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Motive und Folgen durch das Spielen gewalttätiger Computerspiele auf das Verhalten Jugendlicher und deren Gehirnfunktion

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2017

Abstract

Hausarbeit: In dieser Arbeit war die Aufgabe darzulegen, welche Gründe, Motive und Auswirkungen das Spielen gewalttätiger Computerspiele für Jugendliche haben kann. Dabei habe ich mich zunächst mit den gewalttätigen Computerspielen an sich befasst, was diese ausmachen und welche Rolle sie in der Gesellschaft einnehmen. Des Weiteren bin ich auf die Jugendlichen und deren Motive, diese Art von Computerspielen zu spielen, eingegangen. Zum Schluss habe ich mich mit den Auswirkungen auf die Gehirnfunktion der Jugendlichen durch das exzessive Spielen der gewalthaltigen Bildschirmspiele befasst und welche allgemeinen Folgen das Spielen der gewalttätigen Computerspiele für sie haben kann. Der Universität Linz zufolge ist ein Computerspiel ein Programm auf einem Computer /PC oder einer Spielkonsole, welches einem oder mehreren Benutzern, sogenannten Usern, ermöglicht ein interaktives Spiel zu steuern. 1 Heute sind Computerspiele weltweit verbreitet, wofür das Internet verantwortlich ist. Dadurch können sich User auf der ganzen Welt vernetzen. Wodurch eine neue Art des sozialen Kontaktes zwischen den Spielern entsteht. 2 Computerspiele sind mittlerweile Massenmedien, aufgrund des technischen Fortschritts in den letzten Jahren.3 Bei der Bandbreite an Bildschirmspielen gibt es verschiedene Computerspiele, die in Zusammenhang mit Gewalt gebracht werden können, unter anderem Spiele im Bereich Kampfsport; Krieg oder militärische Flugsimultationsspiele. 4 Diese Reihen von Bildschirmspielen sind oftmals blutiger Natur und handeln von Macht und Totschlag. Für den Spieler geht es darum Strategien zu benutzen um den Gegner zu erlegen und gegen ihn zu gewinnen.5 Um das Thema „Motive und Hintergründe für die Nutzung gewalttätiger Computerspiele“ erläutern zu können, werde ich folglich die Begriffe „Jugendlicher“ und „Aggression und Gewalt“ definieren. Laut dem Sozialgesetzbuch (SGB) ist ein „Jugendlicher, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist“.7 Allerdings reduziert die Wissenschaft die Jugend nicht auf eine bestimmte Anzahl von Jahren. Laut ihr erlebt jeder Jugendliche unterschiedliche lange und verschiedene Reifegrade.8 Aggressives Handeln findet zielgerichtet statt, indem eine Person versucht eine andere zu erniedrigen, auch wenn sich diese versucht dagegen zu wehren.9 „Die Begriffe ‚Gewalt‘ und ‚Aggression‘ werden zwar zum Teil synonym benutzt, häufig wird aber in der Literatur durch den Terminus Gewalt eine verstärkte (bevorzugt physische) Aggression beschrieben. (…)“10 User erstellen durch die Nutzung von Computerspielen eine virtuelle Welt, in der sie das erleben, was sie erleben wollen. Sie erleben hierbei ein anderes neues Ich und formen es. Beispiel hierfür ist unter anderem die Imitationsthese. Das Muster eines Computerspiels kann ein Grund für die exzessive Nutzung von gewalttätigen Computerspielen sein, denn in Ihnen ist ein Reiz- und Belohnungssystem integriert, welches den Spieler bei der Ausführung bestimmter Spielhandlungen belohnt. Es muss den Spieler immer wieder aufs Neue herausfordern, damit keine Routine beim Spielen für ihn entsteht, sodass der Spieler in dem Spiel immer wieder neu überrascht wird. Der Körper schüttet immer weiter Dopamin aus. 15 Dopamin ist ein Neurotransmitter und wirkt antreibend auf den Geist16, so verliert der Spieler nicht die Motivation und beginnt immer wieder eine neue Runde des Computerspiels.17 Gegenüber anderen Medien mit Gewaltinhalt wird der Spieler bei den Computerspielen aktiv mit einbezogen, wodurch er den gewalttätigen Inhalten viel eher ausgesetzt wird als bei anderen Medien. Hinter der Nutzung von Computerspielen kann vor allem die Persönlichkeitsstruktur eine große Rolle spielen. Menschen, die psychisch unsicher sind und ein niedriges Selbstbewusstsein haben, neigen oft zu einer Internetsucht. Sie können aber auch Computerspiele heranziehen, um sich über den Erfolg von gewonnen Spielen zu beweisen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Nach Schmitt (2004) sollten Personen, die neurotisch sind, eine Medienwahl treffen, welche sie eher entspannt und nicht in ihren neurotischen Verhaltensweisen bestärkt. Oft ist es allerdings so, dass sich genau diese Personengruppe Medien aussucht, die ihre Gefühle, z.B. Ängste, bestätigen. Dadurch versuchen sich die Spieler selber zu schützen und einen Anhaltspunkt für Ihre Emotionen finden. Oft mögen neurotische Personen Filme mit Gewalt und furchtbarenZusammengefasst hat das exzessive Computerspielen negative Folgen für das soziale Umfeld und die Schule.22 Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Bonn von 2011, verringert sich durch die regelmäßige Nutzung von gewalttätigen Computerspielen die Hemmschwelle der Spieler für Bilder mit negativem Inhalt z.B. von Katastrophen und Unfällen. Die Studie behandelt Spieler, die regelmäßig gewalttätige Computerspiele spielen und Personen, die dies nicht taten. Das Gehirn weist bei den Spielern, die Gewaltspiele regelmäßig am PC spielen, eine geringere Verarbeitung von negativen realen Fotos auf, als bei der anderen untersuchten Personengruppe. Das zeigt, dass die Spieler eher Gewalt tolerieren und die Hemmschwelle gering ist schreckliche blutige Bilder oder Szenen zu sehen, als die Menschen, die gewalttätigen Spiele nicht gewöhnt sind. Beobachtet man dabei die Abläufe im Gehirn, so ist der „linke mediale Frontallappen“ ein betroffenes Hirnareal, welcher die Emotion Angst und Aggression stimuliert und dämpfen soll, allerdings hat der Frontlappen bei den Computerspielen geringer gearbeitet, als bei der anderen untersuchten Gruppe. Somit dämpft er die Aggression bei dieser Spielgruppe nicht, sondern erregt die Computerspieler bei dem Betrachten katastrophaler Bilder. Read Less