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Frauen in prekären Lebenslagen

Eine Analyse der Ursachen und Folgen der Armutsgefährdung von Frauen

Written by K. Wienke

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Armutsgrenze von Frauen Um die Armutsgrenze und Risiken von Frauen im Kontext von Armut aufzeigen zu können, ist es notwendig, die gesammelten Erfahrungsdaten zu analysieren. Es werden zwei Quellen verwendet, die in den folgenden beiden Abschnitten beschrieben werden. 3.1 Die Situation auf Basis des Datenberichts 2016 Die folgenden Aussagen beziehen sich auf die Aussagen und Bewertungen in Tabelle 2 des Datenberichts des Bundesamtes für politische Bildung aus dem Jahr 2016. Dieser Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland basiert auf der EU-SILC-Erhebung 2014 betrug das Medianeinkommen in Deutschland 19.733 Euro. 60 % dieses Einkommens ist der Grenzwert des Armutsrisikos im Jahr 2014, was einem gewichteten Einkommen von 11.840 Euro pro Jahr entspricht. Auf monatlicher Basis gilt ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 987 Euro im Jahr 2014 als armutsgefährdet. Im Jahr 2014 waren 16,7% der deutschen Bevölkerung von relativer Armut betroffen. Dieser Wert lag 2008 mit 15,2 % etwas niedriger, was auf einen stetigen Anstieg hindeutet. Frauen haben ein deutlich höheres Armutsrisiko. In fast allen Altersgruppen geraten sie häufiger in Armut als Männer. Insgesamt liegt die Armutsrisikoquote für Frauen mit 17,4 % etwas höher als die von 15,9 % für Männer. Die Armutsrisikoquote für Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren ist mit 24% viel höher. Männer in dieser Altersgruppe sind mit 17,4 % insgesamt 7 Prozentpunkte niedriger, aber immer noch überdurchschnittlich. Am Ende des Erwerbslebens steigt das Armutsrisiko beider Geschlechter, 19,4% für Frauen und 21,6% für Männer. Betrachtet man die Armutsrisikoquoten verschiedener Familientypen im Jahr 2014, so zeigt sich folgendes Diagramm: Alleinerziehende und Alleinerziehende, während alle anderen Familientypen unterdurchschnittliche Risiken aufweisen. Die Armutsrisikoquote von Einfamilienfamilien beträgt 32,9%, im Geschlechtervergleich liegt die Armutsrisikoquote der Frauen mit 32,3% etwas niedriger als die der Männer, die 33,5 % beträgt. Im Jahr 2014 lag die Armutsrisikoquote von Alleinerziehenden bei 29,4 %. Damit ist fast ein Drittel der Alleinerziehenden armutsgefährdet.Außerdem machte die EU-SILC-Erhebung auch Aussagen zum Zusammenhang zwischen Armutsrisiko und Erwerbsintensität, Armutsrisiko und Bildungsstatus. Hier ist das Bild unten: Je niedriger das Bildungsniveau der Familie, desto geringer die Beschäftigungsintensität und desto höher die Armutsquote. Die Armutsrisikoquote von Haushalten mit einer Erwerbsintensität von weniger als 20 % beträgt 65 % und die Armutsrisikoquote von Haushalten mit einer Erwerbsintensität zwischen 20 % und 44 % beträgt 31,6 %. 3.2 Basierend auf dem Mikrozensus 2015. Im Folgenden verweisen wir auf den Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes zur Armutsentwicklung in Deutschland, Seiten 1-21 und Tabellen 2 und 6. Der 2017 veröffentlichte Armutsbericht wurde auf Basis des Mikrozensus erstellt, und die Ergebnisse ähneln dem Datenbericht 2016. Im Jahr 2015 lebten rund 12,9 Millionen Menschen unterhalb der Einkommensarmutsgrenze, ein Rekordhoch in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2015 mit einer Armutsquote von 15,7 %. Sie ist seit 2005 gestiegen (damals waren es 14,7%). Die Armutsquote ist im Zehnjahreszeitraum (2005-2015) um 6,8 % von 14,7 % auf 15,7 % gestiegen. Betrachtet man die Verteilung nach Altersgruppen, so stellt man fest, dass 25,5 % der 18- bis 25-Jährigen besonders armutsgefährdet sind. Frauen (16,3%) (2015) sind häufiger armutsgefährdet als Männer, deren Wert 2015 bei 15,1 lag. Der 10-Jahres-Vergleich beschreibt den gleichen Trend. Die Armutsquote von Alleinerziehenden liegt mit 26,2 % über dem Durchschnitt, die Armutsquote von Alleinerziehenden ist mit 43,8 % am höchsten, ein deutlicher Anstieg von 11,5 % über 10 Jahre. Im Jahr 2015 bedeutet dies, dass fast jede zweite Einelternfamilie von relativer Einkommensarmut betroffen sein wird. Dieser Trend nimmt weiter zu, 90 % davon sind Mütter, insgesamt gibt es etwas mehr als ein Fünftel der Alleinerziehenden. In Bezug auf den Erwerbsstatus hat sich folgende Situation herausgestellt: Mehr als ein Zehntel der Arbeitslosen lebt unterhalb der Einkommensarmutsgrenze (59% im Jahr 2015), und bei den anderen Nichterwerbspersonen lebt fast jeder unter der Einkommensarmutsgrenze (2015 40% pro Jahr). Diese Zahlen sind in den letzten 10 Jahren stark angestiegen, wobei die Zahl der Arbeitslosen von 2005 bis 2015 um 19 % und der sonstigen Nichterwerbspersonen von 27,6 % auf 44,9 % gestiegen ist. Auch das Qualifikationsniveau der Hauptverdiener in der Familie hängt eng mit der Situation zusammen. Stellen Sie sich dem Armutsrisiko. In Gebieten mit niedriger Bildung (ISCED 0-2) beträgt die Armutsquote 40,3%, in der Altersgruppe 25 und 31,5%. 3.3 Zwischenfazit Die Mikrozensusergebnisse 2014 und 2015 der Bundesrepublik Deutschland ähneln im Wesentlichen den EU-SILC-Ergebnissen. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Armut ist weit verbreitet und hat im Vergleich zu den letzten Jahren zugenommen. 2. Frauen in fast allen Altersgruppen sind stärker betroffen als Männer. Read Less