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Antimuslimischer Rassismus in der Berichterstattung über Jugendliche

Eine qualitative Inhaltsanalyse

Written by Anonymous

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Political Studies

Year

2015

Abstract

Bachelorarbeit: Die Funktion der Medien Bevor ich auf die Besonderheiten von (antimuslimischem) Rassismus eingehe, möchte ich auf die Funktion der Medien hinweisen, die bei der Verbreitung und Aufrechterhaltung von Rassismus eine entscheidende Rolle spielen. Aufgrund des konstruktivistischen Verständnisses der Kulturmedienforschung kommt den Medien bei der Konstruktion gesellschaftlicher Realität eine enorme Bedeutung zu. Um diese Macht zu verstehen, ist es wichtig, die gesellschaftlich relevanten Funktionen von Medien zu verstehen. Bei der Betrachtung von Funktionen beziehe ich auch die normativen Anforderungen an die Medienwissenschaft mit Bezug zum Bereich der Immigration und Medienwissenschaft ein. Betrachten Sie nur die für die weitere Forschung relevanten Medienfunktionen 1.2.1 Medien als Wissensvermittler Medien spielen eine entscheidende Vermittlerrolle bei der Konstruktion von Wissen über die Welt (vgl. Schiffer 2005: 18). Die Medien werden immer als Doppelrolle gesehen – zwischen dem Erbauer der Realität und dem Spiegel der Gesellschaft (vgl. Schiffer 2005: 54). Wissen über Tatsachen und Dinge, die außerhalb unserer unmittelbaren Erfahrung liegen, wird uns durch die Medien vermittelt. Unser Verständnis der Welt basiert hauptsächlich auf diesen sekundären Medienerfahrungen. Das gilt auch für das Wissen über Muslime und Muslime, viele Deutsche haben wenig eigene Erfahrungen. 1.2.2 Die Repräsentationsfunktion der Medien Die Repräsentation der sozialen Gruppe als Teil der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit erfolgt durch die Medien und wird damit zu einer wichtigen öffentlichen Rezeption. In der Medienforschung besteht Konsens, dass Menschen mit Migrationshintergrund quantitativ und qualitativ angemessen in den Medien vertreten sein sollten (vgl. Müller 2005: 112ff.). Das Modell von Trebbe (2009) gibt eine Richtung vor, um die Notwendigkeit einer adäquaten Repräsentation zu untersuchen. Trebe ging in diesem Modell von einem dreistufigen Themenfindungs- und Repräsentationsprozess aus: In der ersten Stufe treten Migranten nur in den Medien auf, in der zweiten Stufe erscheinen sie auf der Medienagenda und in der dritten Stufe stehen aktive Beteiligung und Beteiligung an der Öffentlichkeit Diskurs (vgl. Trebe 2009: 49). Veranstaltungen allein reichen nicht aus, um eine Gruppe als unveräußerlichen Teil der Gesellschaft vollständig darzustellen. Gleichzeitig muss der Inhalt der Aussage qualitativ geprüft werden, was die aktuelle Arbeit für ein Team leistet. 1.2.3 Die integrierte Funktion der Medien Medienpräsenz kann am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen (vgl. Lünenborg et al., 2012: 11) und als Gruppenrepräsentant als Teil der gesellschaftlichen Realität (vgl. Vlasic, 2004: 64). Auch die Medienforschung spricht von „der Integration ethnischer Minderheiten in die Öffentlichkeit in der Medienproduktion“ (Geißler / Pöttker 2006: 21 zitiert nach Lünenborg et al., 2012: 20). Der Integrationsfunktion kommt im Zeitalter der globalen Migration eine besondere Bedeutung zu. Lünenborget al. Betonen Sie, dass die Gesellschaft von den Medien beschrieben wird. „Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft oder Ausgrenzung, Inklusivität oder Exklusivität – diese Verbreitung erfolgt hauptsächlich über den medialen Diskurs“ (Lünenborg et al., 2012: 17). Finden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mit unterschiedlichen kulturellen Gepflogenheiten einen geeigneten Platz in den Medien, kommt die Integrationsfunktion der Medien voll zum Tragen. Eine angemessene mediale Performance entspricht der Darstellung unterschiedlichster Lebensentwürfe, in denen Menschen in einer Gruppe sich durch die unterschiedlichsten Lebensrealitäten entdecken. Die Integrationsfunktion der Medien kann nur gelingen, wenn es keine Ablehnung gibt. (Antimuslimischer) Rassismus bewirkt Ausgrenzung und läuft damit der Integrationsfunktion zuwider. Darstellungs- und Integrationsfunktionen sind eng miteinander verzahnt. Die folgende Analyse untersucht, wie die inhaltliche Darstellung von Muslimen und muslimischen Jugendlichen funktioniert und ob dies im Sinne integrierter Funktionen angemessen ist und damit eine Ausgrenzung dieser Gruppe verhindert wird. Bisher werden die Medien ihren Integrationsaufgaben über Ländergrenzen und Kulturen hinweg nicht ausreichend gerecht. Die Duplizierung von Stereotypen und Erklärungsmodellen hat wenig Potenzial, gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. „In Berichten dominiert die Reproduktion homogener Kultur in den meisten Gesellschaften“ (Lünenborg et al., 2012: 145). Einwanderern werden repräsentative Positionen zugewiesen, wodurch die dominierende Stellung der meisten Gesellschaften unverändert bleibt (vgl. Lünenborg et al., 2012: 145). 1.2.4 Die Anzeigefunktion der Medien „Nachrichten produzieren bestimmte Bilder und Bilder (...) während sie andere ignorieren“ (Lünenborg et al., 2011: 17). Die Anzeigefunktion verdeutlicht noch einmal die "Methode" des Ausdrucks - den qualitativen Aspekt. In Medienberichten werden bestimmte Sachzusammenhänge bewusst fokussiert, andere systematisch ignoriert Read Less