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Zusammenhänge von Persönlichkeit, psychischer Gesundheit und Arbeitsorganisation

Eine empirische Studie bei Pfarramtssekretärinnen und -sekretären in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Written by J. Kronester

Paper category

Master Thesis

Subject

Psychology

Year

2017

Abstract

Masterarbeit: Big-Five-Persönlichkeitsfaktoren 2.1.1 Definition und Merkmale der Big-Five-Persönlichkeitspsychologie Es ist seit langem anerkannt, dass Forschung erforderlich ist, um die Persönlichkeitsmerkmale von Menschen miteinander zu verknüpfen und sie so sorgfältig wie möglich zu beschreiben. So entstanden in den letzten 80 Jahren die fünf wichtigsten Persönlichkeitsfaktoren, die in der Wissenschaft weithin anerkannt sind. Sie beschreiben die wichtigsten Persönlichkeitsdimensionen. Die Big Five sind nach Asendorpf & Neyer (2012, S. 109) im übertragenen Sinne ein fünfdimensionales Koordinatensystem, in dem jede Person durch separate Koordinaten auf den fünf Achsen beschrieben werden kann. Die fünf Achsen oder Hauptdimensionen sind Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Toleranz (siehe Abbildung 3). Das Modell ist strukturell bipolar, dh. H. Der hohe oder niedrige Wert einer Dimension führt nicht zu einer guten oder schlechten Bewertung, aber die Eigenschaften einer Person liegen eher am einen oder anderen Extrem. Beispielsweise liegen die Persönlichkeitsmerkmale der neurotischen Dimension einer Person zwischen den beiden Extremen Instabilität, Angst, Anspannung und Stabilität und Ausgeglichenheit (Fechtenhauer, 2011, S. 166). Die Geschichte der Big Five begann 1884 mit Galton und seiner ersten Ablagerungshypothese, auch bekannt als lexikalische Hypothese oder lexikalische Methode. Diese Hypothese geht davon aus, dass „alle wichtigen Persönlichkeitsmerkmale populär als Adjektive ausgedrückt werden können“ (Asendorpf & Neyer, 2012, S. 419). Allport und Odebert folgten 1936 der lexikalischen Methode und analysierten Websters neues internationales Wörterbuch. Sie extrahierten 17.953 Wörter, die Persönlichkeitsmerkmale sprachlich beschreiben und reduzierten sie auf 4.504 Adjektive. Im Jahr 1943 verwendete das Kartell die statistische Methode der Faktorenanalyse, um die Persönlichkeitsfaktoren in dieser Liste in 16 Hauptfaktoren zu unterteilen. Verschiedene Forscher führten weitere Analysen durch und erhielten wiederholt drei oder fünf Faktoren (De Raad, 1998, S. 116). Die Forscher Eysenck, Fiske, Tupes und Christal, Norman und Goldberg leisteten bedeutende Forschungsbeiträge. Um 1985 veröffentlichten die Forscher Costa und McCrae eine Fünf-Faktoren-Liste (NEO Personality Inventory, NEO-PI), mit der fünf Persönlichkeitsdimensionen gemessen wurden, und die Big Five machten einen Durchbruch in der Persönlichkeitspsychologie (De Raad, 1998, Nr. 116). Buchseite) ). Nach der Überprüfung der Fünf-Faktoren-Liste NEO Personality Inventory 1987 bestätigten zwei Forscher erfolgreich das Big-Five-Modell (McCrae & Costa, 1987, S. 86-89). 2.1.2 Status Quo der Forschung in den Big-Five-Ländern In den letzten 20 Jahren wurde viel zu den Big-Five-Ländern geforscht. Verschiedene Forscher haben immer wieder die Frage gestellt, ob es richtig ist, sich auf fünf Dimensionen zu konzentrieren oder ob zusätzliche Dimensionen wie Selbstvertrauen, Emotionen, religiöse Überzeugungen und Intelligenz hinzugefügt werden müssen (Myers, 2008, S. 614). Andererseits haben De Raad et al. (2010) ist der Ansicht, dass die neuere lexikalische Analyse in einem interkulturellen Kontext, insbesondere für Sprachen aus verschiedenen Sprachfamilien wie Ungarisch, Koreanisch und Türkisch, tendenziell Drei-Faktoren-Lösungen unterstützt. Die einzigen Faktoren, die kulturübergreifend repliziert werden können, sind Extroversion, Toleranz und Gewissenhaftigkeit (De Raad et al., 2010, S. 171). Asendorpf und Neyer diskutierten einen weiteren Aspekt, die grundsätzliche Kritik des lexikalischen Ansatzes, da dieser lediglich die ähnliche Struktur der in der Alltagspsychologie vertretenen Attribute beschreibt (2012, S. 111). Obwohl es diverse Einwände, Diskussionen und berechtigte Nachfragen zum Fünf-Faktoren-Modell gibt, ist die Big-Five-Persönlichkeit nach aktuellem Stand der Forschung die beste Variante zur Beschreibung von Persönlichkeitsmerkmalen und die „neueste Technologie“ in der Personalpsychologie. Neben der bereits erwähnten Grunddiskussion der Persönlichkeitspsychologen zum Big-Five-Persönlichkeitsmodell und seinen Grenzen hat die aktuelle Forschung auch wichtige Erkenntnisse über die Bedeutung und Bedeutung der Fünf-Faktoren-Liste gewonnen. Ein wichtiger Meilenstein ist die Metaanalyse von Barrick und Mount (1991) „Five Personality Dimensions and Work Performance: Meta-Analysis“. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Verantwortungsbewusstsein unabhängig von der Berufsgruppe die Arbeitsleistung oder den beruflichen Erfolg vorhersagt: Je stärker das Verantwortungsbewusstsein, desto erfolgreicher ist ein Mensch. In derselben Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Faktorextroversion ein effektiver Prädiktor für eine gute Arbeitsleistung von Managern und Vertriebsmitarbeitern ist. Der hohe Wert der Kombination von Offenheit und Extrovertiertheit weist auf die gute Leistung professioneller Trainer in der Talententwicklung hin (Barrick und Mount, 1991, S. 19). Richter Higgins, Tho-resen und Barrick bestätigten in einer Langzeitstudie (1999), dass es einen Zusammenhang zwischen den Big Five, Intelligenz und dem beruflichen Erfolg der Menschen gibt. Der Gewissensfaktor ist in dieser Studie insbesondere der berufsübergreifende Prädiktor für Arbeitszufriedenheit, Einkommen und Karrierestatus (Judge et al., 1999, S. 621). Hat einen niedrigen neurotischen Wert, nämlich H. In ihrer Forschung konnten die Forscher den Zusammenhang zwischen Karriereerfolg und emotionaler Stabilität, geringer Toleranz und hoher Extrovertiertheit, insbesondere in Bezug auf Gehalt und Karriere, nachweisen. 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