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Burnout als Folge des Gesellschaftsparadigmas „Schneller, höher, weiter“

Written by E. Saueressig

Paper category

Term Paper

Subject

Psychology

Year

2019

Abstract

Hausarbeit Der Begriff „Burnout“ leitet sich vom englischen Wort „to burn out“ ab, was so viel bedeutet wie verbrannt werden. Dieses Syndrom beschreibt einen Zustand der körperlichen und geistigen Erschöpfung. Obwohl es nach jahrelanger Forschung keine allgemeingültige und international anerkannte Definition gibt. „Viele Definitionen bestehen aus beobachteten Symptomen (deskriptive Merkmale der Definition). Daher werden diese Definitionen kaum von direkten Symptomen abstrahiert.“ (Wagner, 1993, S. 11, zitiert in Baerwald, 2004). Daher sind nun einige der wichtigsten Beschreibungen dieses Phänomens wie folgt. Der amerikanische Psychotherapeut Herbert J. Freudenberger ist ein Pionier in der Erforschung des Job-Burnout und definiert aufgrund seiner Beobachtungen von sich selbst und den Mitarbeitern, die dem Beruf helfen, Job-Burnout als: Zeichnen Sie ein Bild von seinen körperlichen und geistigen Reserven. Selbstzerstörung, um unrealistische Erwartungen zu erreichen, die man selbst gesetzt oder vom gesellschaftlichen Wertesystem auferlegt hat“ (Freudenberger & Richelson 1981, S. 38). Edelwich & Brodsky hingegen bezeichneten Burnout als „[ ...] in helfenden Industrien verlieren aufgrund der Arbeitsbedingungen zunehmend an Idealismus und Energie […]“ (1984, S. 12, zitiert nach Andrea Krönke, 2011). Seit Mai 2019 wird das Burnout-Syndrom von der Weltgesundheitsorganisation (WHO .) anerkannt ) und gilt nun als Krankheit für sich selbst. Bisher galt sie als Zusatzdiagnose und wird nun in der neuen ICD-11 im Jahr 2022 berücksichtigt ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ (WHO, 2019) Es ist eine Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (DIMDI, 2019) Im Folgenden wird zunächst allgemein Stress erklärt und als Ursache von Burnout betrachtet, und anschließend das Effekt-Belohnungs-Ungleichgewichts-Modell und die Stresstheorie von Lazarus erläutert. ) Reiz. Der Mensch ist permanent äußeren und inneren Stressoren ausgesetzt, daher wird der Körper permanent darauf reagieren. Stress gibt es in fast allen Lebensbereichen. Ob im Berufsleben, etwa in Form von Arbeits- oder Prüfungsdruck, oder in Privatleben unter Familie, Bildung und Alltagsdruck Die Quelle von Stress ist von Person zu Person unterschiedlich und jede Person kann als Ressource zur Bewältigung von Stress durch persönliche Faktoren genutzt werden Sie sind auch unterschiedlich (Rusch, 2012). 5.1 Effort-Reward-Unbalance-Modell Das Effort-Reward-Unbalance-Modell ist ein bewährtes Modell, das die Bedeutung von Stress als Ursache von Krankheiten wie dem Job-Burnout-Syndrom veranschaulicht. Dies ist eines der sogenannten Balance-Modelle von Johannes Siegrist 1996 (Schult & Tobsch, 2012, S. 10). In diesem Modell steht Anstrengung für Anstrengung und Belohnung ist Belohnung. Druck beruht laut Siegrest auf Gegenseitigkeit. Dies basiert auf der begründeten Annahme, dass Menschen entsprechende Leistungen als Gegenleistung für die von ihnen erbrachten Leistungen erwarten können (Meine, 2014). Hier ein Beispiel: Wenn ein Arbeiter einen Auftrag abschließt, stellt dieser beispielsweise ein Produkt fertig, erwartet er eine entsprechende Zahlung. Hier kann diese Belohnung ein angemessenes Gehalt sein. In diesem Beispiel wird die Fertigstellung des Produkts als Anstrengung und ein angemessenes Gehalt als Belohnung angesehen. Diese beiden Komponenten müssen ausgewogen sein, um Stress zu vermeiden. Zu den Bemühungen zählen nicht nur die externen Anforderungen, die von außen an die Menschen herangetragen werden, sondern auch die interne Motivation der Menschen, diesen Anforderungen gerecht zu werden (Schirmer, 2015). In Siegrists Modell erfolgen Belohnungen durch ein System von drei Sendern. Die erste ist die finanzielle Rendite, die auf Geld basiert, dh durch das entsprechende Gehalt, wie im obigen Beispiel gezeigt. Das zweite System sind sozial-emotionale Belohnungen in Form von beruflicher Anerkennung, beispielsweise durch Lob. Als drittes nannten Medizinsoziologen Karrierechancen oder Arbeitsplatzsicherheit, nämlich die Statuskontrolle. Wenn jedoch Leistung und Belohnung nicht ausgewogen sind, kommt es zu einer Bonuskrise. Diese können hohe Schmerzen verursachen und begünstigen damit die hohe Anspannung des jeweiligen Personals (Schult & Tobsch, 2012; Siegrist, 2007). 5.2 Handelsdruckmodell von Lazarus In den letzten Jahren hat auch das kognitive Druckmodell immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dazu gehört die Drucktheorie von Lazarus (1974), die im nächsten Kapitel erwähnt wird. Nach diesem Transaktionsdruckmodell wird ein Reiz nicht automatisch zum Stressor, nur weil er eine bestimmte Intensität überschreitet, sondern erst durch die persönliche Wahrnehmung zu einem potentiellen Stressor. Daher bestimmt die subjektive Interpretation den Reizbegriff. Dabei spielen die unterschiedlichen Grundbedürfnisse jedes Menschen eine wichtige Rolle. Aufgrund dieser Unterschiede werden auch persönliche „Zielwerte“ als Grundlage für das Erleben von Stress verwendet. Read Less