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Was brauchen Kinder im Alter von null bis drei Jahren?

Eine Literaturrecherche zur frühkindlichen Bildung und deren Bedeutung für Kindertagesstätten in Sachsen

Written by T. Hohmann

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Quellen frühkindlicher Bildung Bevor ich in das Thema frühkindliche Bildung einsteige, habe ich die beiden wichtigsten Personen zusammengefasst, die den Grundstein für das neue Bild des Kindes und die pädagogische Handlungsstrategie gelegt haben Kind. In diesem Kapitel erwähnte ich zwei in der Zeitschrift "Kindergartenheute" erschienene Artikel von Gerd E. Schäfer, Professor für Erziehungswissenschaft, frühkindliche Bildung, Familien- und Jugendbildung, und Sigrid Ebert und Tanja Pütz. 3.1 Der pädagogische Gedanke von Friedrich Wilhelm August Fröbel Fröbel benannte sie, nachdem sie 1840 Spiel- und Arbeitsstätten als „Kindergarten“ genutzt hatten. Das Grundkonzept des Kindergartens besteht darin, einen Ort der frühkindlichen Bildung zu schaffen, der unabhängig von den sozialen Bedürfnissen der institutionellen Betreuung ist. Beruf, Familie und Kinderbetreuung sollen miteinander verknüpft werden. Wie Fröbel sagte: "Leben in Einheit". Für ihn ist die Familie ein Ort, an dem Kinder eine umfassende Bildung erhalten. Unter Anleitung erwachsener Bezugspersonen soll es die Welt als praktische, ästhetische und mathematische Ordnung erfahren. Fröbels Kindergartenbilder bedeuten [...] ein Paradies, um Kindern etwas zurückzugeben, wo es ein Geschöpf ist und – beschützt und gefördert – auch ein Schöpfer sein kann. [...] Es soll ein Erlebnisraum sein, in dem Kinder ihre Entwicklung durch eigenständige Aktivitäten im Rahmen von Spiel und Beschäftigung mitgestalten Die Interaktion und Kommunikation mit Erwachsenen und Kindern drückt ein Kind aus und findet sich selbst wieder. „In Spielen nutzen Kinder ihre körperliche Erfahrung als Leistungsinstrument; es ermöglicht ihnen, für bestimmte Zwecke verwendet zu werden und mit der Erfahrung in Resonanz zu treten. .] spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Selbstbewusstseins.“ (Ebert 2003, S. 5) Das von ihm entwickelte Spielmaterial, das er Spielgeschenk nannte. Dazu gehören Konzepte von Konsistenz, Ganzheit, Mathematik, Naturwissenschaften und Ästhetik vom Säuglingsalter bis zur Grundschule. Das erste Spielgeschenk ist der Ball, als einfachster Körpertyp. Das zweite Spiel bestand aus einer Kugel, einem Würfel und einer Walze. Der Ball steht für Bewegung und der Würfel für Ruhe und Stabilität. Die Walze vereint die Eigenschaften zweier Formen. Weiteres Spielzeug sind die drei gezeigten Spielzeuge, die sich aus unterschiedlichen Unterteilungen von kubischen Volumenblöcken und Bauklötzen zusammensetzen, die je nach Zusammensetzung unterschiedliche Formen ergeben. Sie sollen den Kindern zeigen, dass sie Teil eines Ganzen sind. 3.2 Die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts von Maria Montessori Maria Montessori denkt weiter über Fröbels Kinderkonzept der selbstständigen Tätigkeit unter Anleitung von Bezugspersonen nach, zeichnet Bilder von aktiven Kindern und öffnet sie für sich selbst. Montessoris berühmtes Sprichwort „Mach es für mich“ steht für einen kindgerechten Bildungsweg, freies Lernen und respektvollen Umgang mit Erwachsenen. Durch aufmerksames Beobachten des täglichen Verhaltens der Kinder zog sie Rückschlüsse auf deren Wesen und Entwicklung. Montessori geht davon aus, dass Kinder in den ersten Lebensjahren die Fähigkeit haben, „unbewusst, unreflektiert und als Ganzes“ (Pütz 2003, S. 12) ihre Umwelt wahrzunehmen, was sie „den Geist aufnehmen“ nennen. Sie sieht ihr Kind als ihren "eigenen Baumeister" und hat einen "inneren Bauplan". Daher hat jedes Kind, wenn es seine Natur und seine Umgebung zulassen, die Möglichkeit, sein inneres Potenzial zu entfalten. Erzieherinnen und Erzieher sollen Kindern helfen, ihr Potenzial zu entfalten und zu verwirklichen, ihre persönlichen Ressourcen zu erkennen und zu fördern (vgl. Pütz 2003, S. 12). „Lernen steht für Persönlichkeit, Selbstbestimmung, Glück und intrinsische Motivation.“ (Pütz 2003, S. 13) Diese intrinsische Motivation spiegelt sich in den sogenannten „sensiblen Phasen“ wider, in denen Montessori die Zeit von 0 bis 18 in diese Phasen einteilt . Dies sind verschiedene Zeitfenster für eine Person, um bestimmte Dinge zu akzeptieren. Bei Kleinkindern zum Beispiel ist der Zeitpunkt, zu dem sie den Sprach- oder Bewegungserwerb erhalten, unterschiedlich. Jede Stufe bildet die Grundlage für die nächste Stufe, sie sind also gegenseitig etabliert und reversibel. Auch andere Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sprachen, können später erlernt werden, sind aber leicht unterschiedlich (vgl. Pütz 2003, S. 12). Ein weiteres Grundkonzept von Montessori ist die "Polarisierung der Aufmerksamkeit", die sich in eine Vorbereitungsphase, eine große Arbeitsphase und eine Reflexionsphase gliedert. In der Vorbereitungsphase wählen die Kinder Materialien aus und bauen eine Lernumgebung auf. In großen Werken ist sie so auf ihre Sache fokussiert, dass sie sich nicht von äußeren Reizen ablenken lässt, sondern sich ganz auf ihre Tätigkeit konzentriert. Im Reflexionsprozess denkt das Kind rückblickend über den erfolgreichen und skalierbaren Prozess seines Verhaltens nach. Montessori misst alle pädagogischen Maßnahmen gegen "Aufmerksamkeitspolarisierung". Kann das Kind das Angebot nicht annehmen, wurden keine geeigneten Materialien gefunden (vgl. Pütz 2003, S.15ff.). Auch wenn diese Begriffe weit entfernt von Realität und Mysterium klingen, ist klar, dass es im Bildungsprozess nicht nur um funktionales Lernen geht. Read Less