänger verteilt. Der Produktionsprozess der Musikindustrie Abbildung 7: Der Produktionsprozess der Musikindustrie 35 Neben dem allgemeinen Wertschöpfungsprozess der Musikindustrie definiert er auch den Produktionsprozess, den ein bestimmter Tonträger durchlaufen muss. Die erste Stufe beschreibt das Konzept. In diesem Schritt werden die aktuellen Trends im Musikbereich analysiert. Als Ergebnis wird die Vorstellung vom Künstlerbild gesammelt und die für den Künstler geeignete Zielgruppe definiert. Darüber hinaus wurden ein Publikationsplan, ein Budget und ein Zeitplan formuliert. Anschließend erfolgt die Bewertung der ersten Arbeitsproben und des Gesamtauftritts des Künstlers sowie die Bewertung der im ersten Schritt erstellten Konzepte. Bei Bedarf werden bestehende Werke und Texte aktuellen Konzepten angepasst. Im dritten Prozessschritt wird die Master-CD produziert – ähnlich dem zweiten Schritt in der musikindustriellen Wertschöpfungskette „Recording“ (siehe Seite 15). Es folgt die Produktion, zum Beispiel Musikvideodreh, Fotodreh oder Tonträgerverpackung. Der letzte Prozessschritt umfasst die Reproduktion (Unterdrückung) des Tonträgers und dessen Digitalisierung – ähnlich dem vierten Schritt in der musikindustriellen Wertschöpfungskette „Tonträgerproduktion“ (siehe Seite 15). Read Less