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Risiken des IPO Prozesses

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Banking & Insurance

Year

2017

Abstract

Hausarbeit 4. Der IPO-Prozess Dieses Kapitel stellt den IPO-Prozess vor, indem die einzelnen Schritte der Reihe nach erläutert werden 4.1 Voraussetzungen Nach der Entscheidung über die Kotierung beginnt das Unternehmen mit umfangreichen Vorbereitungen. Ein detaillierter Businessplan ist die Grundlage für einen erfolgreichen Börsengang. Investoren nutzen den Businessplan als Entscheidungsgrundlage, denn er enthält alle relevanten Informationen zum Unternehmen, wie z. B. B. Inklusive der Ziele, Strategien, Produkte und aller wichtigen Eckdaten für die nächsten drei bis fünf Jahre (vgl. 2006, S. 31 Seite). Damit sich ein Unternehmen erfolgreich an der Börse positionieren kann, muss es sich auf die Börse vorbereiten. Die Reife der Börse lässt sich in Rechtsreife, wirtschaftliche Reife und organisatorische Reife unterteilen.Die Gesellschaft erreicht die Rechtsreife durch Erfüllung gesetzlicher Auflagen und Folgepflichten. Dies schließt entsprechende Rechtsformen ein. Um an der Börse gehandelt zu werden, benötigt die Gesellschaft in Deutschland den Namen Aktiengesellschaft (AG), Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder Europäische Aktiengesellschaft (SE). Hat das Unternehmen keine dieser Rechtsformen, muss es in die Rechtsform wechseln (vgl. Handelsblatt Research Institute, 2014, S. 3 ff.). Die zu erfüllenden Anforderungen variieren je nach Börsenabteilung. Die Marktsegmente der Deutschen Börse unterteilen sich in geregelte Märkte und Freihandelsmärkte, die sich nach Transparenzanforderungen unterscheiden. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Börsensektionen sind Kosten, Transaktionsabwicklung und Zugangsvoraussetzungen (vgl. Becker, 2016, S. 176). Allerdings muss ein Unternehmen für Investoren attraktiv sein, um sie vom Unternehmen zu überzeugen. Dafür braucht das Unternehmen eine solide Finanzlage und eine überzeugende Equity Story (vgl. Handelsblatt Research Institute, 2014, S. 6). Die organisatorische Reife der Börse umfasst ein ausgeklügeltes Risikomanagement und aussagekräftige Berichtssysteme. Um Unternehmen bewerten und vergleichen zu können, bedarf es eines einheitlichen, leistungsfähigen Rechnungswesens, das den International Accounting Standards (IFRS) entspricht (vgl. ebd., 2014, S. 10). Damit das Unternehmen in der Öffentlichkeit erfolgreich sein kann, braucht es externe Experten-Experten und kompetente Berater, die den Börsengang des Unternehmens unterstützen und begleiten. Dieses Team besteht aus Banken, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Rechtsanwälten und PR-Experten (vgl. ebd., 2014, S. 12). Das Auswahlverfahren zur Bildung und Führung eines Konsortiums wird Schönheitswettbewerb genannt, bei dem Banken aufgefordert werden, sich und ihre Ideen zu zeigen (vgl. Deutsche Börse AG, 2008, S. 41). 4.2 Due Diligence Der nächste Schritt ist die Due Diligence. Der Test wird von der ausstellenden Bank durchgeführt bzw. beauftragt und dauert für den internen Gebrauch ca. vier Wochen (vgl. Deutsche Börse AG, 2008, S. 62). Durch die systematische Analyse und Bewertung der Prozess-, Markt-, Daten- und Rechtsverhältnisse des Unternehmens wird die Gesamtsituation des Unternehmens ermittelt, um die Leistungspotenziale sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Unternehmensentwicklung zu ermitteln. Die Ergebnisse der Due Diligence bilden die Grundlage für die Erstellung von Equity Stories und Wertpapierprospekten (vgl. Deutsche Börse AG, 2008, S. 62.) 4.3 Equity Stories Equity Stories sind die Basis für die Unternehmenskommunikation beim Börsengang und beinhalten die Kernkompetenzen des Unternehmens , Erfolgsfaktoren und Perspektiven. Zielgruppen von Equity Stories sind beispielsweise Investoren, Analysten, Medien und Kunden. Die in der Due Diligence gewonnenen Erkenntnisse werden nun zielgruppenspezifisch zusammengestellt und sind leicht verständlich. Besonders wichtig ist es, die Argumente potenzieller Investoren zu antizipieren und mit dem eigenen Unternehmen in Verbindung zu bringen. Zunächst muss das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens in der Equity Story dargestellt werden, um Investoren zu überzeugen, zielgenau in das Unternehmen zu investieren (vgl. Haubrok, 2006, S. 32). Die Equity Story des Kapitalmarktes besagt, dass für einen erfolgreichen Börsengang eine attraktive und angemessene Kommunikation unabdingbar ist (vgl. ebd., 2006, S. 32 f.). Es enthält auch die Finanzlage und die Zukunftsaussichten des Unternehmens und kann Aussagen über Gewinn und Verlust sowie Rechte aus Aktien treffen. Der Prospekt ist als Kerndokument des öffentlichen Angebots der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zur Billigung vorzulegen. Dieser prüft den Prospekt und ermöglicht den Zugang zur Börse (siehe Deutsche Börse AG, 2008, Seite 65). Read Less