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Schuldverschreibungen und dynamische Investitionsrechnung

Written by Anonymous

Grade 1,7

Paper category

Term Paper

Subject

Economics

Year

2021

Abstract

Schuldverschreibungen oder auch Anleihen oder Bonds sind eine Form von Wertpapier.Eine Anleihe ist ein Schuldtitel, ähnlich wie ein Schuldschein. Schuldner geben Anleihen aus, um Geld von Anlegern zu erhalten, die bereit sind, ihnen für einen bestimmten Zeitraum Geld zu leihen.Wenn jemandeine Anleihe kauft, gewährterdem Emittenten, bei dem es sich um eine Regierung, eine Gemeinde oder ein Unternehmen handeln kann, ein Darlehen. Im Gegenzug verspricht der Emittent, während der Laufzeit der Anleihe einen bestimmten Zinssatz zu zahlen und das Kapital, das auch als Nennwert der Anleihe bezeichnet wird,nach einem bestimmten Zeitraumzurückzuzahlen, wenn die Anleihe "fällig" wird. Sokönnen sichbeispielweiseUnternehmen fremdfinanzieren.Für den Investor wiederum stellt eine solche Anleihe eineverhältnismäßig risikoarme Anlagemöglichkeit dar.Es gibt verschiedene Arten von Bonds, es soll im Weiteren auf „Straight Bonds“, „Zero Bonds“ und „Floating Rate Notes“ eingegangen werden. Straight BondsEin „Straight Bond“ oder auch eine Industrieanleiheist eineForm der Schuldverschreibung.Ein „Straight Bond”ist die einfachste aller Schuldverschreibungen. Sie wird auch als plain vanilla-oder Standart-Anleihe bezeichnet, da sie verglichen mit anderen Arten von Anleihen keine zusätzlichen Merkmale aufweist. Alle anderen Anleihetypen sind Variationen oder Ergänzungen von Straight Bonds. Beim „Straight Bond“ orientiert sich der Nominalzins an der Kapitalmarktrendite zum Zeitpunkt des Abschlusses(dem Emissionszeitpunkt)der Schuldverschreibung. Diese Verzinsung ist festgeschrieben, für die Gesamtlaufzeit der Schuldverschreibung, es handelt sich also um eine Festzinsanleihe, imenglischen einen „fixed rate Bond“.Wie bei allen Anleihen besteht ein Ausfallrisiko daher das Risiko, dass das Unternehmen in Konkurs geht und seinen Schuldverpflichtungen nicht mehr nachkommt.Des Weiteren besteht ein Zinsrisiko.Wenn beispielweise die Konditionen der Anleihe zu einem Zeitpunkt mit niedrigeren Kaptalmarktzinsen verhandelt wurden und über den Zeitraum bis zum Fälligkeitstag die Zinsen steigen, entstehen für den Investor Opportunitätskosten dadurch, dass das in der Anleihe Gebundene Kapital nicht zu diesen, nun günstigeren Konditionen angelegt werden kann. Es besteht darüber hinaus ein Risiko bei Geschäften mit Anleihen auf dem Sekundärmarkt. Anders als zum Beispiel bei einem handelsüblichen Kredit, trägt die ursprünglich angesprochene Bank das Risiko nicht selbst, sondern tritt als Vermittler zwischen dem, sich um Finanzierung bemühenden Unternehmen und den eigentlichen Investoren auf.Die Bank übernimmt die Rolle „Lead Manager“wofür die Bank eine Provision von, in der Regel 4-5% des Anleihebetrags erhält. Die ursprüngliche Bank stellt eine Verbindung zu anderen Banken her, den „Underwriters“. Diese wiederum veräußern Schuldverschreibungen an die eigentlichen Investoren die als Inhaber der Anleihe das Risiko tragen.Mit Anleihen kann wie mit anderen Wertpapierengehandelt werden daher besteht ein Sekundärmarkt auf diesem könnenSchuldverschreibungen gekauft und verkauft werden.Beispielweise könnte ein Inhaber einer Schuldverschreibung der davon ausgeht, dass das Debitor-Unternehmen vor Auslaufen des Bonds insolvent wird die Anleihe unter dem Wert, den er ursprünglich gezahlt hat,verkaufen,um seine Verluste zu minimieren. Der Käufer würde in diesem Fall darauf hoffen, dass das Unternehmen nicht zahlungsunfähig wird,und würde Rendite erwirtschaften sollte er recht behalten. Ein anderes mögliches Beispiel wäre, dass dem Inhaber der Anleihe andere lukrativere Anlagemöglichkeiten offenstehen, die ihm zum Zeitpunkt der ursprünglichen Vereinbarung der Schuldverschreibungnicht zur Verfügung standen und er die Anlage veräußern will, um für diese alternative Investition liquide Mittel zur Verfügung zu haben. Dies wäre der Fall im bereits erwähnten Beispiel, dass seit Aushandlung der Schuldverschreibung die Kapitalmarktzinsen gestiegen sind. Der Verkäufer würde also versuchen seine ihm durch die Differenz der Zinssätze entstehenden Opportunitätskosten zu eliminieren. Der Käufer in diesem Scenario würde annehmen, dass die Zinsen noch vor Auslaufen der Schuldverschreibung wieder unter das Niveau der festgeschriebenen Verzinsung der Anleihe sinken. Der Käufer könnte in diesem Fall Gewinnmachen durch die Differenz zwischen den Zinssätzen und durch die Differenz zwischen dem Preis, zu dem er die Anleihe erworben hat und ihrem Nennwert oder aber er kann die Anleihe wiederum zu für ihn günstigen Konditionen an einen Dritten verkaufen, sollte er davon ausgehen, dass das Zinsniveau zuerst sinkt, aber auch wieder steigen wird. Natürlich ist auch das genau Umgekehrte Scenario denkbar. InZeiten von Niedrigzinsen steigt der Marktwert von Anleihen bei höheren Zinsen sinkt er.Es ist also festzuhalten: Waseinen „Straight Bond“ausmacht sind: konstante Kuponzahlungen (dem Nominalzins entsprechende Auszahlungen), ein fixer Auszahlungswert zumZeitpunkt der Maturität(Auslaufzeitpunkt) der Anleihe, derKaufwert und ein festes Fälligkeitsdatum Read Less