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Qualitative Untersuchung zur Problemanalyse der mangelnden Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand

Written by T. Kremser

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>General

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Der deutsche Mittelstand hat verschiedene Begriffe, die sich auf den deutschen Mittelstand beziehen. Dazu zählen beispielsweise kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Hidden Champions, Familienunternehmen und Selbstständige. Diese bedeuten jedoch nicht alle dasselbe. Es gibt keine gesetzliche Definition des Begriffs Mittelstand. 12 Daher müssen diese Begriffe voneinander getrennt und in ihrer Bedeutung erklärt werden. Der Duden definiert ein mittelständisches Unternehmen als "die Summe aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen". 13 Diese Definition gilt auch für den Begriff des Familienunternehmens. Darüber hinaus ist der Begriff eine einheitliche Beschreibung von Immobilien und Verwaltung im deutschsprachigen Raum. Es hat also nichts mit der Größe des Unternehmens zu tun. 14 Ein mittelständisches Unternehmen besteht aus Unternehmen, deren Inhaber das Unternehmen auch persönlich leiten. Berücksichtigt nicht die Größe des Unternehmens basierend auf der Anzahl der Mitarbeiter oder dem Umsatz. Daher sind die Qualitätsmerkmale entscheidend. Dazu gehören die persönliche Einflussnahme auf das Unternehmen, das Eingehen von geschäftlichen Risiken sowie die Sicherung des persönlichen Einkommens und Lebensunterhalts. Kleine und mittlere Unternehmen und Hidden Champions, die anhand quantitativer Merkmale in ihrer Bedeutung definiert werden, sind nicht gleichbedeutend mit mittelständischen Unternehmen. Wenn die qualitativen Merkmale stimmen, können Unternehmen nach diesen Definitionen dem deutschen Mittelstand zugeordnet werden. 3 Überblick über die Unternehmensnachfolge deutscher mittelständischer Unternehmen Die Forschungsgrundlage dieser Bachelorarbeit basiert im Wesentlichen auf den Forschungsergebnissen des Instituts für Mittelstand in Bonn und den Arbeiten und Materialien der Deutscher Industrie- und Handelskammertag und das Deutsche Institut für industrielle Entwicklung. Auch auf andere Forschungsergebnisse und verwandte Materialien wird Bezug genommen, und auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und andere Institutionen (wie Sparkasse, KfW Bankengruppe und EMF-Institut) widmen sich dem Thema Unternehmensnachfolge. Sie informieren, sensibilisieren und unterstützen die Forschung zu Erbschaftsthemen. Am Beispiel der von mittelständischen Unternehmen selbst gegründeten Verbände (z. B. BVMW, BM, UMU, DMB) ist zu erkennen, dass diese eher auf die Information ihrer Mitglieder als auf die Forschung ausgerichtet sind. Auch viele Hochschulen wie die Universität Mannheim und die Universität Göttingen haben Forschungen zum Mittelstand betrieben. In der Landwirtschaft werden aufgrund der hohen Tradition nur 3% der bäuerlichen Erbrechte außerhalb der Familie vererbt. Nichtsdestotrotz hat auch der Agrarsektor Umfragen, Sensibilisierungen, Anregungen und Unterstützung zum verwandten Thema landwirtschaftliches Erbe durchgeführt. 4 Problemanalyse fehlende Unternehmensnachfolge Die Problematik lässt sich aus dem Stand der bisherigen Forschung ableiten, der im Folgenden näher erläutert wird. Daraus sollen die Forschungsfelder und Problemstellungen abgeleitet werden und im Rahmen von nachfolgenden qualitativen Untersuchungen überprüft werden: fehlendes Bewusstsein und Planungsvorbereitung für die Nachfolge des Eigentümers - Suche nach einem potenziellen Nachfolger oder Unternehmen - die Herausforderung der Unternehmensbewertung aufgrund der emotionalen Bindung des Eigentümers in Bezug auf die Finanzierungsfragen des Nachfolgers - fehlende Qualifikation und fehlendes Nachfolgepotential - Auswirkungen auf die Erbschaftsteuer zum Thema Unternehmensnachfolge 4.1 Das Problem der Einschätzung der anstehenden Übergabe hängt von der Angemessenheit des Schätzverfahrens ab: Wird von weniger oder mehr Übergaben ausgegangen, kann die Relevanz des Themas unter- oder überschätzt werden. Der Grund dafür ist schwer vorherzusagen. Bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen eine Übernahme wert ist, muss ggf. differenziert werden. Eigentümer und Nachfolger eines Unternehmens können die wirtschaftliche Attraktivität des Unternehmens unterschiedlich einschätzen. Allgemeine Annahmen haben einen großen Einfluss auf die Schätzergebnisse. 80% der Unternehmen werden herausgefiltert. 53 Die Zahl der zur Übertragung zur Verfügung stehenden Unternehmen kann aus unserer eigenen Erhebung nicht ermittelt werden. 4.2 Probleme mit den aktuellen Rahmenbedingungen Die in Kapitel 3.2 genannten Rahmenbedingungen können mittelfristig nur bedingt beeinflusst werden und werden in der Folgeuntersuchung weiter analysiert bzw. überprüft. Daher kann hierfür keine Lösung bereitgestellt werden. Interessant und wichtig ist jedoch, wie die Eigentümer die Entwicklung ihrer Kinder wahrnehmen und ob sie ihrer Meinung nach eine geringe unternehmerische Neigung haben. Für Eigentümer stellt sich daher das Problem, ob es in der nächsten Generation Generationsunterschiede gibt und ob ihre eigenen Kinder die Positionen ihrer Eltern im Unternehmen erben werden. Zudem wurde nur ein Teil der Gesamterhebung durchgeführt (siehe Kapitel 5.1.2). 4.3 Bewusstsein und Planung der Unternehmensnachfolge Theoretisch beginnt die Erbschaft mit der Initiative des Eigentümers aus persönlichen Gründen, Tod, Krankheit oder Alter (siehe Kapitel 2.1) und der daraus resultierenden Schließung, Veräußerung oder Erbschaft. In der Praxis sollte das Bewusstsein für die Übergabe frühzeitig vorhanden sein und mit der Planung rechtzeitig begonnen werden, da die Aufgabe der Übergabe sehr kompliziert ist. Read Less