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Bindungsstörungen

Möglichkeiten für ambulante Hilfen und Eltern betroffener Kinder

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Sociology

Year

2019

Abstract

Hausarbeit: 2 Bindungsstörung Bindungsstörung beschreibt die pathologische Beziehung zwischen einem Kind und seiner Bezugsperson, die durch multiple Traumata verursacht wird. Kinder zeigen eine offensichtlich gestörte soziale Bindungsfähigkeit, die sich von dem oben erwähnten Konzept des Bindungsmodus unterscheidet. 2.1 Ursachen: Hat die pathogene Bindung die wesentlichen Interaktionsmuster der Kinder in ihrer frühen Entwicklungsphase erlebt, kommt es über einen längeren Zeitraum zu einer traumatischen Erfahrung mit dem Bindungsobjekt, die zu Bindungsstörungen führen kann, die auch bei einer Veränderung der Beziehung bestehen bleiben ( siehe Brisch 2009: 95). Die ursächlichen Faktoren, die zu einer kindlichen Bindungsstörung führen, können Deprivation, körperlicher und emotionaler Missbrauch oder eine Eltern-Kind-Interaktionsstörung sein. Das Verhalten des Kindes kann den Eltern auch ein Trauma zufügen, nachdem die Eltern es erlebt haben, wie zum Beispiel Weinen oder Schreien. Das Wiederauftreten des Traumas kann zu Verhaltensänderungen der Eltern führen, das Kind ist verängstigt und damit gestresst. (Vgl. Brisch 2009: 95). Darüber hinaus sind anhaltende Missachtung der Bedürfnisse von Kindern, wiederholte Wechsel der primären Bezugspersonen und sexueller Missbrauch die ersten Ursachen für Bindungsstörungen (vgl. Lempp 2016: 24). Eine weitere Ursache für eine Bindungsstörung kann im Verhalten der gebundenen Person zueinander liegen. Bemerkt ein Kind körperliche oder verbale Gewalt einer gebundenen Person gegenüber einer anderen gebundenen Person, kann dies auch zur Unterbrechung des Bindungsverhaltens führen (Brisch, Vortrag 2018: 24). 2.2 Anzeichen Die ersten Anzeichen einer bestehenden Bindungsstörung treten spätestens im Alter von fünf Jahren auf. Mögliche Anzeichen können Bewegungsunruhe, emotionale Reizbarkeit, Impulsivität, altersunangemessene Emotionen oder eine Störung des Sozialverhaltens sein. Zudem gibt es keine Anzeichen einer langjährigen Freundschaft (vgl. Lempp 2016: 24). Die hier aufgeführten Anzeichen sind jedoch nur einige der möglichen Anzeichen einer Bindungsstörung. Die verschiedenen Arten von Bindungsstörungen beruhen hauptsächlich auf unterschiedlichen Zeichen (vgl. Brisch 2004: 34ff). 2.3 Diagnose Eine Bindungsstörung sollte bereits im 8. Monat nach der Geburt diagnostiziert werden, da bis zu diesem Zeitpunkt die sogenannte „Strangulation“, also die Angst vor Fremden, bei Kindern noch eine wichtige Rolle spielt (vgl. Brisch 2004: 34). Als geeignet für die Diagnose gilt ein Untersuchungszeitraum von mindestens sechs Monaten (vgl. Brisch 2009: 102; Brisch 2004: 34). Bindungstheorie Nach der Bindungstheorie von John Bowlby bezieht sich Bindung insbesondere in der Kindheit auf die primäre Bezugsperson, die für Intimität und Sicherheit sorgt und Unterstützung bietet. Das Hauptbindungsobjekt des Kindes ist die Person, die sich am meisten um die Bedürfnisse des Kindes kümmert. Um diese herum baut das Kind eine Hierarchie von Bindungsobjekten auf, die im Notfall um Hilfe bitten können. Sobald sich das Kind bedroht oder unwohl fühlt, wird es versuchen, durch Bindungsverhalten die Aufmerksamkeit des Hauptbindungsobjekts auf sich zu ziehen. Die seelische oder körperliche Nähe zur anhaftenden Person kann durch Schreien, Anklammern, Weinen oder Krabbeln erreicht werden. Die Anwesenheit der anhaftenden Person gibt den Kindern ein Gefühl der Sicherheit. Sich auf das Vertrauen der Bezugspersonen verlassen zu können, gibt Kindern ein Erkundungsverhalten, das es ihnen ermöglicht, ihre Umgebung zu erkunden und zu spielen. Fühlt sich das Kind unwohl, wird das explorative Verhalten eingestellt und das Bindungsverhalten verstärkt (vgl. Brisch 2009: 35ff.; Lohaus / Vierhaus 2015: 106ff.). 1.1 Bindungsstadien Im Entwicklungsprozess der Bindung lassen sich vier Stadien unterscheiden: Ι-Bindungsstadium: In den ersten sechs Lebenswochen des Babys hat sich noch keine spezifische Bindung gebildet. Das Kind versucht mit Hilfe angeborener Signale mit anderen Menschen zu interagieren. Die erste Bindung: Im Alter von sechs Wochen bis acht Monaten können Babys Familienmitglieder von anderen unterscheiden. Babys suchen nicht aktiv nach Bindungspartnern, sondern sind in der Lage, gezielt Verbindungen aufzubauen. Daher kann es die Nähe zur bevorzugten Person suchen und diese als sichere Grundlage für exploratives Verhalten nutzen. Zielkorrigierende Partnerschaft: Ab dem zweiten Lebensjahr besteht eine Beziehung zwischen dem Kind und seinem Bindungspartner. Das Kind startet erfolgreich aus der Perspektive seines Bindungsobjekts und erkennt, dass das Verhalten des Bindungsobjekts auf Gefühlen basiert (vgl. Lengning / Lüpschen 2012: 14f.). 1.2 Krawattenmodell Kinder unterscheiden sich hinsichtlich der Krawattensicherheit. Das Verhalten von Kindern hängt einerseits von ihrem Individuum und andererseits vom Verhalten ihrer Bindungen und Schiedsrichter ab. Es gibt Unterschiede zwischen den folgenden Bindungsmodi. Read Less