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Drei bekannte E-Learning Plattformen und Ihre Werkzeuge

Ein Vergleich

Written by L. Halbeisen

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>General

Year

2013

Abstract

Hausarbeit E-Learning Plattformen:: e-Learning ist ein Wachstumsmarkt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Noch nie wurde in Deutschland ein höherer Umsatz verzeichnet als im letzten Jahr. Dieser betrug 2011 ca. 509 Millionen Euro, das sind ganze 22% mehr als im Vorjahreszeitraum.1Doch auch in den Jahren zuvor konnte immer ein stetiges Umsatzplus verzeichnet werden, wie die folgende Statistik belegt:25,00%21,90%20,00%17,20%15,00%13,00%10,00%5,30%5,10%5,00%0,00%2006 auf2007 auf2008 auf2009 auf2010 auf20072008200920102011Abbildung 1: Umsatzentwicklung der E-Learning Branche in Deutschland2Mittlerweile wird e-Learning fast flächendeckend sowohl im Hochschulbereich, als auch in der Arbeitswelt eingesetzt. Firmen können sich auf diese Weise teure Weiterbildungsseminare sparen und investieren stattdessen lieber in e-Learning-Software.3Doch es gibt auch Rückschläge: Die Vision, Studiengänge komplett als virtuelle Lehre anzubieten, hat sich nicht etabliert. Studien gingen davon aus, dass 2005 mehr als 50% aller Studenten an virtuellen Universitäten eingeschrieben sein würden, ohne jeglichen Präsenzunterricht.4Diese Prognose hat sich nicht bestä-tigt, ÄOQOiQe-UniversitäteQ³ RhQe PUlVeQ]YeUaQVWaOWXgeQ ViQd aXf deP HRch-schulmarkt nicht vertreten.Dafür scheint sich ein anders Modell durchzusetzten, das VRgeQaQQWe ÄBOeQded LeaUQiQg³,]X DeXWVch iQ eWZa Äh\bUideV LeUQeQ³. Hier-bei wird die konventionelle Lehre an den Hochschulen durch die neuen Kommu-1Vgl. Michel (2012) S. 1.2Vgl. Michel (2012) S. 2.3Vgl. Sudahl für ATZonline (2009).4Vgl. Kopp/Mandl (2009) S. 139. nikationsmöglichkeiten wie z.B. LearnManagement Systeme (nachfolgend LMS genannt) ergänzt.5An dieser Stelle knüpft die vorliegende Seminararbeit an. Im folgenden Kapitel ZiUd deU BegUiff Äe-LeaUQiQg³ NXU] differenziert und von LMS abgegrenzt. DerHauptteil beschäftigt sich mit drei LMS, wovon zwei kostenlos verfügbar (Open-Source) sind und eins kommerziell vertrieben wird. Dabei wird untersucht, ob bzw. ab wann es sich lohnt, kommerziellen Systemen den Vorzug zu geben. Ab-schließend werden die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen.2 Begriffsabgrenzung2.1 e-Learninge-Learning ist der Oberbegriff für sämtliche Formen des Lernens, welche durch elektronische Medien unterstützt werden. Hierzu zählen sowohl interaktives TV und CD/DVD-ROM, als auch Lerninhalte,welche auf dem Internet beruhen. In letzter Zeit wird der Begriff jedoch fast ausnahmslos für Internet basiertes Lernen genutzt.6Kennzeichnend für e-Learning ist unter anderem die ÄUQabhlQgigNeiWYRQ OUW, ZeiW XQd PeUVRQeQ³.7Der Benutzer kann selbst festlegen, welche Lehr-Materialien er wie schnell, wann und wo studieren möchte.8Auch aus ökonomi-scher Sicht macht der Einsatz von e-Learning Produkten Sinn: So können einmal erstellte Lehrmaterialen häufiger genutzt und an verschiedenen räumlich vonei-nander getrennten Standorten gleichzeitig verwendet werden. Besonders an Hoch-schulen ist ein Trend zum e-Learning zu erkennen. Hierbei wird die Präsenzlehre durch zusätzlich digital aufbereitetes Lehrmaterial ergänzt.92.2 Blended LearningDiese spezielle Form des e-Learnings wird aXch ÄBOeQded LeaUQiQg³ geQaQQW.Die Begriffsdefinition hat sich erst Ende 2001 durchgesetzt, beschreibt aber mittler-weile eines der wichtigsten Markt-Segmente des e-Learnings.10Durch Kombina-5Vgl. Seufert, Mayr (2002) S. 33.6Vgl. Baumgartner u.a. (2002) S. 302.7eLearning auf einen Blick auf bonlandia-learning-tools.net (2012a).8Vgl. eLearning auf einen Blick auf bonlandia-learning-tools.net (2012b).9Vgl. Vgl. Was ist eLearning? auf Thüringer Landes-Rechen-Zentrum (2012). 