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Strategien der Identitären Bewegung zur gesellschaftlichen Einflussnahme als neue Herausforderung für die Soziale Arbeit

Written by D. L. Didier

Paper category

Master Thesis

Subject

Sociology

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Um die Aktivitäten und Strategien des IB und die Ableitung daraus resultierender Herausforderungen der Sozialen Arbeit zu untersuchen, muss sich die Identitätsbewegung zunächst mit der Herkunft, den Merkmalen und Kernelementen der Bewegung auseinandersetzen, um die notwendige Informationsgrundlage zu erhalten, um daran zu arbeiten Thema. Neben entwicklungspolitischen Aspekten beschäftigt sich dieses Kapitel auch mit Ideologie und Mainstream-Struktur sowie mit Verbindungen zu anderen Strömungen und politischen Positionen. Um den strategischen Prozess besser zu verstehen, wurden auch die Ziele und Anforderungen von IB genauer betrachtet 2.1 Entstehung, Entwicklung und Einfluss Die Geschichte von IB begann um 2003 in Frankreich. Aus dem im selben Jahr gegründeten Bloc Identitaireging ging die Jugendorganisation Génération Identitaire (GI) hervor. Vorbild für diese Bewegung ist die Casa Pound-Bewegung in Italien, die in ihren öffentlichen Auftritten und Aktionen Stilinstallationen verwendet, die eher im linken Aktivismus zu finden waren (z. B. als Teil der Bewegung gegründet). Hocken). Das Hauptmerkmal der Casa Pound-Bewegung ist eine positive Haltung gegenüber dem italienischen Geschichtsfaschismus, der ihr Fundament ist (vgl. Bruns / Glösel / Strobl 2017a). IB werden neue Rechte zugewiesen, und Anhänger von Identitätsanhängern nennen sich "neue Rechte". Der Begriff der neuen Rechte wird oft sehr fragmentiert und uneinheitlich mit unterschiedlichen Definitionen und Auslegungen verwendet. Dieser Begriff ist nicht neu, er wurde bereits in der Weimarer Republik und in den 1960er Jahren von rechtsextremen Gruppen verwendet. In dieser Hinsicht ist auch die Entwicklung Frankreichs von entscheidender Bedeutung. Das Groupement de Recherche et d'Études pour la Civilization Européenne ("GRECE") wurde 1967/68 gegründet, und die Gründungsmitglieder Dominique Venner und Alain de Benoist waren die Hauptbeteiligten, dies ist von entscheidender Bedeutung für die Bildung einer neuen Ideologie . rechts. GRECE ist ein Think Tank aus rechtsextremen Studentengruppen, der sich durch eine höhere Intelligenz als andere rechtsextreme Strömungen auszeichnet. Dies wird an der Terminologiewahl deutlich: GRECE ist ein Akronym, das im Französischen auch für Griechenland steht und auf die Entwicklung und den Ursprung der europäischen Zivilisation hinweisen soll (vgl. Bruns et al., 2017b: 71). 2.2 Menschenbild, Weltverständnis und Ideologie IB betrachtet die Nation als höchsten Wert und interpretiert ihre Definition volkskulturalistisch. Wir sollten die Einheit von Volk und Land anstreben, also eine homogene Gesellschaft, in der alles, was als „fremd“ gilt, isoliert werden muss, sonst gefährdet es den Fortbestand des Landes. Nationalismus wird nicht als individuell wählbare Ideologie gedeutet, sondern als stetes Verständnis des anthropologischen Sinns „natürlicher“ Existenz. Um zu definieren, wer oder was „seltsam“ und „bedrohlich“ ist, findet die Debatte auf zwei Ebenen statt. Einerseits konstruiert sie eine voreingenommene biologische Ebene, die eine Unterordnung unter Merkmale wie Aussehen und gemeinsame Geschichte (zum Beispiel das ständige Bewohnen mehrerer Generationen und europabezogene Erscheinungen) herstellt Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist auch eine kulturpsychologisch-emotionale Komponente. Das bedeutet zum Beispiel, dass all diese Menschen nicht „dazugehören“, sie mögen zwar objektiv den Standards der ersten Ebene entsprechen, aber nicht bereit sind, den Wissensstand um Ideologien zu erweitern oder die von IB vertretenen nationalen und kulturellen Konzepte abzulehnen (vgl. Bruns et al. 2017b: 218f.) Die ideologische Ausrichtung von IB ist auch eine positive und romantische Betonung des „Selbst“, aber der Fokus liegt offensichtlich auf der Abwertung und Abgrenzung von „anderen“ (vgl. 2017 menstruation: 229) . Das zeigt das Ende Europas, das IB bei jeder Gelegenheit ergreift, deutlich zu machen. Europa befindet sich laut IB in einer existenziellen Krise und steht am Rande einer "[...] feindlichen kulturellen und religiösen Übernahme [...] Massenmigration durch nichteuropäische Einwanderer" (ebd.: 228f.). Religion wird als größte Bedrohung und zentraler Feind angesehen. Durch die Verbreitung von Verschwörungstheorien über Big Deals hat dieses Bedrohungsszenario zusätzliche Unterstützung gefunden. Hauptzweck dieses groß angelegten Austauschs ist es, den Rückgang der "Einheimischen" in Westeuropa auszugleichen, indem Menschen aus islamischen Ländern die Möglichkeit geboten wird, sich in Westeuropa niederzulassen. Dies wird zu einer „Islamisierung“ der westlichen Kultur führen, die von den „Mainstream-Medien“ bewusst verschleiert wird (vgl. Sellner 2017: 184). Read Less