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Der Zusammenhang von Stress, Coping und Alkoholkonsum bei jungen Studenten

Written by H. Schmidt

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Psychology

Year

2013

Abstract

Bachelorarbeit: Druck Studiendruck, familiärer Druck, zwischenmenschlicher Druck oder Freizeitdruck: Druck ist heute allgegenwärtig. Im nächsten Abschnitt werden Stressthemen näher beschrieben und die wichtigsten Stresstheorien vorgestellt. 2.1.1 Stress: Geschichte und Begriffsdefinition Der amerikanische Physiologe Walter Cannon (1871-1945) und der österreichisch-kanadische Arzt und Biochemiker Hans Selye (1907-1982) gelten als Pioniere der Stressforschung. Cannon (1929) fand heraus, dass sowohl Tiere als auch Menschen adaptive Reaktionen auf akute Stressereignisse zeigen. Nach seinen Vorstellungen ist dieser Reiz als Stressquelle anzusehen, die die Homöostase des Körpers stört. Laut Cannon löst eine akute Bedrohung eine Reihe physiologischer Reaktionen aus, die es Organismen erleichtern, sich zu verteidigen und zu bekämpfen oder zu fliehen, um Sicherheit zu erlangen (Schneider, 2009; Schoof, 2009). Diese Reaktion wird als Kampf- oder Fluchtreaktion bezeichnet. Selye (1956) führte in seinem Buch "The Pressure of Life" das Konzept des Drucks in die Medizin ein. Er definierte Stress als unspezifische Reaktion auf jede Anfrage eines Organismus. Diese Bedürfnisse oder dieser Druck erfordern die Anpassungsreaktion des Körpers, die er als allgemeines Anpassungssyndrom bezeichnete, das in drei Phasen unterteilt ist. Die erste ist die Alarmphase, in der die Stressquelle identifiziert wird und der Organismus Ressourcen aktiviert, um damit umzugehen. In der zweiten Resistenzstufe widerstehen Menschen den Auswirkungen von Stressoren, obwohl ihre Resistenz gegenüber anderen Stressoren begrenzt ist. Die dritte Phase wird als Depletionsphase bezeichnet. Wenn eine Person über längere Zeit Stressoren ausgesetzt ist, ist die Widerstandskraft schließlich erschöpft, wird der Stress nicht abgebaut, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben (Kaluza, 2012; Landy & Conte, 2007); Selye (1956) It ist der erste, der zwischen gutem Stress, Eustress und schlechtem Stress, Distress unterscheidet. Aus seiner Sicht bietet eustress Herausforderungen, die den Einzelnen zu größeren Anstrengungen motivieren. Auf der anderen Seite entsteht Stress durch langfristige Stresssituationen, die sich negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Andererseits unterscheiden neuere Konzepte die drei Begriffe Stress, Anspannung und Anspannung. Stress wird als objektiver Faktor verstanden, der von außen auf den Menschen einwirkt, wie beispielsweise Lärm, Zeitdruck oder Konfliktsituationen (Maier, 2013). Andererseits beschreibt Stress die subjektiven Folgen einer solchen Belastung für den Organismus, die sich wiederum in körperlichen Folgen niederschlagen. 2.1.2 Reizorientiertes Stresskonzept: Stress als Reiz Das reizorientierte Stresskonzept betrachtet Stress als Reiz, Ereignis oder Situation, die eine Hindernisreaktion hervorruft. Diese Reize werden Stressoren genannt und lassen sich nach Kaluza (2012) in verschiedene Kategorien einteilen. Physiologische Stressoren wie Lärm, extreme Hitze oder Kälte können in unserer direkten Umgebung entstehen. Aber auch der eigene Körper kann Stress verursachen, etwa durch starke oder chronische Schmerzen, Hunger, Durst oder Bewegungseinschränkungen. Darüber hinaus kann es aufgrund der Leistungsanforderungen zu psychischen Belastungen kommen. Dazu gehören Prüfungen, Zeitdruck oder Überforderung. Auch im sozialen Bereich können Stressoren auftreten, wie ungelöste zwischenmenschliche Konflikte, Isolation oder Trennung oder verlorene Erfahrungen. Andere Stressquellen sind Alltagskrankheiten, aber nicht alle Bedürfnisse führen automatisch zu Stressreaktionen. Druck entsteht nur dann, wenn die Anforderungen einerseits und die eigenen Bewältigungskompetenzen andererseits unterschiedlich sind (Kaluza, 2012) und die subjektive Einschätzung von Anforderungen, Bewältigungsoptionen und Ressourcen eine entscheidende Rolle spielt. Das reizorientierte Stresskonzept geht davon aus, dass viele Reize erst durch kognitive Prozesse zu Stressoren werden. Die Stimulation selbst hat keine Wirkung, aber sie hat unterschiedliche Wirkungen auf verschiedene Menschen (Nitsch, 1981). 2.1.3 Reaktionsorientierter Ansatz: Stress als Reaktion Im Gegensatz zum reizorientierten Ansatz konzentriert sich das reaktionsorientierte Konzept der Stressforschung auf die individuelle Reaktion auf bestimmte Lebens- oder Umwelteinflüsse. Auf verschiedenen Ebenen. Es gibt drei Differenzebenen, alle drei Ebenen interagieren und beeinflussen sich gegenseitig: die physische Ebene, die Verhaltensebene und die kognitiv-emotionale Ebene (Eppel, 2007; Kaluza, 2012). Auf der körperlichen Ebene findet eine allgemeine Aktivierung und Energiemobilisierung statt. Dies ist beispielsweise an einem schnelleren Herzschlag oder einer erhöhten Muskelspannung zu erkennen und bereitet den Körper in kurzer Zeit auf die Aktion vor. Im Laufe der Evolution stellt dieses Reaktionsprogramm einen signifikanten Überlebensvorteil dar. Hält diese Aktivierungsreaktion jedoch lange an, weil der Stressor nicht reduziert werden kann oder ständig wiederkehrt, ist die Folge eine erschöpfte Reaktion mit negativen Folgen für die gesundheitlichen Bedürfnisse. Read Less