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Interessierte Selbstgefährdung im betrieblichen Kontext

Weiterentwicklung eines Erhebungsinstruments

Written by Cindy Berger

Paper category

Master Thesis

Subject

Psychology

Year

2016

Abstract

Masterarbeit: Dieses Kapitel erläutert die in der Einleitung von Peters (2011) erwähnten Performance-Management-Konzepte und erläutert den Paradigmenwechsel des Unternehmens vom direkten Performance-Management zum indirekten Performance-Management. 2.1.1 Der Paradigmenwechsel vom direkten Leistungsmanagement zum indirekten Leistungsmanagement Peters (2011) wies darauf hin, dass persönliche Maßnahmen wie veränderte Arbeitsprozesse und Kooperationsformen zur Reduzierung psychischer Belastungen, qualifizierte Führungskräfte oder persönliche Trainings nicht zu Nachhaltigkeit Entwicklungsproblemlösung führt zu einer erhöhten psychischen Belastung. Das löst nicht das Problem, warum der psychische Druck zunimmt. Ausführungsdruck und Druck sind in der Geschichte nicht neu. Daher müssen kompliziertere Gründe gesucht werden (Peters, 2011). Peters Hypothese ist, dass die psychische Belastung am Arbeitsplatz zunehmen wird, weil der Paradigmenwechsel im Leistungsmanagement im Unternehmen stattfindet (Peters, 2011). Leistungskontrolle hat sich von direkt zu indirekt gewandelt: Infolge der Transformation des Arbeitssystems hat sich die indirekte Leistungskontrolle von engen Normen befreit und konzentriert sich hauptsächlich auf die Ergebnisse der Leistung (Schüpbach, 2011). In Form der indirekten Kontrolle ist der Maßstab der Mitarbeiter nicht mehr ihre Leistung, sondern ihr Erfolg (Peters, 2011). Ein beliebter Name ist Object Management (MbO) (Peters, 2011). Schüpbach (2011) nennt diese Art von Power Control Pull Management. Für die Erreichung dieser Ziele sind die Mitarbeiter selbst verantwortlich (Schüpbach, 2011). 2.1.2 Definition des indirekten Leistungsmanagements Nach Peters (2011) bedeutet indirektes Leistungsmanagement, dass im Vertrauen auf „Mitarbeiter sich nicht mehr allein auf ihre tatsächliche Arbeit (...) verlassen können, um sich zu beweisen, sondern vor allem beweisen müssen, dass Erfolg in der Regel durch die Betriebswirtschafts-Durchmesser definiert. Damit befinden sie sich in einer ähnlichen Situation wie Selbstständige: Auch wenn der Selbstständige sich viel Mühe gibt, wenn er nicht erfolgreich ist, ist es nutzlos" (Seite 108). Wichtig ist daher nicht Engagement, sondern Erfolg (Peters, 2011). 2.1.3 Folgen der indirekten Leistungssteuerung Durch Paradigmenwechsel haben Mitarbeiter einerseits größere Spielräume, Teilaufgaben mit höheren kognitiven Anforderungen und gesteigerte Autonomie und Selbstregulationsfähigkeit, andererseits schwankt die Arbeitsdichte und ist unvorhersehbar ( Schüpbach, 2011). Im Gegensatz dazu machen vordefinierte Ziele das Arbeitssystem des Unternehmens berechenbarer (Schüpbach, 2011). Die Analyse zeigt, dass die negativen Folgen der indirekten Kontrolle die positiven Folgen deutlich übersteigen. Da viele Begriffe in der Literatur mehrdeutig sind, insbesondere weil der Begriff „Druck“ mehrdeutig ist (Richter & Hacker, 1998), besteht der erste Schritt darin, die Begriffe Druckquelle, Dehnung, Dehnung und Druck zu klären. Greif (1991) wird verstanden als „Annahmen, die eher „Stress“ (oder „Stressgefühl“) auslösen“ (S. 13). Bei der Exposition ist zwischen zustandsbedingter Exposition und persönlicher Exposition zu unterscheiden (Bamberg, Busch & Ducki, 2003). Laut Bamberget al. Persönliche Exposition bezieht sich auf die Exposition gegenüber inneren Reizen oder Prozessen (wie z. B. ineffektive motorische Regulation, Schmerzen und Müdigkeit). Seymouret al. (2010) Nach dem deutschen ergonomischen Definitionsvorschlag: „Stress bezieht sich auf äußere Einflüsse, unabhängig vom Individuum, z. oder bestimmte Kräfte ) und Ausführungsbedingungen (wie Zeitvorgaben, Umweltbelastung, Arbeitsklima)“ (Seite 327). Druck muss von Druck unterschieden werden. Stress bezeichnet die Folgen von Stress für den Einzelnen (Semmer & Udris, 2007). Im Gegensatz zu Stress ist Stress ein Zustand von Menschen. Es hängt von den persönlichen Eigenschaften der Person ab, wie Gesundheit, Verhalten und Arbeitsstrategien. Dies bedeutet, dass der gleiche Stress bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Stressformen auslösen kann (Semmer & Udris, 2007; Schaper, 2011), wenn Stress angewidert und von negativen Emotionen begleitet wird (Semmer & Udris, 2007). Semmer Udris und Udris (2007) unterscheiden zwei unterschiedliche Grundbegriffe des Drucks. Eine Theorie besagt, dass jedes Ungleichgewicht Druck ist. Es wird nicht zwischen positiven und negativen Druckarten, also herausfordernden und behindernden Druckarten unterschieden, was, wie oben erwähnt, dem Begriff des Drucks entspricht. Selye (1981) definiert Stress als „die unspezifische Reaktion eines Organismus auf jede Anforderung“ (S. 170) und legt großen Wert auf ein Ungleichgewicht oder die subjektive Einschätzung eines solchen Ungleichgewichts. Read Less