10Vgl. Seufert, Mayr (2002) S. 22. tionverschiedener Lernmethoden soll dabei die Effizienz des Lernens maximiert werden. Dabei können die beiden Faktoren Präsenzlehre und e-Learning auf un-terschiedliche Weise miteinander verknüpft sein. Es können beispielsweise e-Learning Inhalte dazu genutztwerden, sich auf eine Präsenzveranstaltung vorzu-bereiten. Sie können aber auch begleitenden bzw. nachbearbeitenden Charakter haben.11An Hochschulen ist Blended Learning mittlerweile zum Standard gewor-den. Die begleitenden Kurse, in denen Informationen und Inhalte zu den jeweili-gen Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden, werden von sogenannten Learn Management Systemen verwaltet.122.3 Learn Management SystemeÄEiQ LeUQPaQagePeQWV\VWeP (LMS),auch Learning Management System oderLernplattform genannt, bildet in der Regel den technischen Kern einer komplexen webbasierten E-Learning-Infrastruktur. Es handelt sich dabei um eine auf einem Webserver installierte Software, die das Bereitstellen und die Nutzung von Lern-inhalten unterstützt und Instrumente für das kooperative Arbeiten («)bereit-stellt³.13Nach Schulmeister14gibt es 5 grundlegende Funktionen, welche LMS definieren und von ähnlichen Systemen abgrenzen:¾Eine BenutzerverwaltungOAnmeldeverfahren, Einladung zu bestimmten Kursen¾Eine KursverwaltungODie kleinste Lehreinheit in einem LMS ist der Kurs15¾Eine Rollen-und RechtevergabeOWer ist Leiter eines Kurses, wer Nutzer und was für welche Rechte besitzen diese?¾Darstellung der Kursinhalte und Lernobjekte in einem Browser¾Kommunikationsmethoden und WerkzeugeDefinieren die ersten 4 Punkte ein LMS eher von der technischen Seite, so besitzt der letzte Punkt die für die Wissensvermittlung fundamentale Bedeutung.11Vgl. Blended Learning auf e-learning-tools.net (2012).12Vgl. Blended Learning auf Gabler Wirtschaftslexikon (2012).13Lernmanagement-Systeme auf e-teaching.org (2012).14Vgl. Schulmeister (2005) S. 10.15Vgl. Baumgartner u.a. (2002) S. 30. 2.4 Werkzeuge & KommunikationsmethodenMit den Werkzeugen oder auch Tools können die Benutzer des LMS interagieren und mit den verschiedenen Methoden die Inhalte der Kurse aufarbeiten.16Dabei gibt es ein hierarchisches System. Zuerst wird ein Kurs erstellt. Dieser beinhaltet die verschiedenen Tools, welche grob in zwei Bereiche aufgeteilt werden können. Auf der einen Seite gibt es die Werkzeuge, welche für die Bereitstellung und Auf-arbeitung der Lehrmaterialen genutzt werden. Die Lehrinhalte werden mit ver-schiedenen Methoden zur Verfügung gestellt. Dies kann z.B. in Form einer Lek-tion, einer bestimmten Aufgabestellung, einem Test oder einem Wiki geschehen.17Auf der anderen Seite gibt es die Kommunikationsmethoden, mit welchen die Teilnehmer des Kurses interagieren können. Diese lassen sich wieder in zwei Be-reiche unterteilen. Dabei zählt man u.a. Email, Foren oder Newsgroups zu den ÄaV\QchURQeQ Kommunikationsmittel, während z.B. Chatsund Audio/Video-Kon-ferenzen zu deQ ÄV\QchURQeQ KRPPXQiNaWiRQVPiWWeO³ zugeordnet sind.18DerUnterschied dieser beiden Methoden besteht darin, dass asynchrone Kommunika-tion zeitlich versetzt stattfindet, während bei der synchronen Kommunikation die Informationsübermittlung in Echtzeit abläuft.19Nicht alle Funktionalitäten und Werkzeuge werden von den verschiedenen LMS zur Verfügung gestellt. Darum werden im nächsten Kapitel drei LMS verglichen, um die Unterschiede erkennbar zu machen. Read Less