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Neue Konzepte im Hinblick auf die Demenzerkrankung im stationären Bereich

Written by A. Varaksin

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Medicine

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Ökonomische Bedeutung des demografischen Wandels 3.1 Auswirkungen auf die Pflegewirtschaft Der demografische Wandel in Deutschland betrifft nahezu alle Lebensbereiche. Betroffen sind insbesondere viele Wirtschaftszweige, deren Struktur grundlegend verändert und an den demografischen Wandel angepasst werden muss. Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, nicht nur altersgerechte Wohnungen zu bauen, sondern auch die Nahrungsmenge anzupassen (vgl. Statistisches Bundesamt 2009, 6). Auch die Wirtschaft und der Gesundheitssektor sind von dem damit verbundenen demografischen Wandel betroffen, der in Deutschland ein zunehmend relevanter Markt ist. Die Trends Vitalität, Gesundheit und Wellness führen zu einem stetigen Wachstum dieses Marktes (vgl. Braun / Reinersdorff 2007, 233-244). Dafür gibt es mehrere Gründe: Moderne Menschen haben höhere Erwartungen, verstehen ihre Bedürfnisse besser und treffen Entscheidungen zukunftsorientierter. Daher muss der Gesundheitsmarkt durch überarbeitete Angebote und entsprechende Maßnahmen auf „informierte Patienten“ abzielen (vgl. Kreyher 2001, 20-21). Das Gesundheitssystem ist hauptsächlich ein Dienstleistungssektor. Das Gesundheitswesen ist in Deutschland einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Die Bevölkerungsentwicklung und die daraus resultierenden Pflegebedürftigen sowie der Fortschritt in der Medizintechnik haben jedoch zu einem steigenden Finanzierungsbedarf für medizinische Ausgaben auf dem deutschen Medizinmarkt geführt. Der Zugang zu umfassenden Gesundheitsleistungen gehört zu den Standards der modernen deutschen Gesellschaft. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen hängt von den Bedürfnissen der Menschen ab, nicht von ihrer Zahlungsfähigkeit. Diese Ansprüche sind nur mit öffentlichen Mitteln möglich, denn ohne staatliche Unterstützung können sich einkommensschwache Gruppen keine Krankenversicherung leisten. Vor allem ältere Menschen, die gebrechlich sind und keine medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen können. Mehr als 70 % der Gesundheitsausgaben stammen aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Da das Gesundheitssystem hauptsächlich von Politik und Recht kontrolliert wird, versucht die Regierung oft, durch neue Gesundheitsreformen das Gleichgewicht zu halten. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung ist dieses Problem jedoch kaum zu lösen (vgl. Reiners2015, 546-547). Statistiken zeigen, dass es mit der Alterung der Bevölkerung immer mehr Pflegebedürftige gibt und die Zahl der Pflegebedürftigen von Jahr zu Jahr steigt. Die Nachfrage nach ambulanten und stationären Pflegeplätzen wächst. Im Jahr 2015 waren 2,8 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, das sind 9 % mehr als 2013. Kreyher kam zu dem Schluss, dass aufgrund der Bevölkerungsentwicklung Krankheiten wie neurodegenerative Erkrankungen zunehmen. Dies wiederum hat zu einem Anstieg des medizinischen und pflegerischen Bedarfs geführt (vgl. Kreyher 2001, 22). Wie bereits erwähnt, gewinnt der demografische Wandel in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen nimmt zu. Das bedeutet, dass der Pflegemarkt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Im Jahr 2014 betrug die Größe des Gesundheitssegments des ambulanten und stationären Versorgungsmarktes rund 42 Milliarden Euro. Damit liegt dieser Grundversorgungsmarkt bundesweit an vierter Stelle nach Krankenhäusern (85,9 Milliarden Euro), Arztpraxen (50,2 Milliarden Euro) und Apotheken (44,7 Milliarden Euro) (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2017). Im Jahr 2009 wurden rund 11.634 Pflegeheime erfasst, ein Plus von 31 % gegenüber 1999. 1999 gab es in Deutschland 8.859 Pflegeheime. Jährlich werden in diesem Bereich durchschnittlich 2,8% der Marktneueintritte verzeichnet (vgl. Memmi-cken / Augurzky 2013, 198). In Deutschland gibt es drei verschiedene Arten von Trägern von Pflegeheimen und Pflegeheimen, die als natürliche oder juristische Personen bezeichnet werden (siehe Träger von Pflegegeheimnissen oJ). Im Jahr 2015 befanden sich rund 7.200 Pflege- und Pflegeheime im Besitz gemeinnütziger Organisationen, was den größten Anteil ausmachte. Zu diesen Trägern zählen zunehmend auch kirchliche Organisationen und Wohltätigkeitsorganisationen wie der Deutsche Caritasverband, das Deutsche Rote Kreuz oder das Diakonische Werk. Den zweitgrößten Anteil bilden private Träger, die im selben Jahr 5.737 Pflegeheime und Pflegeheime besaßen (vgl. Pflegestatistik2017). Bei diesen Trägern handelt es sich entweder um große Pflegeheimketten oder um einzelne Einrichtungen (vgl. Heiden / Meyr-ahn / Schweitzer 2012, 14; siehe Träger von Pflegeheimen, ohne Datum). Zu den größten privaten Sponsoren in Deutschland zählen: Korian Group, Alloheim Senioren-Residenzen GmbH und Pro Seniore. Durch die Einführung der Pflegeversicherung soll der Anteil privater Anbieter weiter steigen (vgl. Brinkmann 2009). Im Jahr 2015 rangierten öffentliche Fördereinrichtungen an dritter Stelle und hatten mit 659 Pflegeheimen und Pflegeheimen den niedrigsten Anteil (siehe Pflegestatistik 2017). Diese Patenschaften werden von der Gemeinde betrieben (vgl. Heiden / Meyrahn / Schweitzer 2012, 14). 3.4 Pflegemanagement In der Alten- und Patientenpflege haben sich im Laufe der Zeit das Pflegeverständnis, die damit verbundenen Berufsbilder, die Definition ärztlicher Tätigkeiten und die Organisation der Pflege verändert (vgl. Tegtmeier / Schran2015, 578). Die pflegerische Leitung von Pflegeheimen und Altenpflegeheimen ist der regulären Leitung des Unternehmens gleichzusetzen. Read Less