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Product-Placement auf YouTube

Auswirkungen auf das Kaufverhalten von Jugendlichen

Written by Sabrina Leitner

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2016

Abstract

Masterarbeit: Der Online-Videomarkt am Beispiel YouTube 2.1 Die Entwicklung des deutschen Online-Videomarktes Vor 18 Jahren zeigte die erste ARD-Online-Studie 1997, dass nur 6,5 % der deutschen Bevölkerung einen Online-Zugang hatten (vgl. van Eimeren et al. ) 1997, Seite 5). Das liegt vor allem an der langen Wartezeit für Dateneinstellungen, sodass der Online-Videomarkt damals noch klein war. Damals erhielten nur 19% der Online-Nutzer dynamische Bildzitate im Internet (vgl. ebd., S. 29). Im Gegensatz dazu waren 2015 fast 80 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren sogenannte Online-Nutzer. Davon nutzen knapp 82 % gelegentlich Videoangebote im Internet2 (vgl. Kupferschmitt 2015, S. 383). Die visuellen und sozialen Gründe für die Entwicklung des Online-Videomarktes lassen sich ermitteln (vgl. Beißwenger 2010, S. 20f.; de Buhr und Tweraser 2010, S. 73; Gerloff 2014, S. 21). Technologischer Entwicklungsmotor Internetnutzer sind nicht mehr nur als Konsumenten, sondern oft auch als Produzenten im Internet aktiv. Ende des 20. Jahrhunderts nannte der Futurist Alvin Toffler dieses Phänomen der Verschmelzung von Konsum und Produktion das Kunstwort „prosumer“ (verdeutscht „prosumer“) (vgl (vgl. de Buhr und Tweraser2010, S. 73; Gerloff 2014, S. 21). Insbesondere können Nutzer als Produzenten auf Videoplattformen wie YouTube, MyVideo oder Vimeo auftreten. Einerseits können Sie neue Inhalte erstellen, indem Sie eigenes Videomaterial hochladen, andererseits können Sie als Empfänger fungieren, indem Sie Online-Videos anderer Videoproduzenten ansehen. Das Ergebnis ist nicht nur eine Vielzahl von Online-Videos, sondern vor allem ein Videoprogramm mit abwechslungsreichen Themen. Wer sich heute Online-Videos anschauen möchte, kann aus einem breiten Themenspektrum wählen: Von beliebten amerikanischen Serien, Videotagebüchern bekannter Blogger oder Tutorials zu verschiedenen Themen bis hin zu Comedy-Videos kann fast jeder Geschmack befriedigt werden. Zudem haben hier vor allem Nischenthemen eine Plattform gefunden. So können Sie Ihre eigenen Programme nach Ihren eigenen Interessen zusammenstellen, auch eine Vielzahl von Online-Videoplattformen veranschaulichen diese Entwicklung. Sie lassen sich grob in die oben genannten Videoportale mit nutzergenerierten Inhalten (wie YouTube, MyVideo, Clipfish, Vimeo etc.), Videostreaming-Dienste (wie Netflix, maxdome, Amazon Prime Instant Video etc.) und . einteilen Fernsehsender. Die zunehmende Popularität von Breitbandanschlüssen und mobilen Endgeräten hat auch zu einer rasanten Entwicklung des Online-Videomarktes geführt (vgl. Gerloff 2014, S. 21). Sie können von fast überall aus Online-Videos hochladen und darauf zugreifen. Vor allem aber nimmt die Nutzung des mobilen Internets zu. Laut einer Studie zum D21-Plan aus dem Jahr 2014 nutzt mehr als die Hälfte der deutschen Online-Bevölkerung das Internet über mobile Endgeräte. Das Lesen und Versenden von E-Mails sowie die Nutzung von Messaging-Diensten gehören zu den am häufigsten genutzten Aktivitäten der Befragten über Mobilfunknetze. Dagegen nutzen nur 17 % der Befragten das mobile Internet, um Filme oder Videos anzusehen (vgl. Initiative D21e.V.2014). An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Online-Videokonsum über das feste Internet grundsätzlich gesättigt ist und daher stagniert und die Nutzung des mobilen Internets in den nächsten Jahren voraussichtlich zunehmen wird. Soziale Treiber der Entwicklung Beswinger identifizierte auch die Bedürfnisse der drei Personen, was seiner Meinung nach auch zur Entwicklung des Videomarktes beiträgt (vgl. Beswinger 2010, Nr. 20f.). Gerade durch die zunehmende Demokratisierung des Internets werden Internetnutzer heute mit vielen Informationen konfrontiert. Diese müssen sortiert und das Relevante herausgefiltert werden. Die Leute sagen oft, dass Informationen überladen sind, was bedeutet, dass Menschen wichtige Informationen nicht mehr von unwichtigen Informationen unterscheiden können. Beswinger betrachtet audiovisuelle Inhalte in diesem Fall als Positionierungsfunktion. Durch die Verarbeitung mehrerer Sinne beim Anschauen eines Videos heben sie sich aus einer Vielzahl von Informationen ab, bieten Sicherheit und Orientierung und erleichtern so den Filterprozess (vgl. ebd., S. 21). Die zweite Anforderung, „Anerkennung und Ruhm“ (ebd., S. 21), hängt hauptsächlich von den Personen ab, die die Inhalte online stellen, um ein breites Publikum zu erreichen. Auf Videoportalen mit User Generated Content können Zielgruppen diese potentiellen Zielgruppen einfach und zielgenau erreichen. Gerloff sah auch die Gründe für die rasante Verbreitung von Videos über Social-Media-Kanäle in immer mehr sozialen Netzwerken (vgl. Gerloff 2014, S. 21). Mit wenigen Klicks lässt sich das Video mit vielen Menschen auf der ganzen Welt teilen und auch Menschen lösen, die über traditionelle Medien nicht mehr erreichbar sind. Erfolgsgeschichten von YouTube-Nutzern wie Gronkh (Bourgeoisie: Erik Range), der 2010 seinen eigenen YouTube-Kanal eröffnete und einer von ihnen wurde, beweist, dass man auf diese Weise schnell Millionen von Menschen erreichen kann. Read Less