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Systematik und Anwendungsgebiete der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung inklusive der Zurechnungssystematik der Gemeinkosten

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Accounting

Year

2020

Abstract

Das betriebliche Rechnungswesen gliedert sich zum einen in das unternehmensinterne und zum anderen in das unternehmensexterne Rechnungswesen. Das externe Rech- nungswesen, auch bekannt als Finanzbuchhaltung, richtet sich an unternehmensexter- ne Adressdaten. Das interne Rechnungswesen, welches auch Betriebsbuchhaltung genannt wird, hat die Aufgabe, entsprechende Daten zur Verfügung zu stellen, aus denen die Unternehmensleitung Entscheidungen ableiten kann. Die Kostenrechnung, welche im Verlauf dieser Hausarbeit thematisiert wird, ist im internen Rechnungswesen angesiedelt. Die Kostenrechnung soll relevante Informationen für innerbetriebliche Entscheidungen, eine Wirtschaftlichkeitskontrolle, für externe Zwecke der Gewinn- und Verlustrechnung und für die Bilanzierung, bereitstellen. Somit ein relevantes Instrument des operativen Controllings. Die Relevanz der Kosten- und Erlösrechnung wurde von einer Vielzahl der Unternehmen erkannt und praktiziert. Erwähnenswert hierbei ist, dass die Kosten- und Erlösrechnung an keinerlei gesetzliche Vorschriften gebunden ist. Um die Relevanz und Thematik der Kostenrechnung zu verstehen, ist es erforderlich, die Grundlagen der Kostenrechnung herauszuarbeiten und die Prinzipien der Kosten- verrechnung transparent zu gestalten. Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik der Kostenarten-, Kostenstel- len- und Kostenträgerrechnung, welche alle Methoden der Kostenrechnung sind. Zu- dem wird auf die Zurechnungssystematik der Gemeinkosten, die in diesem Zusam- menhang stattfindet, eingegangen. Definition Kostenrechnung Die Kostenrechnung ist im internen Rechnungswesen verankert. Bei der Kostenrech- nung werden Kosten erfasst, gespeichert, verursachungsgerecht zugeordnet und ent- sprechend ausgewertet. Adressdaten sind interne Stellen, wie beispielsweise die Un- ternehmensleitung. Die Kostenrechnung gliedert sich in drei Teilbereiche: Kostenartenrechnung, Kosten- stellenrechnung und Kostenträgerrechnung. Diese werden im weiteren Verlauf dieser Arbeit näher erläutert. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Komponenten der Kostenrechnung und deren Bezug zueinander Die Kostenrechnung ist ein zukunftsorientiertes Planungs- und Steuerungsinstrument. Damit die Unternehmensleitung optimal bei betrieblichen Entscheidungen unterstützt wird, werden in der Kostenrechnung nur Kosten zahlenmäßig erfasst und verarbeitet, die dem eigentlichen Betriebszweck dienen. Die mengen- und wertmäßige Analyse des Faktorverbrauchs und der innerbetriebliche Prozess der Leistungserstellung stehen bei der Kostenrechnung im Fokus. Hierbei handelt es sich um kalkulatorische Berechnun- gen, die unterschiedliche Analysen bezüglich der Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Anders als die jährliche Bilanz der Finanzbuchhaltung, wird die Kostenrechnung mo- natlich durch die Betriebsergebnisrechnung durchgeführt. Aufgaben und Ziele der Kostenrechnung Die Kostenrechnung umfasst drei wesentliche Ziele: 1. Informierung der Unternehmensleitung 
 2. Planung und Kontrolle betrieblicher Aktivitäten 
 3. Unterstützung bei Unternehmensentscheidungen 
 Daraus ergeben sich entsprechende Aufgaben: 1. Vor- und Nachkalkulation von Produkten oder Dienstleistungen: Bei der Vorkal- kulation werden die voraussichtlichen Kosten für das Produkt ermittelt. Bei der Nachkalkulation werden die tatsächlich angefallenen Kosten in Betracht gezo- gen. Hierbei wird gleichzeitig die Preisuntergrenze für das Produkt ermittelt. 
 2. Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der Unternehmung. 
 3. Unterstützung bei Unternehmensentscheidungen: Hierzu zählen beispielsweise 
Entscheidungen darüber, welche Produkte im Sortiment behalten werden sol- 
len, ob Produkte selbst erzeugt oder fremdbezogen werden sollen. 
 4. Ermittlung des Unternehmenserfolgs: Durch Gegenüberstellung der Kosten und 
Erlöse wird das Betriebsergebnis und somit der Unternehmenserfolg ermittelt.3 
 2.3 Definition Kostenarten Kostenarten sind Teilmengen der Gesamtkosten. Hier wird zwischen primären und sekundären Kostenarten unterschieden. Primäre Kostenarten sind unternehmensex- tern bezogen und werden in der Kostenartenrechnung erfasst. Die Sekundären Kos- tenarten hingegen, stellen innerbetriebliche Leistungen dar, und werden intern von der Unternehmung selbst verursacht. Sie werden in der Kostenstellenrechnung erfasst.4 So zählen beispielsweise zu den Kostenarten Personalkosten, Reisekosten oder auch Kosten für Abschreibungen und Werbung. Definition Kostenstellen Die Unterteilung der Kostenstellen erfolgt beispielsweise nach Abteilung oder Unter- nehmensbereich.5 Somit stellen die Kostenstellen den Ort dar, an welchem die Kosten für die Erstellung der betrieblichen Leistung entstehen. Kostenstellen sind betriebliche Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche, welche selbstständig abgerechnet werden. Hierfür müssen die Kostenstellen sachlich und räumlich voneinander abgegrenzt sein. Für jede Kostenstelle sollte eine Leitung verantwortlich sein. In der Praxis werden die Kostenstellen in Haupt- und Hilfskostenstellen unterteilt. Definition Kostenträger Kostenträger stellen die Absatzleistungen oder innerbetriebliche Leistungen der Unter- nehmung dar, welchen Kosten zugerechnet werden. Kostenträger sind somit Bezugs- größen. Die Zurechnung der Kosten erfolgt mittels der Kostenträgerrechnung bezie- hungsweise Kalkulation oder Kostenstellenrechnung im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung. Read Less