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Anforderungsanalyse, Technologieauswahl und Umsetzung einer App zur Prüfungsvorbereitung und -Abnahme

Written by J. Bredigkeit

Paper category

Master Thesis

Subject

Computer Science

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Bedarfsmanagement Der Zweck des Bedarfsmanagements besteht darin, Anforderungen systematisch zu verwalten und Anforderungen nach festgelegten Standards zu erfassen. [6] Diese Definition von Anforderungsmanagement klingt zunächst unkompliziert und zeigt, dass ein systematischer Ansatz des Anforderungsmanagements den Erfolg der Softwareentwicklung sichern kann. Die Realität sieht jedoch oft ganz anders aus. Fast 50 % der Softwareprojekte erfüllen die Anforderungen der Kunden zumindest teilweise nicht. Aufgrund der Unfähigkeit, die Anforderungen zu erfüllen, wurde ein Drittel aller Projekte vor Fertigstellung abgebrochen. [7] Dies ist das Ergebnis der CHAOS-Studie der Standish Group. Diese Forschung befasst sich mit dem Erfolg oder Misserfolg von IT- und Softwareprojekten. Seit 1994 wurden mehr als 40.000 Einzelprojekte großer, mittlerer und kleiner Unternehmen regelmäßig wissenschaftlich besichtigt. Zu den Erhebungskriterien gehören Projektkosten, Projektzeit und inhaltliche Qualität. [8] Der wichtigste Aspekt der CHAOS-Forschung besteht darin, herauszufinden, warum das Projekt gescheitert ist. Die drei Hauptgründe für den Erfolg oder Misserfolg eines Softwareprojekts sind Stakeholderbeteiligung, Managementunterstützung und klar definierte Anforderungen. Obwohl es andere Standards gibt, haben diese drei Faktoren den größten Einfluss auf die Qualität. Die Frage ist jedoch, was Qualität in der Softwareentwicklung bedeutet. Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9000:2015-11 beschreibt den Begriff Qualität wie folgt: Qualität ist der Grad, in dem eine Reihe von inhärenten Eigenschaften eines Objekts die Anforderungen erfüllt. [9] Die Definition von Qualität zeigt unter anderem, dass eine hohe Qualität nur dann erreicht werden kann, wenn möglichst viele Objekteigenschaften Ihren Anforderungen entsprechen. Die Qualität kann nur gemessen werden, wenn die Eigenschaften des Objekts erfasst werden. Die Dokumentation solcher Referenzmerkmale ist erforderlich. Das "IEEE Software Engineering Terminology Standard Glossary" enthält Definitionen der drei erforderlichen Begriffe. Dann gibt es eine Bedingung: 1. Die Bedingungen oder Fähigkeiten, die der Benutzer benötigt, um das Problem zu lösen oder zu realisieren. [10] 2. Die Bedingungen oder Fähigkeiten, die ein System oder eine Systemkomponente erfüllen muss, um einen Vertrag zu erfüllen oder Normen, Spezifikationen oder anderen formellen Dokumenten zu entsprechen. [10] 3. Schriftliche Darstellung von Bedingungen oder Fähigkeiten, wie (1) oder (2). [10] Die dritte Definition verbindet die erste und zweite Definition und erweitert sie um eine wichtige Komponente: die Dokumentation. Schaut man sich die Definitionen der beiden Begriffe Nachfrage und Qualität an, wird deutlich, dass sie in gewisser Weise voneinander abhängig sind. Sind die schriftlichen Anforderungen erfüllt, ist die Qualität gegeben. 3.1 Anforderungsarten Nach der Definition von Ian Sommerville lassen sich Anforderungen in drei Kategorien einteilen. Dies sind: funktionale Anforderungen, qualitative Anforderungen und Rahmenbedingungen. [12] Funktionale Anforderungen beschreiben, was eine Anwendung und ihre Komponenten aus funktionaler oder datentechnischer Sicht leisten sollen oder nicht. [13] Qualitätsanforderungen legen die Qualitätsstandards eines Softwaresystems oder einzelner Systemkomponenten fest, wie z. B. Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit oder Leistung. Rahmenbedingungen sind externe Anforderungen, die die Möglichkeit der Umsetzung einer Anwendung einschränken. Sie können technischer, organisatorischer oder rechtlicher Natur sein. Da es sich bei den Rahmenbedingungen um feste Faktoren handelt, können sie nur schwer oder gar nicht geändert werden. So lässt sich beispielsweise die bestehende technologische IT-Infrastruktur zum Betrieb und zur Entwicklung von Softwaresystemen nicht einfach für den Einsatz in neuen Projekten umbauen. Auch die organisatorischen Rahmenbedingungen in einem Softwareprojekt können nicht geändert werden, wenn beispielsweise die Abteilung des Unternehmens, das die Software nutzt, ihre Struktur und Arbeitsabläufe nicht an die Software anpassen kann oder will. Dann erwarten Sie, dass sich die Software an die Umgebung des Unternehmens anpasst. Auch rechtliche Rahmenbedingungen wie Gesetze und Richtlinien gelten als feste Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen, wie beispielsweise der Datenschutz. Bei internationalen Projekten müssen auch kulturelle oder ethnische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, wie die richtige Adressform oder die Bedeutung von Farben, Symbolen und Zahlen. [12] 3.2 Bedarfsermittlung und -analyse Der erste Schritt bei der Ermittlung oder Ermittlung von Anforderungen besteht darin, Interessengruppen zu identifizieren. Hat man sie einmal gefunden, erscheinen die Voraussetzungen für deren Bestimmung zunächst einfach. Es gibt jedoch viele potenzielle Probleme bei der Bedarfserfassung. Kundenanforderungen sind oft unspezifisch oder mehrdeutig. Gezielte Kommunikation für Kunden, deren Fachsprache schwer verständlich und Terminologie schwer verständlich ist. Unterschiedliche Stakeholder verwenden oft unterschiedliche Begriffe oder haben unterschiedliche Ziele. Auch die organisatorischen Rahmenbedingungen sind oft unklar oder inkonsistent. Auch wenn zu Beginn des Projekts alle Anforderungen geklärt sind, können sich die Anforderungen während des Implementierungsprozesses ändern. Aufgrund dieser Hindernisse müssen die Anforderungen frühzeitig und genau spezifiziert werden. Um ungenaue oder inkonsistente Anforderungen zu vermeiden, werden zur Überprüfung der gesamten Anforderungsspezifikation folgende Kennzahlen verwendet: Korrektheit, Vollständigkeit, Klarheit, Überprüfbarkeit, Konsistenz, Priorität, Variabilität und Nachvollziehbarkeit [14]. Read Less